Saturday, 17. October 2026
Astronomie

Tauriden 2026: Feuerbälle am Herbsthimmel

Die Tauriden erhellen im Oktober und November den Nachthimmel mit besonders hellen Sternschnuppen. Was steckt hinter dem Meteorstrom und wie beobachtet man ihn?

Redaktion · 17. October 2026, 11:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 17.10.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Wer im Herbst den Blick in den Nachthimmel richtet, kann in diesem Jahr wieder die Tauriden beobachten. Der Meteorstrom ist vor allem für seine ungewöhnlich hellen Sternschnuppen bekannt, die sogenannten Feuerbälle. Diese spektakulären Leuchterscheinungen machen die Tauriden zu einem der beliebtesten astronomischen Ereignisse des Jahres – und das ganz ohne Teleskop. Aktiv sind die Tauriden über mehrere Wochen hinweg im Oktober und November.

Was sind die Tauriden und woher stammen sie?

Bei den Tauriden handelt es sich um einen jährlich wiederkehrenden Meteorstrom, der eng mit dem Kometen 2P Encke verbunden ist. Im Laufe der Zeit hat dieser Komet eine ausgedehnte Trümmerwolke hinterlassen, die aus winzigen Partikeln besteht. Wenn die Erde auf ihrer Umlaufbahn diese Trümmerwolke durchquert, treffen die Teilchen mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre und verglühen dabei.

Die dabei entstehenden Leuchtspuren sind das, was wir als Sternschnuppen wahrnehmen. Das Besondere an den Tauriden: Ihre Partikel sind im Vergleich zu anderen Meteorströmen oft größer, was die charakteristischen und besonders hellen Feuerbälle erklärt.

Der scheinbare Ausgangspunkt des Stroms, der sogenannte Radiant, liegt im Sternbild Stier – daher der Name Tauriden, abgeleitet vom lateinischen Namen des Sternbilds, Taurus.

Feuerbälle: Das Markenzeichen des Meteorstroms

Was die Tauriden von anderen Meteorströmen wie den Perseiden oder Leoniden abhebt, ist die gelegentliche Häufung außergewöhnlich heller Feuerbälle. Diese Leuchtphänomene können am Nachthimmel so hell werden, dass sie ganze Landschaften kurzzeitig erhellen.

Feuerbälle entstehen, wenn größere Gesteinsbrocken in die Atmosphäre eindringen und auf dem Weg nach unten aufglühen. Die wichtigsten Merkmale dieser Erscheinungen im Überblick:

  • Deutlich heller als gewöhnliche Sternschnuppen
  • Oft langsam und damit länger sichtbar als andere Meteore
  • Können eine farbige Leuchtspur oder sogar einen Schweif hinterlassen
  • Gelegentlich von einem hörbaren Knall begleitet

Obwohl Feuerbälle nicht jede Nacht zu sehen sind, erhöht der lange Aktivitätszeitraum der Tauriden die Chance, eines dieser seltenen Ereignisse zu erleben.

Tauriden beobachten: Tipps für die beste Sicht

Der große Vorteil der Tauriden gegenüber anderen astronomischen Ereignissen: Für die Beobachtung ist kein spezielles Equipment notwendig. Das bloße Auge genügt vollkommen. Entscheidend ist vor allem der Standort und die Geduld.

Wer die besten Chancen auf eine Sichtung haben möchte, sollte folgende Punkte beachten:

  • Einen möglichst dunklen Standort aufsuchen, fernab von Straßenlaternen und städtischer Lichtverschmutzung
  • Sich ausreichend Zeit nehmen – die Augen brauchen etwa 20 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen
  • Warme Kleidung einplanen, da die Herbstnächte kalt werden können
  • Den Blick weit in den Himmel schweifen lassen, ohne den Blick zu fixieren

Da die Tauriden über Wochen aktiv sind, lassen sich mehrere Beobachtungsnächte einplanen. Wolkenfreie Nächte rund um den Neumond bieten erfahrungsgemäß die besten Bedingungen.

Ausblick: Was erwartet Beobachter 2026?

Für das Jahr 2026 halten sich Astronomen mit außergewöhnlichen Versprechen zurück. Ein besonders intensiver Feuerballschwarm, wie er in manchen Jahren gehäuft auftreten kann, gilt als nicht gesichert. Gleichwohl bleibt der Meteorstrom ein lohnenswertes Naturschauspiel: Selbst in einem durchschnittlichen Jahr sind einzelne Feuerbälle möglich.

Die Tauriden sind damit ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie nah kosmische Prozesse dem Alltag sind. Überreste eines Kometen, der die Sonne seit Jahrtausenden umkreist, erleuchten alljährlich den Herbsthimmel – ganz ohne Teleskop und mit etwas Geduld für jedermann sichtbar.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Technologie & Wissenschaft

Alle Beiträge →