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VW-Rückruf: 3 Millionen Fahrzeuge weltweit betroffen

Volkswagen ruft weltweit fast 3 Millionen Fahrzeuge zurück – ein korrosionsanfälliges Bauteil kann zum Lenkungsausfall führen. Was Halter jetzt wissen müssen.

Redaktion · 26. September 2026, 08:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 26.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Volkswagen ruft weltweit knapp 3 Millionen Fahrzeuge zurück. Auslöser ist eine potenziell korrosionsanfällige Schraube in der Lenkung, die im schlimmsten Fall zu einem vollständigen Lenkungsausfall führen kann. Allein in Deutschland sind rund eine Million Halter betroffen. Obwohl das fehlerhafte Bauteil vergleichsweise klein ist, reicht das Problem bis ins Modelljahr 2013 zurück – und stellt den Wolfsburger Konzern in einer ohnehin schwierigen Phase vor erneute Schlagzeilen.

Ein kleines Bauteil mit großer Wirkung

Im Mittelpunkt des VW-Rückrufs steht eine einzige Schraube im Lenksystem. Ist sie nicht ausreichend korrosionsgeschützt, kann sie über die Jahre hinweg so stark verschleißen, dass die Lenkung des Fahrzeugs versagt. Laut Volkswagen tritt das Problem bei maximal 1 Prozent der betroffenen Fahrzeuge auf – bei einer Gesamtzahl von fast drei Millionen Wagen entspricht das jedoch einer potenziell fünfstelligen Zahl gefährlicher Fälle.

Bisher sind keine sicherheitsrelevanten Unfälle infolge des Defekts bekannt. Dennoch stuft das zuständige Kraftfahrt-Bundesamt den Rückruf als ernst ein und wird den Fortschritt der Reparaturen engmaschig beobachten.

Die betroffenen Modelle stammen aus einem langen Produktionszeitraum: Fahrzeuge, die ab 2013 gebaut wurden, können betroffen sein – ein Hinweis darauf, dass die Qualitätskontrolle des Zulieferers über viele Jahre nicht angeschlagen hat.

Wie konnte der Fehler so lange unentdeckt bleiben?

Dass ein sicherheitsrelevanter Mangel über mehr als ein Jahrzehnt unbemerkt bleibt, wirft Fragen zur Qualitätssicherung auf. Experten sehen die Ursache in erster Linie beim Zulieferer: Wenn von hundert Schrauben nur eine nicht die vorgeschriebene Korrosionsbeständigkeit erreicht, fällt dies in regulären Stichprobenkontrollen leicht durch das Raster.

Hinzu kommt, dass sich Korrosionsschäden oft erst nach vielen Betriebsjahren zeigen – also genau dann, wenn Fahrzeuge bereits weit außerhalb der üblichen Gewährleistungsfristen sind. Eigentlich sollten solche Abweichungen in den Qualitätskontrollen auffallen; in der Praxis gelingt das jedoch nicht immer, wie der aktuelle Fall zeigt.

Was Halter jetzt tun sollten

Volkswagen hat angekündigt, betroffene Fahrzeughalter in den kommenden Wochen schriftlich zu informieren. Nach Erhalt des Briefes empfiehlt es sich, umgehend einen Werkstatttermin zu vereinbaren. Eine gesetzlich festgesetzte Frist gibt es bislang nicht, der Austausch der Schraube soll jedoch so schnell wie möglich erfolgen.

  • Brief von VW abwarten und die angegebene Fahrzeugidentifikationsnummer prüfen
  • Zeitnah Kontakt mit einer autorisierten VW-Werkstatt aufnehmen
  • Reparatur ist kostenlos – der Austausch der Schraube geht schnell
  • Das Kraftfahrt-Bundesamt überwacht die Abwicklung des Rückrufs
  • Bis zur Reparatur auf auffällige Veränderungen beim Lenken achten

Die eigentliche Reparatur gilt als unkompliziert: Da lediglich ein einzelnes Bauteil getauscht werden muss, ist die Werkstattzeit deutlich kürzer als bei aufwendigeren Rückrufaktionen – etwa dem früheren Airbag-Rückruf, der Millionen von Fahrzeugen und zahlreiche Zulieferer gleichzeitig betraf.

Wirtschaftliche Folgen und das angeschlagene VW-Image

Analysten erwarten keine gravierenden finanziellen Auswirkungen auf den Volkswagen-Konzern. Rückrufe gehören für Automobilhersteller zum Alltag und sind an der Börse in der Regel bereits eingepreist. Da es sich um ein günstiges Ersatzteil handelt, halten sich die direkten Kosten in Grenzen.

Für das Konzernimage kommt der Rückruf jedoch zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: VW kämpft seit Monaten mit den Folgen seiner Stellenabbau-Pläne und einem schwierigen Marktumfeld. Gleichzeitig gibt es positive Signale: Für den neuen elektrischen VW Polo sollen die Wartezeiten bereits bei rund einem Jahr liegen – ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage im Massenmarktsegment trotz aller Turbulenzen stabil bleibt.

Insgesamt zeichnet sich bei Volkswagen damit ein gemischtes Bild ab: Der Rückruf ist beherrschbar, doch er kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern dringend auf gute Nachrichten angewiesen wäre. Ob die Wolfsburger die Trendwende schaffen, dürfte sich in den kommenden Quartalen entscheiden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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