Zuckersteuer 2026: Auch Cola Zero und Haferdrinks werden teurer

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Dieses Video wurde am 24.08.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die geplante Zuckersteuer der Bundesregierung trifft deutlich mehr Produkte als ursprünglich angekündigt. Neben klassischen Softdrinks sollen künftig auch zuckerfreie Alternativen wie Cola Zero, Biermischgetränke wie Radler und Grapefruit-Bier sowie pflanzliche Milchersatzprodukte wie Hafer-, Soja- und Mandelmilch mit einem Aufschlag belegt werden. Kritiker werfen der Regierung vor, unter dem Deckmantel der Gesundheitspolitik vor allem Haushaltslöcher zu stopfen — und das belegen interne Gesprächsnotizen aus dem Kanzleramt.

Was die Zuckersteuer tatsächlich erfasst

Ursprünglich war von einer Abgabe auf Softdrinks die Rede. Inzwischen hat sich das Vorhaben grundlegend verändert: Besteuert werden sollen alle Getränke mit einem Zuckergehalt von mehr als 4,5 Prozent — und zusätzlich alle mit Süßstoffen versetzten Getränke, unabhängig vom Zuckergehalt. Ausgenommen bleiben lediglich 100-Prozent-Fruchtsäfte und reine Kuhmilch.

Das bedeutet in der Praxis: Auch Bionade, Fruchttees, Brausepulver, Biermischgetränke und sämtliche Pflanzendrinks fallen unter die neue Abgabe. Produkte, die bewusst auf Zucker verzichten und stattdessen Süßstoffe einsetzen, werden genauso besteuert wie zuckerhaltige Getränke.

  • Cola original: Preisanstieg von 1,11 € auf rund 1,68 € pro Liter
  • Cola Zero: Preisanstieg von 0,99 € auf rund 1,38 € pro Liter (+39 Cent)
  • Hafer-, Soja- und Mandelmilch: ebenfalls betroffen
  • Radler, Grapefruit- und Zitronenbier: erfasst, da bisher nur über Alkoholsteuer geregelt
  • Brausepulver und granulierte Fruchttees: fallen unter die neue Steuer

Hinzu kommt ein Doppeleffekt bei der Mehrwertsteuer: Da die Zuckersteuer auf den Nettopreis aufgeschlagen wird, bevor die Mehrwertsteuer berechnet wird, erhöht sich die Steuerlast zweifach.

Von der Abgabe zur allgemeinen Steuer — ein Versprechen gebrochen

Beim Koalitionsgipfel Mitte Juni hatten die Regierungsparteien vereinbart, zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung eine zweckgebundene Zuckerabgabe einzuführen. Eine Abgabe ist rechtlich zweckgebunden — die Einnahmen hätten direkt in die Krankenkassen fließen müssen, ohne den Umweg über den allgemeinen Haushalt.

Daraus wurde nichts. Offenbar erwies sich das Modell einer Abgabe als rechtlich schwierig umsetzbar. Stattdessen plant die Regierung nun eine allgemeine Steuer, deren Einnahmen in den Gesamthaushalt fließen. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte noch im Mai in einem Interview betont, es handele sich ausdrücklich um eine Abgabe — nicht um eine Steuer. Das Gegenteil ist nun der Fall.

Sollte das Gesetz in dieser Form zum 1. Juli 2026 in Kraft treten, kämen gleich drei neue Abgaben auf die Bürger zu: eine Plastiksteuer, eine Kryptosteuer und eben die Zuckersteuer — von einer Partei, die im Wahlkampf Steuererhöhungen ausgeschlossen hatte.

Haushalt statt Gesundheit — was interne Papiere zeigen

Interne Gesprächsnotizen aus einer Beratungsrunde mit Vertretern des Bundeskanzleramts, des Gesundheits-, Finanz- und Agrarministeriums belegen nach Recherchen, dass das Motiv hinter der Ausweitung der Steuer fiskalischer Natur ist. Vertreter des Bundesfinanzministeriums sollen demnach klar geäußert haben, man wolle niedrigere Schwellenwerte ansetzen, die Steuer auf weitere Produktgruppen ausweiten und auch Süßstoffe einbeziehen — um höhere Einnahmen zu erzielen. Auch das Kanzleramt habe eingeräumt, das Vorhaben sei „eher haushaltsgetrieben als gesundheitsgetrieben”.

Mediziner wie Professor Bigalke vom Deutschen Herzzentrum an der Charité sehen in der Maßnahme eine „Büchse der Pandora”: In keinem der mehr als 100 Länder, die eine Zuckersteuer eingeführt haben, sei ein signifikanter Effekt auf Adipositas nachgewiesen worden. In Großbritannien etwa senkten Hersteller nach Einführung der Steuer den Zuckergehalt — und ersetzten ihn durch Süßstoffe. Dass Deutschland nun genau diese Süßstoffe ebenfalls besteuert, macht das gesundheitspolitische Argument vollends unglaubwürdig.

Besonders betroffen: Diabetiker und bewusste Verbraucher

Für Menschen, die aus medizinischen Gründen auf Zucker verzichten — etwa Diabetiker — ist die Ausweitung auf zuckerfreie und mit Süßstoffen versehene Produkte besonders belastend. Getränke wie zuckerfreie Limonaden oder bestimmte Saftschorlen, die bisher eine bezahlbare Alternative darstellten, werden durch die neue Steuer teurer, ohne dass die Betroffenen eine gesündere Wahl treffen könnten.

Gesundheitsdaten zeigen zwar durchaus Handlungsbedarf: Deutsche Männer konsumieren im Schnitt 78 Gramm Zucker pro Tag, Frauen 61 Gramm — die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt maximal 50 Gramm, idealerweise unter 25 Gramm. Dennoch hat sich der Anteil übergewichtiger Erwachsener in den vergangenen 20 Jahren kaum verändert. Ob eine Verbrauchssteuer dieses strukturelle Problem löst, bleibt höchst fraglich.

Kritiker fordern stattdessen gezielte Aufklärungskampagnen und eine Senkung der Mehrwertsteuer auf nachweislich gesunde Lebensmittel. Eine Verbrauchssteuer, die staatliche Einnahmen sichern soll, habe systemisch kein Interesse daran, dass Verbraucher weniger kaufen — sonst sinken die Steuereinnahmen. Dieser Widerspruch liegt dem gesamten Konzept zugrunde und dürfte die politische Debatte rund um die Zuckersteuer in den kommenden Wochen weiter anheizen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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