Tuesday, 20. October 2026
AfD

Schwerdtner: „Merz hat eigenen Laden nicht im Griff”

Linken-Politikerin Schwerdtner greift Friedrich Merz scharf an: Er lenke mit Berlin-Kritik von AfD-Affären in der CDU und sozialem Kahlschlag ab.

Redaktion · 20. October 2026, 11:20 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 20.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Linken-Politikerin Ines Schwerdtner hat Bundeskanzler Friedrich Merz in einem TV-Interview scharf attackiert. Merz lenke mit seiner Kritik an der Berliner Linken von eigenen Problemen ab – darunter mutmaßliche Absprachen von CDU-Abgeordneten mit der AfD in Sachsen-Anhalt und einem sozial blinden Regierungskurs auf Bundesebene. Die Debatte offenbart tiefe Risse im politischen Betrieb.

Merz als „unbeliebtester Kanzler aller Zeiten”

Schwerdtner zeichnet ein vernichtendes Bild des Kanzlers: Friedrich Merz beleitige die Menschen in Deutschland tagtäglich. Er werfe ihnen vor, zu wenig zu arbeiten, zu früh in Rente zu gehen und zu viel Freizeit zu haben.

Für Schwerdtner ist das kein Zufall, sondern politisches Kalkül. Merz versuche, Aufmerksamkeit von einem „eigenen Sozialkahlschlag” abzulenken, den er in der Bundesregierung betreibe. Statt sich um die realen Sorgen der Bevölkerung zu kümmern – steigende Mieten, Altersarmut, Arbeitsbedingungen –, inszeniere sich der Kanzler als Kritiker linker Stadtpolitik.

Die Einschätzung, Merz sei der unbeliebteste Kanzler aller Zeiten, untermauert Schwerdtner mit dessen öffentlichen Aussagen, die sie als fortlaufende Geringschätzung der Bevölkerung wertet.

AfD-Affäre in Sachsen-Anhalt als eigentlicher Skandal

Den eigentlichen Aufreger sieht Schwerdtner woanders: In Sachsen-Anhalt sollen CDU-Abgeordnete mutmaßlich einem AfD-Kandidaten für das Amt des Landtagspräsidenten zur Mehrheit verholfen haben. Dieser Vorgang, so Schwerdtner, sei das, wovon Merz mit seinem Berliner Angriff ablenken wolle.

Die Kritikpunkte im Überblick:

  • Mutmaßliche Mitwahlhilfe von CDU-Abgeordneten für einen AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt
  • Fehlende Kontrolle über die eigene Bundestagsfraktion
  • Sozialpolitischer Kurs, der Rentner und Arbeitnehmer belaste
  • Einmischung in die Berliner Koalitionspolitik statt Lösung eigener Parteiprobleme

Schwerdtner stellt die Frage, wie ein Kanzler, der seine eigenen Abgeordneten weder in den Ländern noch im Bundestag im Griff habe, anderen Regierungen Vorwürfe machen könne.

Berlin-Kritik: Mietenpolitik als Streitpunkt

Konkreter Auslöser der Auseinandersetzung ist die Berliner Mietenpolitik. Merz soll sich gegen eine Berliner Regierungskonstellation ausgesprochen haben, die bezahlbaren Wohnraum zum politischen Ziel erklärt. Schwerdtner hält das für absurd.

Der Kanzler erkläre den Berlinerinnen und Berlinern, dass sie keine Regierung verdient hätten, die Mieten bezahlbar mache – während auf Bundesebene sozialer Abbau betrieben werde. Für Schwerdtner ist das ein Widerspruch, der an Zynismus kaum zu überbieten sei.

Dass Merz gleichzeitig die Linke als Problem in Berlin darstelle, bezeichnet Schwerdtner als „vollkommen verrückt”. Die Einmischung des Kanzlers in Berliner Koalitionsfragen sei nur dann legitim, wenn er zuvor die eigene Fraktion diszipliniere.

Einordnung: Kontrollverlust als strukturelles Problem

Der Schlagabtausch zwischen Schwerdtner und dem Kanzler steht symptomatisch für eine breitere Debatte: Wie viel Kontrolle hat die Führung der Union über ihre eigenen Reihen – auf Bundesebene wie in den Ländern? Die Affäre in Sachsen-Anhalt ist nicht der erste Fall, in dem die Frage nach der Brandmauer zur AfD praktisch auf die Probe gestellt wird.

Ob Merz die internen Dissonanzen in der CDU/CSU mittelfristig eindämmen kann, wird auch darüber entscheiden, wie glaubwürdig seine Angriffe auf politische Gegner wahrgenommen werden. Die Auseinandersetzung dürfte in den kommenden Wochen weiter an Schärfe gewinnen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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