Trump will UFC-Chef als Pressesprecher im Weißen Haus
Trump erwägt UFC-Chef Dana White als Pressesprecher im Weißen Haus – und will gleich mehrere Kampfsportler als Assistenten. Was hinter dem Plan steckt.
Dieses Video wurde am 08.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Posten des Pressesprechers im Weißen Haus ist weiterhin unbesetzt – und US-Präsident Donald Trump hat nun einen höchst ungewöhnlichen Kandidaten ins Gespräch gebracht: Dana White, Chef der Ultimate Fighting Championship (UFC) und einer der bekanntesten Kampfsportpromoter der Welt. Trump bezeichnete White öffentlich als „gewalttätigen Kämpfer und Krieger” – und meint das offenbar als Kompliment. Ein Treffen der beiden soll bereits kurzfristig stattfinden.
Dana White: Vom Kampfsportpromoter zum potenziellen Pressesprecher
Dana White ist seit Jahrzehnten das Gesicht der UFC, der weltweit größten Organisation für Mixed Martial Arts. Als Geschäftsmann und Promoter hat er die Kampfsportszene maßgeblich geprägt und ist für seinen direkten, oft provokanten Kommunikationsstil bekannt – eine Eigenschaft, die Trump offenbar schätzt.
Trump und White verbindet eine langjährige persönliche Freundschaft. White unterstützte den Ex- und erneuten Präsidenten öffentlich und trat auf politischen Veranstaltungen für ihn auf. Nun soll aus dieser Freundschaft eine offizielle Zusammenarbeit werden – zumindest, wenn es nach Trump geht.
Ein konkretes Treffen zwischen Trump und White ist für den Folgetag der Ankündigung geplant. Ob White das Angebot annehmen würde, ist bislang nicht bekannt.
UFC-Kämpfer als Assistenten im Weißen Haus
Doch Trumps Plan geht noch weiter: Der Präsident äußerte auf seiner Plattform Truth Social den Wunsch, gleich mehrere UFC-Kämpfer als Assistenten im Weißen Haus einzusetzen. Seine Begründung formulierte er in gewohnt kämpferischer Rhetorik:
- Trump bezeichnete die potenziellen Mitarbeiter als „Krieger”, die das Land schützen sollen.
- Er schrieb wörtlich: „Wir brauchen diese Leute, um uns gegen die verrückte Linke zu verteidigen.”
- Die Ankündigung erfolgte öffentlich über Truth Social – ohne vorherige offizielle Mitteilung des Weißen Hauses.
Der Post unterstreicht Trumps Strategie, politische Kommunikation als Konfrontation zu inszenieren und dabei auf Persönlichkeiten aus dem Unterhaltungs- und Sportbereich zu setzen.
Politische Einordnung: Symbol oder ernsthafte Personalpolitik?
Kritiker sehen in dem Vorstoß vor allem einen weiteren Kommunikations-Coup Trumps, der politische Debatten durch provokante Personalideen dominiert. Tatsächlich ist der Posten des Pressesprechers eine der einflussreichsten Rollen in der US-Regierung: Der oder die Pressesprecherin tritt täglich vor die Weltpresse und vertritt die offizielle Linie des Präsidenten.
Die Besetzung mit einer Person aus dem Kampfsportmilieu wäre historisch beispiellos. Bisherige Pressesprecher kamen in der Regel aus Journalismus, Politikberatung oder dem Kommunikationsbereich.
Ob Trumps Äußerungen als konkreter Personalvorschlag oder als rhetorisches Signal zu verstehen sind, bleibt offen. In der Vergangenheit hat Trump wiederholt Personalentscheidungen über soziale Medien angekündigt, die anschließend tatsächlich umgesetzt wurden.
Ausblick: Entscheidung steht noch aus
Das geplante Treffen zwischen Trump und Dana White dürfte Aufschluss darüber geben, wie ernst der Präsident seinen eigenen Vorschlag nimmt. Die Vakanz im Weißen Haus erzeugt intern und extern Druck, da eine offizielle Kommunikationsstruktur für die Regierungsarbeit unverzichtbar ist.
Sollte White tatsächlich als Pressesprecher nominiert werden, wäre dies ein weiteres Zeichen dafür, dass Trump die Grenzen zwischen Unterhaltung, Sport und Politik weiter auflöst – bewusst und mit kalkulierter Öffentlichkeitswirkung. Die politische Reaktion in Washington und international dürfte nicht lange auf sich warten lassen.
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