Starshield gedrosselt: Ukraine verliert schärfstes Schwert
Das gedrosselte Starshield-System trifft die Ukraine hart: Langstreckendrohnen sind kaum einsetzbar, Selenski fühlt sich von Trump verraten. Die Lage im Überblick.
Dieses Video wurde am 15.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Das Starshield-System – das militärische Satellitennetz von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX – ist für die Ukraine derzeit nur eingeschränkt nutzbar. Nach Angaben aus Kiew ist die Übertragungsgeschwindigkeit auf bis zu 160 Kilometer pro Stunde begrenzt, was die ukrainische Armee massiv in ihrer Operationsführung behindert. Präsident Wolodymyr Selenski macht Washington dafür verantwortlich und wirft US-Präsident Donald Trump vor, die Ukraine in einer entscheidenden Kriegsphase im Stich zu lassen. Unterdessen beraten die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel über die milliardenschwere Weiterfinanzierung der Ukraine.
Starshield gedrosselt: Ukraines schärfstes Schwert stumpft ab
Starshield ist nicht dasselbe wie das zivile Starlink. Während Starlink – das Netz für Privatpersonen, Journalisten und einfache Soldatenkommunikation – weiterhin uneingeschränkt funktioniert, ist Starshield das speziell für militärische Zwecke ausgelegte System. Es bildet die Grundlage für die Steuerung ukrainischer Langstreckendrohnen, die auf einzelne Terminals und die Weiterleitung von Echtzeit-Daten angewiesen sind.
Der ukrainische Ex-Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow bestätigte, dass an einer Wiederherstellung der vollen Leistungsfähigkeit gearbeitet werde. Doch solange die Drosselung anhält, können Offensivoperationen nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Ein vor Ort berichtender Korrespondent fasste es prägnant zusammen: Starshield sei „das schärfste Schwert”, das die Ukraine in diesem Konflikt besitze – und genau dieses Schwert stumpft gerade ab.
Zusätzlich beklagt Kiew, dass die USA keine Vorwarnungen bei Raketenangriffen mehr weitergeben. Die Kombination beider Einschränkungen lässt die ukrainische Hauptstadt quasi blind zurück und erschwert den effektiven Einsatz von Abfangdrohnen erheblich.
Selenski: „Das ist nicht die richtige Seite der Geschichte”
In einem Interview mit dem britischen Fernsehen äußerte sich Selenski ungewohnt scharf gegenüber Washington. Auf die Frage, ob er sich von Donald Trump verraten fühle, antwortete der ukrainische Präsident, seine persönlichen Gefühle spielten keine Rolle – doch die politische Botschaft war eindeutig: Trump stehe auf der falschen Seite der Geschichte.
Selenski kritisierte insbesondere Trumps Berater und stellte in den Raum, dass der US-Präsident bewusst daran gehindert werde, eine andere Position einzunehmen. Gleichzeitig kündigte Selenski an, den von Trump vermittelten Waffenstillstand für Energieinfrastruktur nicht länger einzuhalten – da Russland in den vergangenen Tagen erneut Heizkraftwerke im Raum Kiew angegriffen habe. Die Ukraine werde nun ihrerseits wieder russische Öldepots und Raffinerien ins Visier nehmen.
Elon Musk wies jede persönliche Verantwortung von sich. Starshield gehöre der US-Regierung und werde von ihr kontrolliert; alle Nutzungsbeschränkungen würden letztlich vom Präsidenten festgelegt, so Musk.
Brüssel und Berlin: Streit um Ukraine-Milliarden
Parallel zur militärischen Lage steht Europa vor einer massiven Finanzierungsfrage. Die EU-Kommission plant einen Rekordhaushalt; allein für die Unterstützung der Ukraine könnten im kommenden Jahr bis zu 70 Milliarden Euro fehlen. Beim EU-Gipfel in Brüssel sind die Meinungen gespalten:
- Deutschland: Kanzler Friedrich Merz verteidigt die Ukraine-Hilfen als durch eine Ausnahmegenehmigung der Schuldenbremse gedeckt und betont, kein Euro fehle deshalb bei Sozial- oder Bildungsausgaben.
- Italien: Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nennt weitere Unterstützung eine „sehr riskante Entscheidung”, zeigt aber Verständnis für den Wunsch nach kontrollierten Energiepreisen.
- Frankreich: Rechtspolitikerin Marine Le Pen kündigt an, im Falle eines Wahlsiegs die französische Mitfinanzierung der Ukraine einzustellen – aus haushaltspolitischen Gründen.
Le Pens Ankündigung dürfte in Moskau wohlwollend registriert werden. Für die westliche Geschlossenheit wäre ein Rückzug Frankreichs ein erheblicher Rückschlag.
Trumps Einfluss: Begrenzte Wirkung auf beide Seiten
Die jüngsten Entwicklungen zeigen, wie gering Trumps tatsächlicher Einfluss auf den Kriegsverlauf bislang geblieben ist. Weder konnte er Wladimir Putin zu einem dauerhaften Waffenstillstand bewegen, noch hält Selenski länger an den von Washington diktierten Beschränkungen fest. Der vermeintliche Vermittler droht, zwischen den Fronten zu zerrieben zu werden.
Solange Starshield gedrosselt bleibt, Geheimdienstinformationen ausbleiben und Russland weiter Zivilinfrastruktur angreift, dürfte sich an der militärischen Pattsituation wenig ändern. Die kommenden Wochen – nicht zuletzt der Brüsseler Gipfel – werden zeigen, ob Europa die Lücke füllen kann, die Washington hinterlässt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.