Tuesday, 20. October 2026
DAX

DAX unter Druck: Infineon, Vonovia und Siemens im Check

Infineon nähert sich der 50-Euro-Marke, Vonovia leidet unter Enteignungsplänen: Der DAX-Check analysiert die wichtigsten Aktien und Marktbewegungen vom 20. Oktober.

Redaktion · 20. October 2026, 08:40 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 20.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der DAX steht am 20. Oktober erneut unter Druck. Nach einem schwachen Vortag, der den deutschen Leitindex rund 300 Punkte auf 25.319 Zähler kostete, signalisieren vorbörsliche Indikationen weitere Verluste. Steigende Ölpreise, wachsende Inflations- und Zinssorgen sowie Schwäche im asiatischen Technologiesektor belasten die Stimmung. Der DAX-Check beleuchtet die wichtigsten Einzelwerte: Infineon, Munich Re, Nemetschek, Siemens, Symrise und Vonovia.

DAX-Chartbild: Wichtige Unterstützungszonen auf dem Prüfstand

Technisch bewegt sich der DAX in einer kritischen Zone. Die 200-Tage-Linie sowie die psychologisch bedeutsame Marke von 25.000 Punkten bilden eine Unterstützungszone, die im Tagesverlauf getestet werden könnte. Auf der Oberseite scheiterte der Index zuletzt an der 50-Tage-Linie bei rund 25.700 Punkten.

Ein nachhaltiger Ausbruch aus diesem Band – nach oben oder unten – dürfte neue Impulse liefern. Auf Schlusskursbasis liegt die untere Begrenzung bei etwa 24.800 Punkten. Solange dieser Bereich hält, ist die Lage angespannt, aber noch nicht kritisch.

Belastend wirken steigende Anleiherenditen: Die deutsche Bundesrendite notiert bei 3,4 Prozent, die US-Rendite kletterte auf 5,05 Prozent. Das schürt Sorgen über eine länger restriktive Geldpolitik.

Infineon und Siemens: Technologiewerte unter Verkaufsdruck

Infineon ist erneut unter die Unterstützung bei 54 Euro gefallen. Die nächste relevante Haltelinie liegt bei 50 Euro, darunter bei 48 Euro. Der Abwärtstrend im Halbleitersektor bleibt intakt – ein positives Signal fehlt bislang.

  • Unterstützung bei 50 Euro zuletzt kurzzeitig angetestet
  • Nächste Auffanglinie bei 48 Euro
  • Sentiment im Halbleitersektor bleibt schwierig

Auch Siemens enttäuscht: Die Aktie nähert sich der wichtigen Unterstützung bei 260 Euro. Positiv: Eine vertiefte Kooperation mit Nvidia im Bereich digitaler Zwillinge soll Produktionsanläufe beschleunigen. Zusätzlichen Rückenwind könnte ein starkes Quartalsergebnis des Konkurrenten ABB liefern, der seinen Umsatz um 14 Prozent und den Auftragseingang um 40 Prozent steigerte – im Rechenzentrumsbereich sogar dreistellig. Dennoch: Solange Siemens unterhalb von 260 Euro notiert, droht ein Verkaufssignal.

Munich Re, Nemetschek und Symrise mit positiven Signalen

Munich Re setzt den starken Trend der vergangenen Wochen fort. Seit Monatsbeginn legte die Aktie von rund 500 auf 545 Euro zu – ein Plus von über 9 Prozent. Der Ausbruch über die Marke von 530 Euro ist gelungen. Nächstes charttechnisches Ziel ist der Bereich um 570 Euro. Die Kombination aus stabiler Dividende, verlässlicher Gesamtrendite und einer vergleichsweise ruhigen Hurrikan-Saison macht Munich Re weiterhin attraktiv.

Bei Nemetschek bestätigte JP Morgan das Overweight-Rating mit einem Kursziel von 110 Euro. Aktuell notiert die Aktie bei rund 77 Euro – das entspricht einem Kurspotenzial von rund 45 Prozent. Der Ausbruch über das bisherige Hoch ist gelungen, der Weg in Richtung 83 Euro erscheint frei. Bis 90 Euro sollte die Aktie spätestens im neuen Jahr vorstoßen.

Symrise profitiert von positiven Quartalszahlen des Konkurrenten Givaudan, der am heutigen Tag seinen Kapitalmarkttag abhält. Die Aktie hat ihren Ausbruch aus einer charttechnischen Formation bestätigt und peilt nun die Zone zwischen 105 und 110 Euro an.

Vonovia: Enteignungspläne belasten den Immobilienkonzern massiv

Die schwerste Last trägt derzeit Vonovia. Der rot-rot-grüne Berliner Senat plant die Vergesellschaftung von bis zu 160.000 Wohnungen. Immobilienkonzerne sollen künftig maximal 3.000 Wohnungen halten dürfen. Die vorgesehene Entschädigung von insgesamt 16 Milliarden Euro soll Berichten zufolge unter dem Marktwert liegen.

Vonovia hält die geplante Maßnahme für rechtlich nicht haltbar und kündigt Widerstand an. Das entsprechende Gesetz ist frühestens für Mitte 2028 geplant, ein Beschluss für 2029. Die Unsicherheit allein reicht jedoch, um die Aktie zu belasten – zumal steigende Renditen den Immobiliensektor zusätzlich unter Druck setzen. Analystenkommentare schwanken zwischen Kurszielen von 14 und 26 Euro. Im langfristigen Chart rückt das Tief von rund 15,30 Euro in den Blickpunkt.

Der DAX-Check zeigt: Das Marktumfeld bleibt herausfordernd. Steigende Zinsen, geopolitische Unsicherheiten und regulatorische Eingriffe wie im Fall Vonovia erfordern von Anlegern derzeit besondere Wachsamkeit. Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen wie Munich Re oder Wachstumsperspektiven wie Nemetschek bieten in diesem Umfeld die robusteren Chancen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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