Dieses Video wurde am 05.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Bau des Fehmarnbelt-Tunnels hat einen entscheidenden Meilenstein erreicht: Am 5. Mai 2026 beginnen Ingenieure und Experten damit, das erste von insgesamt 89 Tunnelelementen auf dem Grund der Ostsee zu versenken. Das gigantische Bauprojekt verbindet die deutsche Insel Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland und soll künftig die Reisezeit auf der wichtigen Strecke zwischen Hamburg und Kopenhagen erheblich verkürzen.
Ein Tunnel auf dem Grund der Ostsee
Mit einer Gesamtlänge von 18 Kilometern wird der Fehmarnbelt-Tunnel einer der längsten Unterwassertunnel der Welt sein. Er ist für den Autos- und Zugverkehr ausgelegt und entsteht als sogenannter Absenktunnel: Vorgefertigte Betonelemente werden auf dem Meeresboden in einen eigens ausgehobenen Graben eingesetzt und anschließend versiegelt.
Das Projekt stellt eine feste Querung des Fehmarnbelts dar – einer Meeresenge, die Deutschland und Dänemark trennt. Bislang sind Reisende auf eine Fährverbindung angewiesen. Der neue Tunnel soll die Fahrtzeit zwischen den beiden Ländern drastisch reduzieren und die Verkehrsinfrastruktur in Nordeuropa nachhaltig stärken.
73.500 Tonnen schweres Element – Präzision auf den Millimeter
Das erste Tunnelelement, das nun abgesenkt wird, ist 217 Meter lang und wiegt rund 73.500 Tonnen. Ein eigens für dieses Projekt konstruiertes Spezialschiff transportiert das Bauteil zum unterirdischen Tunneleingang auf der Seite Lollands. Das Fahrzeug wurde speziell für diese Aufgabe entwickelt und war bis zu diesem Einsatz noch nie in der Praxis getestet worden.
Mithilfe von Sensoren, GPS und Radarsystemen wird das Element präzise in den ausgehobenen Meeresbodengraben abgesenkt und in ein vorgefertigtes Gegenstück eingesetzt. Der erlaubte Abweichungsspielraum beträgt dabei lediglich 3 Millimeter – eine außerordentliche technische Herausforderung.
- Länge eines Tunnelelements: 217 Meter
- Gewicht eines Elements: rund 73.500 Tonnen
- Gesamtzahl der Elemente: 89 Stück
- Maximale Abweichungstoleranz beim Einsetzen: 3 Millimeter
- Zeitbedarf pro Element: 24 Stunden Einbau, weitere 24 Stunden für Versiegelung und Verfüllung
Wetter und Strömung als größte Risikofaktoren
Die Wetterbedingungen spielen beim Absenken der Tunnelelemente eine entscheidende Rolle. Nicht nur starker Wind, sondern auch die Meeresströmung im Fehmarnbelt kann den Ablauf erheblich gefährden. Genau diese Faktoren haben bereits dazu geführt, dass der Beginn der Absenkarbeiten mehrfach verschoben werden musste.
Die Bauleitung betont, dass das erste Element eine besondere Bedeutung hat: Alle Arbeitsschritte wurden zwar jahrelang berechnet und geplant, dennoch ist jeder Handgriff beim ersten Einsatz eine Premiere für das gesamte Team. Die gewonnenen Erfahrungen sollen in die 88 weiteren Einsätze einfließen.
Fertigstellung noch Jahre entfernt
Bis alle 89 Tunnelelemente auf dem Grund der Ostsee platziert und versiegelt sind, werden voraussichtlich noch bis zu vier Jahre vergehen. Erst dann kann mit den abschließenden Ausbauarbeiten begonnen werden, bevor der Tunnel für den Verkehr freigegeben wird.
Der Fehmarnbelt-Tunnel gilt als eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Europas. Er soll nicht nur den Reiseverkehr zwischen Deutschland und Dänemark beschleunigen, sondern auch den Gütertransport auf der Schiene zwischen Skandinavien und Mitteleuropa langfristig effizienter gestalten. Mit dem erfolgreichen Absenken des ersten Elements ist nun der symbolisch wie technisch wichtigste Startschuss für die Hauptbauphase gefallen.
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