Dieses Video wurde am 04.05.2026 von DER SPIEGEL auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Auf die Plätze, fertig, schlafen: In Seoul, der Hauptstadt Südkoreas, sind 170 Menschen zusammengekommen, um gemeinsam zu nappen – und das im Wettbewerb. Das Schlaf-Turnier findet bereits zum dritten Mal statt und ist weit mehr als ein kurioses Spektakel. Es steht für ein ernstes gesellschaftliches Problem: chronischer Schlafmangel in einem der am stärksten überarbeiteten Länder der Welt.
Wie das Schlaf-Turnier funktioniert
Die Regeln des Powernap-Wettbewerbs sind so einfach wie ungewöhnlich: Wer am längsten und am entspanntesten schläft, gewinnt. Während die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihren Matten liegen, gehen Prüfer regelmäßig durch die Reihen und kontrollieren, ob wirklich geschlafen wird. Dabei messen sie auch die Herzfrequenz der Schlafenden – ein objektiver Indikator für echte Entspannung.
Ein weiteres Element des Events ist die Kleidung: Bequeme oder dem Anlass entsprechende Kostüme sind ausdrücklich erwünscht. Das sorgt für bunte Vielfalt unter den Teilnehmenden.
Koala-Kostüm und Chosun-König: Die Teilnehmer und ihre Geschichten
Die Motivation der Teilnehmenden ist oft sehr persönlich. Eine Frau erschien als Koala verkleidet – in Anlehnung an das australische Beuteltier, das für seinen besonders tiefen Schlaf bekannt ist. Sie hofft, sich durch das Kostüm ein wenig von dessen sprichwörtlicher Schlaf-Magie zu leihen, da sie selbst Probleme hat einzuschlafen und leicht aufwacht.
Ein Student kam als König der Joseon-Dynastie verkleidet. Seine Begründung ist symptomatisch für viele junge Südkoreaner: An guten Tagen kommt er nur auf drei bis vier Stunden Schlaf, weil Studium und Lernen seinen Alltag dominieren. Das Turnier sieht er als Gelegenheit, seine lange vernachlässigten Schlaf-Fähigkeiten endlich unter Beweis zu stellen.
Südkorea und das Problem des Schlafmangels
Der spielerische Rahmen des Events täuscht nicht über seinen ernsten Hintergrund hinweg. Südkorea zählt zu den Ländern mit den längsten Arbeitszeiten weltweit und belegt regelmäßig Spitzenpositionen beim chronischen Schlafentzug. Studien zeigen, dass viele Südkoreaner deutlich weniger schlafen als international empfohlen.
- Südkorea gehört zu den Ländern mit den wenigsten Schlafstunden pro Nacht weltweit.
- Besonders Studierende und Berufstätige berichten von dauerhaftem Schlafmangel.
- Überstunden und hoher Leistungsdruck gelten als Hauptursachen.
- Gesundheitliche Folgen wie Erschöpfung und Konzentrationsprobleme sind weit verbreitet.
Das Powernap-Turnier in Seoul wird nicht von einem privaten Veranstalter, sondern von der Stadtverwaltung Seoul selbst organisiert. Das Ziel ist klar: Ruhe und Entspannung sollen bei den Bürgerinnen und Bürgern stärker in den Fokus rücken und gesellschaftlich normalisiert werden.
Schlafen als Statement – und Ausblick
Was auf den ersten Blick wie eine skurrile Freizeitveranstaltung wirkt, ist in Wahrheit ein bewusstes Signal der Stadtpolitik. Indem Seoul das gemeinsame Schlafen zu einem Wettbewerb macht, rückt es ein Grundbedürfnis ins öffentliche Bewusstsein, das im Alltag vieler Menschen zu kurz kommt.
Ob der Ansatz langfristig etwas an der Schlafkultur in Südkorea verändert, bleibt abzuwarten. Doch die wachsende Teilnehmerzahl und die mediale Aufmerksamkeit zeigen: Das Thema trifft einen Nerv. Das Schlaf-Turnier findet inzwischen zum dritten Mal statt – und die Nachfrage scheint ungebrochen. Vielleicht ist der erste Schritt zu mehr Erholung tatsächlich der, Schlaf wieder ernst zu nehmen – egal ob im Koala-Kostüm oder im Königsgewand.
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