Dieses Video wurde am 26.08.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Eine von der NGO Campact erstellte Sperrliste mit 62 YouTube-Kanälen sorgt für Aufregung in der deutschen Medienlandschaft. Große Unternehmen wie DM und Edeka haben daraufhin angekündigt, bei den gelisteten Kanälen keine programmatische Werbung mehr zu schalten. Betroffen sind nach eigenen Angaben des Portals NIUS unter anderem die Kanäle NIUS News, Achtung Reichelt und Apollo News. Kritiker sehen darin einen gezielten Werbeboykott gegen neue Medien und einen Angriff auf die Pressefreiheit.
Werbeboykott durch Sperrliste: Was steckt dahinter?
Bei der sogenannten programmatischen Werbung handelt es sich um automatisiert ausgespielteAnzeigen, etwa auf YouTube. Werbetreibende Unternehmen können dabei festlegen, auf welchen Kanälen ihre Werbung nicht erscheinen soll – sogenannte Blacklists. Campact soll eine solche Liste mit 62 Kanälen zusammengestellt und an zahlreiche deutsche Unternehmen verschickt haben.
In dem Anschreiben soll laut NIUS sinngemäß gewarnt worden sein, wer weiterhin bei den gelisteten Kanälen werbe, unterstütze damit „Desinformation und Hass gegen Minderheiten”. Die betroffenen Unternehmen wurden aufgefordert, Stellung zu beziehen.
Campact bezeichnet sich selbst als zivilgesellschaftliche Kampagnenorganisation. Kritiker wie NIUS werfen der NGO vor, eine politisch motivierte Kampagne gegen konservative und rechte Medien zu betreiben und sich dabei der Wirtschaft als Hebel zu bedienen.
Reaktionen von DM und Edeka
Sowohl DM als auch Edeka haben ihre Teilnahme an der Sperrliste bestätigt, betonen dabei jedoch unterschiedliche Standpunkte. DM erklärte in einem Statement:
- Man nehme an „keiner Kampagne teil”, sondern habe lediglich auf einen „Hinweis zur Ausspielung” reagiert.
- Ziel sei es, nicht in einem Umfeld zu werben, das „Hassrede, Diskriminierung, Gewalt, Extremismus, Falschinformationen oder Verschwörungstheorien” verbreite.
- DM verstehe sich nicht als „parteipolitischer Akteur”.
Bemerkenswert ist dabei, dass DM-Chef Christoph Werner erst kürzlich in der ZDF-Sendung Markus Lanz öffentlich erklärt hatte, er lasse sich nicht von aktivistischen Organisationen unter Druck setzen. Die nun vollzogene Entscheidung seines Unternehmens wird von NIUS als Widerspruch zu dieser Aussage gewertet.
Edeka war bereits 2024 in die Kritik geraten, als der Konzern ganzseitige Anzeigen in der FAZ und der Zeit unter dem Titel „Warum Blau bei Edeka nicht zur Wahl steht” schaltete – eine offenkundige Anti-AfD-Kampagne. Nach öffentlichem Druck und internen Protesten der selbstständigen Kaufleute entschuldigte sich die Unternehmensführung damals.
Pressefreiheit und wirtschaftliche Existenz
Im Kern des Streits steht die Frage, ob koordinierte Werbeentzugsaktionen gegenüber bestimmten Medien mit dem Grundsatz der Pressefreiheit vereinbar sind. Für unabhängige Online-Medien und YouTuber, die nicht durch Rundfunkbeiträge finanziert werden, sind Werbeeinnahmen eine zentrale Einnahmequelle. Ein flächendeckender Entzug von Werbegeldern kann für kleinere Anbieter existenzbedrohend sein.
NIUS wirft Campact vor, genau dieses Ziel zu verfolgen: die finanzielle Austrocknung unliebsamer Medien. Die Einordnung der betroffenen Kanäle durch Campact – darunter Kategorien wie „AfD-nah” oder „rechtsextrem” – wird von den Betroffenen als willkürlich und politisch motiviert zurückgewiesen.
Rechtlich ist das Vorgehen vielschichtig: Unternehmen haben grundsätzlich die Freiheit zu entscheiden, wo sie Werbung schalten. Ob koordinierte Boykottaufrufe durch eine NGO wettbewerbsrechtliche Grenzen berühren, ist juristisch bislang nicht abschließend geklärt.
Folgen für Verbraucher und Unternehmen
Die Debatte hat bereits eine spürbare öffentliche Resonanz ausgelöst. Zahlreiche Nutzer sozialer Medien kündigten an, ihre Einkaufsgewohnheiten bei DM und Edeka zu überdenken. Angesichts der Reichweite der betroffenen YouTube-Kanäle – NIUS schätzt deren kombiniertes Publikum auf bis zu 20 bis 30 Millionen Personen – könnte der Schritt der Unternehmen eine unternehmerisch riskante Entscheidung darstellen.
Ob der Werbeboykott tatsächlich die gewünschte Wirkung entfaltet oder ob er vor allem das Vertrauen eines Teils der Stammkundschaft der beteiligten Unternehmen beschädigt, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Diskussion um die Grenzen zwischen legitimer Markenpflege und politisch motiviertem Eingriff in die Medienfinanzierung ist damit neu entfacht.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


