Saturday, 10. October 2026
E39

Rogfast: Der längste Unterwassertunnel der Welt

Norwegen baut den Rogfast – mit 26,7 km wird er der längste Unterwassertunnel der Welt. Alle Fakten zu Kosten, Tiefe und geplantem Eröffnungsjahr 2033.

Redaktion · 9. October 2026, 10:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 09.10.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Norwegen setzt einen neuen Maßstab im globalen Tunnelbau: Der Rogfast – offiziell Ryfast Fixed Link – wird mit einer Länge von 26,7 Kilometern der längste und tiefste Unterwassertunnel für den Straßenverkehr weltweit. Gigantische Bohrmaschinen fressen sich seit 2018 Meter für Meter durch den blanken Fels unter der Nordsee. Das Megaprojekt an der Westküste Norwegens verbindet die Städte Stavanger und Bergen und soll die Reisezeit zwischen beiden Metropolen um rund 40 Minuten verkürzen.

Weltrekord unter der Nordsee

Der Rogfast Unterwassertunnel übertrifft alle bisherigen Unterwasser-Straßentunnel der Welt – sowohl in der Länge als auch in der Tiefe. An seiner tiefsten Stelle verläuft die Trasse 390 Meter unter dem Meeresspiegel. Zum Vergleich: Der bisherige Rekordhalter unter den Unterwasser-Straßentunneln ist deutlich kürzer und flacher.

Tagtäglich arbeiten Hunderte von Fachleuten unter extremen Bedingungen: Staub, Dunkelheit und enge Röhren prägen die Baustelle. Gesprengt, gebaggert und gebohrt wird dabei rund um die Uhr – alles in einem Maßstab, der Superlative rechtfertigt.

Die wichtigsten Eckdaten des Projekts auf einen Blick:

  • Länge: 26,7 Kilometer – Weltrekord für Unterwasser-Straßentunnel
  • Maximale Tiefe: 390 Meter unter dem Meeresspiegel
  • Baustart: 2018
  • Geplante Eröffnung: 2033
  • Geschätzte Kosten: rund 2 Milliarden Euro

Ziel: Eine fährenfreie Westküste

Das übergeordnete Ziel des Tunnelprojekts ist ambitioniert: Die Europastraße E39 entlang der norwegischen Westküste soll vollständig fährenfrei werden. Bislang müssen Reisende auf dieser Strecke mehrere Fjorde mit Fähren überqueren, was Zeit und Flexibilität kostet.

Der Rogfast ist ein zentrales Element dieser nationalen Verkehrsstrategie. Ist der Tunnel in Betrieb, entfällt auf einem wichtigen Abschnitt der E39 die Abhängigkeit von Fährzeiten und Wetterbedingungen. Pendler, Touristen und Gütertransporte profitieren gleichermaßen von der neuen Verbindung.

Die Zeitersparnis von 40 Minuten mag auf den ersten Blick überschaubar wirken – für die wirtschaftlich bedeutsame Verbindung zwischen Stavanger, dem Zentrum der norwegischen Ölindustrie, und Bergen als wichtigem Handels- und Tourismusstandort ist sie jedoch erheblich.

Bau unter extremen Bedingungen

Seit dem offiziellen Baustart im Jahr 2018 laufen die Arbeiten unter enormen technischen Herausforderungen. Tunnelbohrmaschinen von beeindruckender Größe treiben die Röhren durch massiven Fels, während parallel Sprengungen und Ausschachtungen den Fortschritt beschleunigen.

Die Tiefe von bis zu 390 Metern unter dem Meeresspiegel stellt besondere Anforderungen an Belüftung, Sicherheitssysteme und die Logistik der Baustelle. Notfallkonzepte, Fluchtwege und Beleuchtungsanlagen müssen für eine der längsten Tunnelstrecken weltweit neu gedacht werden.

Auch die Finanzierung ist ein Kraftakt: Die veranschlagten rund 2 Milliarden Euro machen den Rogfast zu einem der teuersten Infrastrukturprojekte in der norwegischen Geschichte. Nach der Eröffnung ist geplant, die Kosten teilweise über Mautgebühren zu refinanzieren.

Eröffnung 2033: Ein Meilenstein für Europa

Wenn der Rogfast Unterwassertunnel im Jahr 2033 planmäßig für den Verkehr freigegeben wird, markiert das nicht nur einen norwegischen, sondern einen europäischen Infrastruktur-Meilenstein. Das Projekt zeigt, wie moderne Ingenieurskunst selbst die unwirtlichsten geografischen Bedingungen überwinden kann.

Norwegen positioniert sich damit als Vorreiter im Bau von Unterwasserverbindungen – ein Know-how, das angesichts der zahlreichen Fjorde im Land über Jahrzehnte gewachsen ist. Der Rogfast dürfte nach seiner Fertigstellung weltweit als Referenzprojekt für den Tunnelbau der Zukunft gelten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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