Ukraine-Drohnen über Moskau: Putins Parade geschwächt

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Dieses Video wurde am 04.05.2026 von DW auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ukrainische Drohnen haben drei Nächte in Folge Ziele in Moskau getroffen und damit die russische Luftverteidigung unter massiven Druck gesetzt. Ein Angriff traf ein Hochhaus im Stadtzentrum – nur sechs Kilometer vom Kreml entfernt, in einem Viertel, das als Wohnort vieler russischer Eliten gilt. Verletzte gab es nicht, doch der politische Schaden ist erheblich: Der Ukraine-Drohnenangriff auf Moskau zwingt Russland, seine Siegesparade am 9. Mai erheblich zu reduzieren. Präsident Wolodymyr Selenskyj wertet dies als Zeichen wachsender russischer Schwäche.

Drohnenangriffe legen Schwächen der russischen Luftabwehr bloß

Der Moskauer Bürgermeister bestätigte, dass die russischen Verteidigungssysteme in der fraglichen Nacht insgesamt zwei Drohnen abfingen – ein Großteil erreichte jedoch sein Ziel. Russische Staatsmedien und sogar hochrangige Militäroffiziere räumten ein, dass die Bekämpfung ukrainischer Drohnen eine außerordentlich komplexe Aufgabe für die russische Luftabwehr darstellt.

Die Reichweite ukrainischer Angriffe wächst stetig. Zuletzt gelang es Kyjiw, Ziele in der Ural-Region zu treffen – Tausende Kilometer von der Frontlinie entfernt. In der Krasnodar-Region zerstörten Drohnen Ölinfrastruktur und lösten nach russischen Angaben eine schwere Umweltkatastrophe aus. Moskau bezeichnet die Angriffe offiziell als Terrorakte, ist jedoch offenbar nicht in der Lage, sie wirksam zu verhindern.

Siegesparade am 9. Mai wird deutlich abgespeckt

Die jährliche Siegesparade zum Gedenken an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg findet in diesem Jahr in stark reduzierter Form statt. Schweres Militärgerät wird nicht gezeigt. Selenskyj, der beim Treffen europäischer Staats- und Regierungschefs in Jerewan sprach, bezeichnete diesen Schritt als klaren Beleg dafür, dass Russland ukrainische Drohnenangriffe auf die Veranstaltung fürchtet.

Zu den Konsequenzen der Drohnenbedrohung zählen:

  • Kompletter Verzicht auf die Präsentation schwerer Kriegswaffen bei der Parade
  • Wiederholte Abschaltungen des mobilen Internets in Moskau aus angeblichen Sicherheitsgründen
  • Wachsende öffentliche Unzufriedenheit über Internetrestriktionen und wirtschaftliche Einschränkungen
  • Sinkende Zustimmungswerte für Präsident Putin

Putins Zustimmungswerte sinken erstmals deutlich

Laut Analysten ist Putins Zustimmungsrate in den vergangenen Wochen um rund zehn Prozentpunkte gefallen und liegt nun bei etwa 65 Prozent. Zwar wäre dies für jeden westeuropäischen Regierungschef ein komfortabler Wert, doch handelt es sich um den ersten nennenswerten Rückgang seit Beginn der umfassenden Invasion der Ukraine vor mehr als vier Jahren.

Russische Bürger sind zunehmend unzufrieden – über höhere Steuern, strenge Internetkontrollen und die wirtschaftlichen Folgen der internationalen Isolation. Die Unruhe kommt politisch ungelegen: Im Herbst stehen Parlamentswahlen an, und der Kreml dürfte versuchen, die Popularitätswerte des Präsidenten bis dahin wieder zu steigern.

Friedensgespräche zwischen Russland und Ukraine weiter blockiert

Selenskyj rief die europäischen Verbündeten in Jerewan auf, den Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten. Er erklärte, der Sommer 2025 werde der entscheidende Moment sein, in dem Putin zwischen einer Ausweitung des Krieges oder dem Weg zur Diplomatie wählen müsse.

Doch aus Moskau kommen kaum Signale der Gesprächsbereitschaft. Russische Offizielle betonen öffentlich, mit der Lage an der Front zufrieden zu sein. Erschwerend kommt hinzu, dass zentrale US-Vermittler wie Jared Kushner und Steve Witkoff derzeit mit den Atomverhandlungen zwischen Washington und Teheran beschäftigt sind. Sowohl Kyjiw als auch Moskau warten offenbar darauf, dass Washington seine Vermittlerrolle wieder aufnimmt – ohne dieses Engagement sind die Friedensgespräche vorerst festgefahren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DW). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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