Sunday, 27. September 2026
CDU

Wulff bekräftigt: „Islam gehört zu Deutschland”

Ex-Bundespräsident Christian Wulff bekräftigt seine umstrittene Aussage: Der Islam gehöre zu Deutschland. Gegenüber Domradio wirbt der CDU-Politiker für mehr Dialog.

Redaktion · 26. September 2026, 20:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 26.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Altbundespräsident Christian Wulff hält an seiner viel diskutierten These fest: Der Islam gehört zu Deutschland. In einem Interview mit dem katholischen Domradio erklärte der CDU-Politiker, er würde diese Aussage auch heute unverändert wiederholen. Angesichts von mehr als sechs Millionen Muslimen, die in Deutschland leben, plädiert Wulff für ein respektvolles Miteinander und einen vertieften Dialog zwischen den Religionen.

Eine Aussage mit langer Geschichte

Wulffs Satz „Der Islam gehört zu Deutschland” ist eine der meistdiskutierten politischen Aussagen der vergangenen Jahrzehnte. Erstmals prägte Wulff diesen Satz in seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit im Jahr 2010 – damals noch als Bundespräsident. Die Formulierung löste sofort eine breite gesellschaftliche und politische Debatte aus, die bis heute anhält.

Befürworter sehen darin eine längst überfällige Anerkennung der gesellschaftlichen Realität. Kritiker hingegen werfen dieser Position vor, kulturelle Unterschiede zu verharmlosen oder islamistischen Strömungen indirekt Vorschub zu leisten. Wulff selbst hat diese Kritik stets zurückgewiesen.

Wulffs Argument: Realität der sechs Millionen Muslime

Im Interview mit dem Domradio stützt Wulff seine Position auf eine nüchterne demografische Bestandsaufnahme. Mehr als sechs Millionen Muslime leben heute in Deutschland – viele von ihnen in zweiter oder dritter Generation, als deutsche Staatsangehörige, als Nachbarn, Kollegen und Mitbürger.

Für Wulff ist dies kein ideologisches Statement, sondern eine Beschreibung gesellschaftlicher Wirklichkeit. Sein Appell richtet sich an alle gesellschaftlichen Gruppen:

  • Respekt gegenüber Menschen unterschiedlicher Glaubenszugehörigkeit
  • Offener interreligiöser Dialog zwischen Christentum, Islam und anderen Religionen
  • Anerkennung des muslimischen Beitrags zum gesellschaftlichen Leben in Deutschland
  • Überwindung von Vorurteilen auf allen Seiten

Der CDU-Politiker betont dabei, dass ein solcher Dialog keine einseitige Anpassung bedeute, sondern auf gegenseitiger Achtung beruhen müsse.

Politische Reaktionen und gesellschaftliche Debatte

Wulffs erneute Bekräftigung seiner These fällt in eine Zeit, in der die Integrationsdebatte in Deutschland wieder an Schärfe gewonnen hat. Fragen rund um Migration, kulturelle Identität und den Platz des Islams in einer säkularen Gesellschaft stehen erneut im Mittelpunkt politischer Auseinandersetzungen.

Innerhalb der CDU ist Wulffs Position nicht unumstritten. Konservative Teile der Partei pochen stärker auf die christlich-abendländische Prägung Deutschlands und sehen in Formulierungen wie der Wulffs eine Verwässerung kultureller Werte. Andere Stimmen in der Union hingegen unterstützen den Kurs des Dialogs und der Offenheit.

Auch in der Zivilgesellschaft gehen die Meinungen weit auseinander: Während Religionsverbände und Integrationsorganisationen Wulffs Haltung begrüßen, sehen Islamkritiker und Teile der Bevölkerung die Aussage als zu undifferenziert an.

Ausblick: Dialog als gesellschaftliche Aufgabe

Unabhängig von der politischen Bewertung seiner These macht Wulff deutlich, dass die Frage nach dem Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen in Deutschland eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe bleibt. Mit Blick auf eine zunehmend diverse Gesellschaft dürfte die Debatte über Integration, Zugehörigkeit und gemeinsame Werte auch in den kommenden Jahren nicht verstummen. Wulffs Intervention zeigt, dass solche Grundsatzfragen immer wieder neu verhandelt werden – und dass frühere Aussagen politischer Akteure dabei als Bezugspunkt dienen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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