Friday, 23. October 2026
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Amy Acton

US-Wahlkampf: Schmutzkampagne erschüttert Ohio

Vivek Ramaswamy setzt im Ohio-Wahlkampf auf einen umstrittenen TV-Spot gegen Amy Acton – und erntet massive Kritik aus den eigenen Reihen. Was steckt dahinter?

Redaktion · 23. October 2026, 07:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 23.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der US-Wahlkampf hat in Ohio einen neuen Tiefpunkt erreicht. Der republikanische Gouverneurskandidat Vivek Ramaswamy ließ die Mutter seiner demokratischen Konkurrentin Amy Acton in einem bezahlten TV-Werbespot auftreten – mit dem Ziel, die eigene Tochter zu diskreditieren. Die Aktion löste parteiübergreifende Empörung aus und könnte die Chancen der Republikaner bei den bevorstehenden Midterm-Wahlen am 3. November erheblich belasten.

Ein Werbespot mit erschütterndem Hintergrund

Amy Acton hat seit fast 48 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter. Der Grund: Der Frau wurde das Sorgerecht entzogen, nachdem der Stiefvater Acton als Zwölfjährige wiederholt missbraucht haben soll. Trotzdem leugnet die Mutter die Vorwürfe bis heute – und genau dieser Umstand wurde von Ramaswamys Wahlkampfteam instrumentalisiert.

Im Spot ist die Mutter zu sehen, die sagt: „Meine Tochter ist eine Lügnerin. Sie sollte nicht Gouverneurin werden.” Ein Satz, der bundesweit für Entsetzen sorgte. Acton selbst bezeichnete den Clip in einer Radioshow als „schrecklich” und warf ihrem Kontrahenten vor, politisches Kapital aus ihrem persönlichen Trauma zu schlagen.

Ramaswamy investierte rund 4 Millionen Dollar in die Werbekampagne und verteidigte den Spot zunächst trotzig: Er behauptete, Acton sei „wiederholt unehrlich” gewesen.

Kritik aus den eigenen Reihen – auch an J.D. Vance

Die Reaktionen innerhalb der Republikanischen Partei fielen ungewöhnlich scharf aus. Der amtierende Gouverneur von Ohio forderte, den Spot sofort aus dem Programm zu nehmen. Auch die frühere Präsidentschaftskandidatin Nikki Haley, die wie Ramaswamy 2024 um die republikanische Nominierung gekämpft hatte, distanzierte sich deutlich: „Er ist ein schlechter Kerl”, kommentierte sie das Vorgehen ihres Parteikollegen.

Besonders brisant: Vizepräsident J.D. Vance stellte sich hinter den Spot. Er gab an, sich mehr darüber zu ärgern, dass Republikaner über den Clip „jammern”, als über das, was die Demokraten mit dem Land anstellten. Diese Haltung brachte Vance selbst in die Kritik. Die Republikanerin Nancy Mace aus South Carolina warnte, Vances Unterstützung für den Spot könnte seine eigenen Präsidentschaftsambitionen beschädigen.

Ramaswamy liegt deutlich zurück – die Verzweiflung ist spürbar

Beobachter sehen in der Kampagne auch ein Zeichen politischer Verzweiflung. Ramaswamy liegt in Umfragen rund 10 Prozentpunkte hinter Amy Acton. Der umstrittene Spot könnte unter diesen Umständen ein letzter, riskanter Versuch sein, das Blatt zu wenden – mit dem gegenteiligen Effekt.

  • Mehrere republikanische Kommentatoren bezeichnen den Clip als „schlechteste Wahlkampfanzeige aller Zeiten”.
  • Sowohl linke als auch konservative Medien sind sich einig, dass der Spot den Republikanern schadet.
  • Auch Präsident Trump äußerte sich – mit einer Formulierung, die implizit die Glaubwürdigkeit der Vorwürfe zu unterstützen schien, ohne dies explizit auszusprechen.
  • In Ohio stehen neben dem Gouverneursposten auch Abgeordnetenmandate und ein Senatssitz zur Wahl.

Midterm-Prognosen: Repräsentantenhaus wohl für Demokraten

Jenseits des Ohio-Skandals rücken die Midterm-Wahlen insgesamt in den Fokus. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die Demokraten das Repräsentantenhaus zurückgewinnen werden – mit einem prognostizierten Vorsprung von rund zehn Mandaten. Historisch gesehen wäre das ein moderater Verlust für die Regierungspartei: Bei den ersten Midterms unter Obama verloren die Demokraten 60 Sitze, unter Trump könnten es etwa 25 sein.

Beim Senat bleibt die Lage offen. Die Demokraten müssten vier zusätzliche Sitze gewinnen, um die Mehrheit zu erringen. Die Rennen sind knapp, die Umfragemarge beträgt rund 3,5 Prozentpunkte – genug Spielraum, um das Ergebnis in beide Richtungen kippen zu lassen. Hinzu kommt, dass sich weniger Republikaner an Umfragen beteiligen, was die Erhebungen verzerren könnte.

Ob die Schmutzkampagne in Ohio das große Bild beeinflusst, wird sich am Wahltag zeigen. Fest steht: Der Fall Ramaswamy hat eine Debatte darüber entfacht, wie weit der Kampf um Stimmen in der amerikanischen Politik gehen darf – und welche Grenzen auch im härtesten Wahlkampf nicht überschritten werden sollten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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