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Alfred Meidorn

KI-Blase oder Kaufchance? Experte gibt Entwarnung

Platzt die KI-Blase oder bieten fallende Tech-Aktien eine Einstiegschance? Experte Alfred Meidorn erklärt, warum er die aktuelle Korrektur nicht fürchtet.

Redaktion · 19. October 2026, 16:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 19.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der DAX ist schwächer in die neue Woche gestartet, und auch der Nasdaq 100 fiel zuletzt auf den tiefsten Stand seit vier Wochen. Auslöser ist ein sogenanntes „KI-Beben” – ein deutlicher Kursrückgang bei Unternehmen, die stark von Künstlicher Intelligenz abhängen. Doch handelt es sich um den Beginn des Platzens einer KI-Blase, oder bietet die Korrektur eine seltene Kaufchance? Tech-Experte Alfred Meidorn hat dazu eine klare Meinung: Wer jetzt von einer Blase spricht, liegt falsch.

KI-Blase? Experte sieht normale Korrektur

Alfred Meidorn, Technologieaktien-Experte, widerspricht der weit verbreiteten Bubble-Theorie entschieden. Seine Kernthese: Wenn alle von einer Blase reden, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht platzen. Denn anders als beim Dotcom-Crash Ende der 1990er Jahre sind die Erlöse der KI-Unternehmen heute bereits real vorhanden – und keine bloße Wette auf ferne Zukunftsgewinne.

Damals spekulierten Anleger auf Umsätze, die in drei bis zehn Jahren entstehen sollten. Heute ist die Situation grundlegend anders: KI-Technologie senkt bereits jetzt die Kosten in Unternehmen, reduziert den Personalbedarf und steigert die Gewinne spürbar. Die aktuellen Bewertungen befinden sich laut Meidorn auf einem durchaus normalen Niveau – und sind durch die jüngsten Abschläge sogar noch attraktiver geworden.

Neo-Cloud-Anbieter unter Druck: Pleiterisiko übertrieben?

Im Zentrum des Marktbebens standen sogenannte Neo-Cloud-Firmen wie CoreWeave, deren Kreditausfallversicherungen zuletzt deutlich teurer wurden – ein Signal für gestiegene Pleiteängste am Markt. CoreWeave steht mit rund 52 Milliarden Dollar Schulden einem Börsenwert von nur noch 34 Milliarden Dollar gegenüber.

Meidorn räumt ein, dass die enormen Investitionen in Rechenleistung – teils über Kredite finanziert – ein Risiko darstellen. Doch er relativiert: Der Großteil der Kosten werde durch langfristige Mietverträge mit Kunden gedeckt. CoreWeave verfügt zudem über einen Auftragsbestand von 104 Milliarden Dollar. Eine einfache Rechnung veranschaulicht die Wirtschaftlichkeit: Ein Megawatt Rechenleistung kostet rund 30 Millionen Dollar in der Installation, generiert aber zwischen 20 und 50 Millionen Dollar Mieteinnahmen pro Jahr – das Investment amortisiert sich also potenziell binnen eines Jahres.

Welche KI-Aktien jetzt besonders interessant sind

Für Anleger, die an den langfristigen KI-Boom glauben, sieht Meidorn die aktuellen Kursrückgänge als Einstiegsgelegenheit. Er nennt drei konkrete Werte:

  • Nvidia: Das KGV liegt trotz eines Gewinnwachstums von 70 Prozent bei nur noch rund 14 – so günstig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Selbst eine Kursverdopplung würde die Aktie laut Meidorn nicht teuer machen.
  • Micron Technology: Mit Kursabschlägen von rund 30 Prozent und einem KGV von etwa vier gilt Micron als extrem günstig bewertet. Die Kapazitäten sind bis Ende 2027 ausverkauft, für 2028 liegen bereits umfangreiche Aufträge vor.
  • Nebius: Der vertikal integrierte Neo-Cloud-Anbieter mit namhaften Kunden und rasantem Wachstum. Würde Nebius nur die bereits vorliegenden Aufträge bis 2030 abarbeiten, hätte die Aktie nach Meidorns Einschätzung Vervielfachungspotenzial.

Marktlage: DAX und Asien unter Druck

Am deutschen Aktienmarkt baute der DAX sein Minus am Montagvormittag auf rund 1,1 Prozent aus. Besonders unter Druck geriet der Rüstungs- und Luftfahrtsektor, der in der Vorwoche noch deutliche Gewinne verbucht hatte. Steigende Anleiherenditen belasteten zusätzlich.

Auch in Asien zeigte sich ein gemischtes Bild: Die technologielastige Börse in Japan gab nach, da Anleger gegenüber KI- und Halbleiteraktien weiter skeptisch blieben. Das Nachbeben der US-Schwäche ließ sich damit rund um den Globus spüren.

Insgesamt deuten die Signale auf eine Marktkorrektur hin, nicht auf einen strukturellen Zusammenbruch. Wer einen langen Anlagehorizont mitbringt und an die transformative Kraft von KI glaubt, findet laut Experten derzeit möglicherweise attraktive Einstiegskurse – auch wenn kurzfristig weitere Schwankungen nicht ausgeschlossen sind.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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