Friday, 16. October 2026
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DAX-Check: Infineon, Rheinmetall und Airbus im Fokus

Infineon bricht um 7 % ein, Rheinmetall tastet die 1000-Punkte-Marke ab, Airbus setzt auf Servicegeschäft: Der DAX-Check vom 15. Oktober im Überblick.

Redaktion · 15. October 2026, 08:41 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 15.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der DAX zeigt sich am 15. Oktober 2026 bemerkenswert widerstandsfähig gegenüber dem Technologieabsturz in den USA – doch einzelne Schwergewichte wie Infineon reißen den Index nach unten. Ein umfassender DAX-Check beleuchtet die wichtigsten Einzelwerte, die Lage am Anleihemarkt und was Anleger jetzt beachten sollten.

Tech-Crash in den USA belastet auch den DAX

Der US-amerikanische Technologiesektor gerät massiv unter Druck. Das Unternehmen Core Reef verlor an einem einzigen Handelstag über 15 Prozent, nachdem Zweifel an der Tragfähigkeit seines Geschäftsmodells laut wurden. Mit 17 Milliarden Euro Nettoschulden und fraglicher Rückzahlungsfähigkeit zog das Unternehmen den gesamten Sektor in Mitleidenschaft.

Der DAX schloss den Vortag bei rund 25.300 Punkten – nur leicht im Plus. Die wichtige Marke von 25.500 Punkten konnte nicht zurückerobert werden, und die Eröffnung fiel schwach aus. Die nächste bedeutende Unterstützung liegt auf Schlusskursbasis bei 25.000 Punkten. Darunter droht ein erneuter Test der 200-Tage-Linie.

Auffällig ist die Rotation der Anleger: Aus spekulativen Tech-Titeln fließt Kapital in defensive Sektoren wie Gesundheit und Rückversicherung – ein Muster, das sich auch in den USA mit starker Nachfrage nach Gesundheitsaktien zeigt.

Infineon und Aixtron: Tech-Werte unter schwerem Druck

Zu den größten Verlierern im DAX zählt Infineon mit einem Minus von rund 7 Prozent auf etwa 50,60 Euro. Noch wenige Tage zuvor notierte die Aktie über 60 Euro. Die Unterstützung bei 54 Euro wurde klar gebrochen.

  • Nächste psychologische Unterstützung bei 50 Euro
  • Altes Ausbruchsniveau aus dem Februar bei rund 48 Euro
  • Kurzfristig empfiehlt sich Abwarten auf eine technische Gegenbewegung

Auch Aixtron steht unter Druck und nähert sich dem Tief vom Juli bei rund 32,50 Euro. Die 30-Euro-Marke gilt als wichtige Unterstützungszone. Analysten hatten bereits davor gewarnt, dass das starke Wachstum im Chip-Sektor massiv finanziert werden muss – einzelne Unternehmen könnten sich dabei übernehmen.

Airbus, Hypoport und Redcare: Gemischte Signale

Airbus hält sich bei rund 188 bis 190 Euro vergleichsweise stabil. Laut einer Reuters-Analyse benötigt die Luftfahrtbranche in den kommenden 20 Jahren rund 2,44 Millionen neue Arbeitskräfte. Der Fokus der Hersteller verschiebt sich zunehmend auf das lukrative Servicegeschäft nach der Flugzeugauslieferung:

  • Marktvolumen für Services soll sich auf 420 Milliarden Dollar verdoppeln
  • Wachstumsstärkster Bereich: Datenauswertung und Konnektivität mit 5,3 % p.a.
  • Airbus will Serviceerlöse von 5,4 Mrd. Euro auf 10 Milliarden Dollar bis 2030 steigern

Hypoport meldete Quartalszahlen mit leichtem Wachstum: Die Finanzierungsplattform Europe hält ein stabiles Volumen von 57 Milliarden Euro, Finma wächst um 13 Prozent, Genopay um 7 Prozent. Dennoch bleibt die hohe Zinsumgebung ein Hemmschuh. Erst eine Rückkehr über die 80-Euro-Marke würde das technische Bild spürbar aufhellen.

Redcare Pharmacy profitiert vom starken Quartalsbericht des Konkurrenten DocMorris, der vor allem im Bereich rezeptpflichtiger Medikamente zweistelliges Wachstum verzeichnete. Redcare sprang über die 70-Euro-Marke auf rund 73 Euro. Weitere Hürden liegen bei 74 bis 75 Euro – danach wäre der Weg bis 90 Euro technisch frei.

Rheinmetall und Munich Re: Hoffnungsträger im Check

Rheinmetall hat bei rund 900 Euro offenbar einen dreifachen Boden ausgebildet und läuft wieder auf die psychologisch wichtige Marke von 1.000 Euro zu. Ein Ausbruch darüber würde schnell den Weg zur 50-Tage-Linie öffnen. Analysten von Morgan Stanley zeigen sich deutlich optimistischer als der Gesamtmarkt – das Chartbild verbessert sich stetig, bleibt aber vorerst nur für risikofreudige Anleger interessant.

Munich Re hingegen gilt als klassischer sicherer Hafen. Die Aktie kletterte auf rund 545 Euro, das nächste Kursziel liegt bei etwa 560 Euro. Auch Hannover Rück setzt die Aufwärtsbewegung fort. Die Nachfrage nach defensiven Rückversicherern unterstreicht die aktuell risikoaverse Stimmung am Markt.

Insgesamt zeigt der DAX-Check vom 15. Oktober ein gespaltenes Bild: Während Tech-Werte massiv leiden, bieten Rückversicherer, Gesundheitstitel und selektive Industriewerte Stabilität. Anleger sollten die Schlüsselmarke von 25.000 Punkten im DAX genau im Blick behalten – ein nachhaltiger Bruch könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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