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Führerschein 1.000 Euro günstiger? Bilger plant Reform

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger will mit einer Führerschein Reform bis zu 1.000 Euro Ersparnis für Fahrschüler erreichen. Was sonst noch geplant ist.

Redaktion · 6. October 2026, 21:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 06.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat Hoffnung auf eine deutliche Senkung der Führerscheinkosten gemacht. Mit einer geplanten Führerschein Reform sollen Fahrschülerinnen und Fahrschüler künftig bis zu 1.000 Euro einsparen können. Derzeit kostet der PKW-Führerschein der Klasse B in Deutschland im Schnitt rund 3.400 Euro – ein Betrag, den sich viele junge Menschen und Familien kaum leisten können. Die Reform sieht unter anderem mehr digitalen Unterricht und eine allgemeine Entschlackung des Ausbildungsrahmens vor.

Führerschein Reform: Mehr Digital, weniger Kosten

Das Bundesverkehrsministerium arbeitet derzeit an konkreten Maßnahmen, um den Führerscheinerwerb in Deutschland günstiger zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen digitaler Theorieunterricht und eine Vereinfachung der Ausbildungsstruktur. Bilger betonte, dass regionale Unterschiede bei den Kosten bestehen bleiben werden und manche Fahrschüler mehr Fahrstunden benötigen als andere. Dennoch sei das Ziel klar: eine spürbare Entlastung von mehreren Hundert bis zu 1.000 Euro.

Erschwerend wirken derzeit gestiegene Betriebskosten in Fahrschulen – durch hohe Spritpreise und steigende Arbeitskosten. Die Reform soll diesen Entwicklungen gezielt entgegenwirken. Der Gesetzentwurf befindet sich aktuell in der parlamentarischen Beratung im Bundestag; anschließend muss auch der Bundesrat zustimmen.

Begleitetes Fahren soll ausgeweitet werden

Ein weiterer Baustein der Reformpläne ist die Ausweitung des begleiteten Fahrens. Fahrschüler sollen künftig noch mehr Praxisstunden gemeinsam mit ihren Eltern absolvieren dürfen – ähnlich wie es in anderen europäischen Ländern bereits Standard ist. In Deutschland gibt es mit dem Begleiteten Fahren mit 17 bereits positive Erfahrungen.

Bilger sieht in der Erweiterung dieses Modells keinen Nachteil für die Verkehrssicherheit, sondern im Gegenteil eine Stärkung. Mehr Fahrpraxis vor der Prüfung führe zu besser vorbereiteten Fahranfängerinnen und Fahranfängern – und senke gleichzeitig die Kosten, weil kostenpflichtige Fahrstunden bei der Fahrschule substituiert werden könnten.

Tankrabatt, E-Auto und Verbrennerverbot

Neben der Führerscheinfrage beschäftigt Bilger vor allem die angespannte Lage an den Zapfsäulen. Nach eigenen Angaben hätte er einen erneuten Tankrabatt lieber vermieden, sieht ihn aber angesichts der hohen Belastung für Pendler und bestimmte Gewerbebranchen als notwendig an. Mittelfristig favorisiert er gezielte Direkthilfen statt pauschaler Subventionen.

  • Taxiunternehmen, Spediteure und Busunternehmen sollen bei anhaltend hohen Preisen gezielt unterstützt werden.
  • Die Beimischung von Biokraftstoffen soll ausgeweitet werden – dafür ist eine EU-Regulierung nötig.
  • Die Neuzulassungen von Elektroautos steigen deutlich; Bilger hält eine Kaufprämie nach 2029 nicht mehr für erforderlich.
  • Das Verbrennerverbot der EU bezeichnet Bilger weiterhin als Fehler; eine 90-prozentige Emissionsreduktion als Kompromiss reiche nicht aus.

Beim Thema Automobilindustrie verwies Bilger auf den Abbau von mehr als 40.000 Stellen innerhalb eines Jahres. Als Gegenmaßnahmen nannte er Senkungen der Stromsteuer, niedrigere Netzentgelte und konsequenten Bürokratieabbau.

Deutsche Bahn: Pünktlichkeit bleibt große Baustelle

Auch die Deutsche Bahn steht weit oben auf Bilgers Agenda. Er räumt ein, dass kurzfristige Wunder nicht möglich sind: Viele dringend nötige Investitionen gehen mit Baustellen und damit vorübergehend mehr Verspätungen einher. Langfristig soll ein neuer Infrastrukturplan für einen Zeitraum von fünf Jahren Verlässlichkeit schaffen – erstmals werden alle geplanten Maßnahmen schriftlich fixiert und kontrolliert.

Die Digitalisierung der Schiene soll dabei helfen, vorhandene Kapazitäten effizienter zu nutzen, ohne zusätzliche Gleise bauen zu müssen. Bilger ist zuversichtlich, dass nach vier Jahren Regierungsarbeit eine spürbare Verbesserung der Pünktlichkeit messbar sein wird. Die Wiedereinführung eines Familientickets nach Abschaffung der Familienreservierung wertet er als erstes positives Signal für bahnfahrende Familien.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob Führerschein Reform, Tankentlastung und Bahninvestitionen tatsächlich bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen. Für Bilger ist klar: Die Politik muss Rahmenbedingungen setzen – die Wahl des Verkehrsmittels bleibt den Menschen selbst überlassen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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