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Wohnungskrise in Portugal: Tausende protestieren

In Portugal gehen Tausende gegen explodierende Mieten und hohe Lebenshaltungskosten auf die Straße. Immobilienpreise haben sich seit 2017 mehr als verdoppelt.

Redaktion · 18. October 2026, 22:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 18.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Wohnungskrise in Portugal spitzt sich zu: In Lissabon sind tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen steigende Mieten und explodierenden Lebenshaltungskosten zu protestieren. Die Demonstrationen verdeutlichen den wachsenden sozialen Druck auf die Regierung, die sich bislang unbeeindruckt zeigt. Seit 2017 haben sich die Immobilienpreise im Land mehr als verdoppelt — eine Entwicklung, die weite Teile der Bevölkerung an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit treibt.

Massendemonstrationen in Lissabon

Am Samstag versammelten sich in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon tausende Bürgerinnen und Bürger, um ihrem Unmut Luft zu machen. Im Mittelpunkt der Proteste standen die rapide gestiegenen Mietpreise sowie die allgemein hohen Lebenshaltungskosten, die viele Menschen in Portugal monatlich spüren.

Die Demonstrationen reihen sich in eine europaweite Debatte über die Bezahlbarkeit von Wohnraum ein. Besonders in städtischen Ballungsräumen wie Lissabon und Porto ist die Lage angespannt: Wohnungen werden knapp, Vermieter erhöhen die Preise, und einkommensschwache Haushalte werden zunehmend an den Stadtrand oder ins Umland gedrängt.

Immobilienpreise seit 2017 mehr als verdoppelt

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit dem Jahr 2017 haben sich die Immobilienpreise in Portugal mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung ist das Ergebnis mehrerer Faktoren:

  • Starker Zuzug internationaler Investoren und wohlhabender Zuwanderer
  • Wachsende Nachfrage durch den boomenden Tourismus und Kurzzeitvermietungen wie Airbnb
  • Mangelndes Angebot an neu gebautem, bezahlbarem Wohnraum
  • Steuerliche Anreize, die ausländische Käufer bevorzugen
  • Niedrige Löhne im portugiesischen Durchschnitt im Vergleich zu den gestiegenen Wohnkosten

Gerade für junge Portugiesinnen und Portugiesen ist das Wohnen in Großstädten kaum noch finanzierbar. Viele verbringen einen Großteil ihres Einkommens für die Miete oder sind gezwungen, auf dem Land zu leben und lange Pendelwege in Kauf zu nehmen.

Regierung hält an ihrem Kurs fest

Die Mitte-Rechts-Regierung Portugals reagierte auf die Proteste mit Zurückhaltung. Sie erklärte, dem Druck der Straße nicht nachgeben zu wollen, und verwies darauf, bereits eigene Maßnahmen zur Entspannung des Wohnungsmarktes eingeleitet zu haben. Konkrete Angaben zu diesen Schritten blieben jedoch vage.

Kritiker werfen der Regierung vor, die strukturellen Ursachen der Krise nicht ernsthaft anzugehen. Stattdessen würden kurzfristige Lösungen bevorzugt, die an den Grundproblemen — fehlendes Angebot, mangelnde Regulierung und soziale Ungleichheit — nichts änderten.

Ausblick: Sozialer Druck wächst weiter

Die Demonstrationen in Lissabon sind ein deutliches Signal: Der gesellschaftliche Unmut über die Wohnungskrise und die allgemeine Teuerung wächst in Portugal. Sollte die Regierung keine spürbaren Entlastungen auf den Weg bringen, dürften die Proteste in den kommenden Monaten nicht abreißen. Portugal steht dabei beispielhaft für eine Entwicklung, die viele europäische Länder betrifft: Wohnen wird zur sozialen Frage des Jahrzehnts.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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