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KI-Ausverkauf: CoreWeave, Micron und OpenAI unter Druck

Der KI-Ausverkauf erfasst Chip- und Technologiewerte weltweit: CoreWeave, Micron und Advantest verlieren massiv. Was steckt hinter dem Kurseinbruch?

Redaktion · 15. October 2026, 14:48 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 15.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ein breiter KI-Ausverkauf erschüttert seit Mittwoch die globalen Technologiemärkte. Auslöser sind schwächer als erwartete Inflationsdaten aus den USA, die die Sorge vor erneuten Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed schüren. Chip-Werte und KI-Infrastrukturanbieter wie CoreWeave, Micron Technology und das japanische Testgerätunternehmen Advantest verzeichnen zweistellige Kursverluste. Auch der deutsche Leitindex DAX bleibt nicht völlig verschont, hält sich mit einem Minus von rund 0,15 Prozent aber vergleichsweise stabil.

Zinsangst als Auslöser des KI-Ausverkaufs

Die US-Inflationsdaten fielen schlechter aus als vom Markt erwartet. Das weckt Befürchtungen, die Federal Reserve könnte die Leitzinsen erneut anheben. Für kapitalintensive KI-Unternehmen wäre das besonders schmerzhaft: Sie sind auf günstige Fremdfinanzierung angewiesen, um ihre massiven Investitionen in Rechenzentren und Infrastruktur stemmen zu können.

CoreWeave verlor am Vortag rund 15 Prozent und notiert vorbörslich erneut mehr als 5 Prozent im Minus. Der CEO des Cloud-Anbieters bezeichnete die Marktreaktion als irrational – ein Urteil, das Anleger jedoch nicht zu beruhigen vermochte. Zusätzlicher Druck entsteht durch ein geplantes Aktienrückkaufprogramm von bis zu 35 Millionen Papieren sowie eine Wandelanleihe über drei Milliarden Dollar, die als potenzielle Verwässerungsfaktoren gelten.

Micron, Advantest und die Speicherchip-Wende

Auch Micron Technology steht mit einem vorbörslichen Minus von rund 4,6 Prozent unter Druck. Der Hintergrund: Die lange Zeit als knapp geltenden Speicherchips könnten ab dem Jahr 2029 in ein Überangebot übergehen. Hinzu kommt der wachsende Wettbewerb durch chinesische Hersteller, die Produkte zu niedrigeren Preisen auf den Markt bringen könnten.

Advantest, ein führender Hersteller von Chip-Testgeräten, verlor im asiatischen Handel sogar rund 14 bis 15 Prozent. Der Softbank-Konzern büßte knapp acht Prozent ein. Auch der CEO von Broadcom meldete sich zu Wort und bezeichnete nicht mehr Chips oder Strom, sondern die Finanzierung als das größte Hindernis für den weiteren KI-Ausbau in den kommenden Jahren.

  • CoreWeave: –15 % am Vortag, vorbörslich erneut –5 %
  • Micron Technology: vorbörslich –4,6 %
  • Advantest: –14 % im asiatischen Handel
  • Softbank: –8 % im asiatischen Handel
  • Nasdaq: vorbörslich rund –1,2 % erwartet

OpenAI-Klagen belasten Microsoft

Parallel zum Marktdruck durch den KI-Ausverkauf sieht sich OpenAI mit einer neuen juristischen Front konfrontiert. Acht US-Bundesstaaten haben Klage gegen das Unternehmen eingereicht. Die Vorwürfe: OpenAI schade Kindern, wiege Eltern in falscher Sicherheit über die Nutzung von ChatGPT und gebe über KI-Bots gefährliche medizinische Ratschläge weiter. Besonders brisant ist ein Antrag aus Arkansas, der ein gerichtliches Verbot der Weiterentwicklung fortgeschrittener KI-Systeme fordert, solange keine ausreichenden Schutzmaßnahmen bestehen.

Sollte ein solches Verbot durchgesetzt werden, könnte es OpenAIs Entwicklungstempo erheblich bremsen. Microsoft, mit einem Anteil von rund 27 Prozent größter Investor des Unternehmens, gerät dadurch ebenfalls unter Druck. Ein möglicher Börsengang von OpenAI, der zuletzt noch für das laufende Jahr in Aussicht gestellt worden war, dürfte sich im Falle eines anhaltenden KI-Ausverkaufs weiter verzögern.

Bending Spoons und JB Hunt: Lichtblicke am Rand

Abseits des KI-Ausverkaufs sorgte Bending Spoons für positive Schlagzeilen. Berkshire Hathaway stockte seine Beteiligung am Software-Aufkäufer um weitere 330 Millionen Dollar auf – 10 Millionen Aktien zu je 33 Dollar. Insgesamt hält Berkshire damit rund 930 Millionen Dollar in dem Unternehmen und ist sechstgrößter Einzelaktionär. Die Bending-Spoons-Aktie legte daraufhin in der Spitze 55 Prozent zu, schloss den Handelstag mit einem Plus von 41 Prozent.

Im Blick bleibt außerdem das US-Logistikunternehmen JB Hunt, das nach US-Handelsschluss seine Quartalszahlen vorlegt. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 1,81 Dollar – deutlich weniger als die noch vor einem Monat prognostizierten 2,14 Dollar. Der Optionsmarkt preist eine Kursbewegung von plus oder minus 5,9 Prozent nach der Zahlenvorlage ein.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob der aktuelle KI-Ausverkauf eine kurzfristige Korrektur oder der Beginn einer tiefergehenden Neubewertung des KI-Sektors ist. Entscheidend dürften die weitere Zinspolitik der Fed sowie der Ausgang der OpenAI-Klagen sein.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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