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Antisemitismus

Berliner Koalitionsgespräche: Antisemitismus-Streit stoppt R2G

Rot-Grün-Rot in Berlin steht auf der Kippe: SPD und Grüne stoppen die Sondierungen wegen des Antisemitismus-Streits um Linke-Abgeordnete Vanessa Emde.

Redaktion · 14. October 2026, 07:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 14.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Berliner Koalitionsgespräche zwischen SPD, Grünen und der Linken stehen vor dem Aus. Nach kaum einer Woche gemeinsamer Sondierungen haben Grüne und SPD die Verhandlungen zur Bildung einer rot-grün-roten Landesregierung vorerst auf Eis gelegt. Der Auslöser: ein eskalierender Antisemitismus-Streit rund um die Neukölner Linken-Abgeordnete Vanessa Emde, deren Aufnahme in die Abgeordnetenhausfraktion Grüne und SPD als Vertrauensbruch werten.

Sondierungen gestoppt – Grüne und SPD ziehen die Reißleine

Grünen-Chefin Franziska Brandner machte die Haltung ihrer Partei unmissverständlich klar: Die Linkspartei habe sich nicht an zuvor getroffene Abmachungen zum Umgang mit Antisemitismus gehalten. „Natürlich braucht man Verlässlichkeit und Vertrauen”, betonte Brandner. Solange die Linke nicht an den Verhandlungstisch zurückkehre und die gemeinsamen Grundsätze anerkenne, sei eine inhaltliche Fortsetzung der Gespräche nicht möglich.

Für die Linkspartei kommt der Abbruch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nach der Wahl schien der Weg ins Rote Rathaus greifbar nah – nun droht das gesamte Projekt zu scheitern, bevor es richtig begonnen hat.

Streit um Vanessa Emde und die Antisemitismus-Erklärung

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht Vanessa Emde, die als offen israelfeindlich und in Teilen als radikal gilt. Kritiker werfen ihr vor, das Existenzrecht Israels nicht eindeutig anzuerkennen – ein Umstand, der ihr bei einem Teil ihrer Wählerschaft paradoxerweise Sympathien eingebracht hatte.

Für zusätzlichen Zündstoff sorgten Fotos von einer Wahlparty, auf der Emde gemeinsam mit dem umstrittenen pro-palästinensischen Aktivisten Ibrahim Ibrahim zu sehen war. Auch Ibrahim hatte eine Erklärung zum Kampf gegen Antisemitismus unterzeichnet.

Die Linksfraktion hatte zwar ihrerseits eine Erklärung verabschiedet, in der sie sich zum Kampf gegen Antisemitismus, zum Schutz jüdischen Lebens und zum Existenzrecht Israels bekannte. Doch eben dieses Papier war nicht das gemeinsam vereinbarte Dokument, auf das Grüne und SPD vor Beginn der Sondierungen bestanden hatten.

Linkspartei verteidigt die Aufnahme Emdes in die Fraktion

Innerhalb der Linken gab es nach eigenen Angaben eine intensive Debatte über den Umgang mit Emde. Die Parteispitze verwies darauf, dass die Abgeordnete die Antisemitismus-Erklärung unterschrieben habe – und das sei zunächst ausreichend.

  • Emde hält ihr direkt gewonnenes Mandat und kann es ihr von der Partei nicht entzogen werden.
  • Ein möglicher Fraktionsausschluss wäre die einzige verbleibende Konsequenz innerhalb der Fraktion.
  • Die Linke besteht darauf, dass alle Abgeordneten mit ihrer Unterschrift eine klare Verpflichtung eingegangen seien.
  • Befürworter Emdes wählten sie gezielt wegen ihrer pro-palästinensischen Haltung.

Die Fraktionsspitze erklärte, man gehe davon aus, dass sich alle Abgeordneten nun geschlossen zu den unterzeichneten Grundsätzen bekennen würden. Die Frage, ob das für SPD und Grüne glaubwürdig genug ist, bleibt offen.

Ausblick: Koalition am Scheideweg

Die Personalie Emde entwickelt sich zum entscheidenden Koalitionshindernis in Berlin. Ob und unter welchen Bedingungen Grüne und SPD die Sondierungen wiederaufnehmen, ist derzeit unklar. Für die Linkspartei ist die Lage besonders heikel: Ein Ausschluss Emdes aus der Fraktion würde einen schwerwiegenden internen Konflikt bedeuten, ein Verzicht darauf könnte das gesamte Regierungsprojekt endgültig zum Scheitern bringen. Die Berliner Politik bleibt in einer schwierigen Hängepartie – und der Traum vom Roten Rathaus ist vorerst geplatzt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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