Thursday, 22. October 2026
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Donald Trump

Trump im Wahlkampf: Risiko für Republikaner?

Trumps aggressive Angst-Rhetorik, Ukraine-Verhandlungen und Wahlbetrugsvorwürfe in Kalifornien: Wie der US-Präsident den Zwischenwahlkampf prägt.

Redaktion · 22. October 2026, 18:25 Uhr · 5 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 22.10.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Weniger als zwei Wochen vor den US-Zwischenwahlen dominiert Präsident Donald Trump den Wahlkampf mit einer Strategie der Angst. Er bereist das Land, um republikanische Kandidaten zu unterstützen – doch seine Nähe erweist sich für viele Bewerber als zweischneidiges Schwert. Gleichzeitig erhöht seine Regierung den Druck auf Kaliforniens Wahlverwaltung und gerät beim Umbau eines Washingtoner Golfplatzes mit der Justiz in Konflikt. Auch auf der außenpolitischen Bühne sendet Trump widersprüchliche Signale im Ukraine-Russland-Konflikt.

Trumps Wahlkampf-Strategie: Angst statt Breite

Seit Anfang Oktober reist Trump kreuz und quer durch die USA. In Kansas zeichnete er düstere Szenarien: Er warnte vor „globalistischen linksgerichteten Politikern”, die Millionen von Migranten ins Land ließen, die „mit den Werten des Westens nicht kompatibel” seien. Die Botschaft bei jeder Veranstaltung ist dieselbe: Wenn die Demokraten bei den Zwischenwahlen substanzielle Zugewinne im Kongress erzielen, sei „alles vorbei”.

Diese Rhetorik richtet sich gezielt an seine treue MAGA-Basis, nicht an moderate Wählerinnen und Wähler. Die hat Trump nach Einschätzung von Beobachtern weitgehend verloren – und er unternimmt derzeit kaum Versuche, sie zurückzugewinnen. Republikanische Kandidaten distanzieren sich ihrerseits teilweise ausdrücklich von ihm. Eine Auswertung der New York Times zeigt, dass Wahlkampfspots Trump in vielen Fällen nicht einmal erwähnen.

Besonders auffällig: Trump wirbt in North Carolina für einen Senatskandidat, der in Umfragen rund zwölf Prozentpunkte hinter seinem Konkurrenten liegt. Wichtige Geldgeber der Partei haben ihre Mittel dort bereits abgezogen.

MAGA-Anhänger: Ein belastbarer Personenkult

Trotz wirtschaftlicher Enttäuschungen – die Inflation ist nicht wie versprochen gesunken, Benzinpreise bleiben hoch – hält Trumps Kernanhängerschaft fest zu ihm. Wer seine Anhänger bei Rallys befragt, erlebt, wie sie für jede Kritik eine Erklärung finden: Der Irankrieg sei „notwendig gewesen”, die Eierpreise immerhin „ein bisschen” gesunken.

Dieses Phänomen verdeutlicht die Stärke des Personenkults, den Trump über Jahre aufgebaut hat. Die Gruppe seiner bedingungslosen Unterstützer ist keineswegs klein – und genau auf sie setzt er in diesen entscheidenden Wochen.

Ukraine und Russland: Widersprüchliche Signale aus Washington

Im Ukraine-Konflikt präsentiert sich Trump erneut als Dealmaker. Er behauptet, bereits acht Kriege beendet zu haben, und gibt an, einen Frieden zwischen Kyjiw und Moskau anstreben zu wollen. Doch gleichzeitig:

  • stellte Washington Sanktionen gegen Russland zurück,
  • forderte Trump den ukrainischen Präsidenten Selenskyj auf, Verhandlungen zu akzeptieren,
  • sprach Trump Selenskyj den politischen Willen zu einem Deal ab und forderte sogar seinen Rücktritt,
  • traf sich US-Sondergesandter Steve Witkoff mit Selenskyj in Oslo.

Kritiker sehen darin keine neutrale Vermittlerrolle, sondern eine zunehmende Annäherung an Moskau. Trump erklärt den stockenden Friedensprozess mit dem persönlichen Hass zwischen Putin und Selenskyj – eine Weltsicht, die internationale Konflikte auf persönliche Beziehungen reduziert und die strukturellen Ursachen des Krieges ausblendet.

Wahlbetrug in Kalifornien: 28 Fälle, 23 Millionen Wahlberechtigte

Das US-Justizministerium hat 28 Personen in Kalifornien wegen mutmaßlicher Wahl- und Registrierungsdelikte angeklagt. Die Bundesregierung wirft ihnen vor, ohne US-Staatsbürgerschaft gewählt zu haben. Parallel dazu gibt es Streit um Stimmzettel von Personen, deren Staatsbürgerschaft Washington anzweifelt.

Der Kontext ist entscheidend: In Kalifornien sind rund 23 Millionen Menschen wahlberechtigt. Die 28 Anklagen sind eine verschwindend geringe Zahl – und das Justizministerium hatte den expliziten Auftrag, Fälle von Wahlbetrug zu finden. Die Anklage bedeutet zudem noch keinen Schuldspruch.

Hinter der Aktion steht ein übergeordnetes Ziel: die Diskreditierung von Wahlinstitutionen. Trump verfolgt diese Strategie seit Jahren gegenüber Medien, staatlichen Behörden und dem Wahlsystem. Die Verunsicherung der Öffentlichkeit soll dazu führen, dass Bürger am Ende nur noch seiner Bewegung vertrauen.

Golfplatz-Streit: Trump gegen die Justiz

Auch innenpolitisch liefert Trump sich neue Auseinandersetzungen mit den Gerichten. Für den Umbau des öffentlichen East Potomac Golfplatzes in Washington ließ er hunderte teils jahrhundertealte Bäume fällen – trotz einer richterlichen Anordnung der Bundesrichterin Anna Reyes, die weitere Eingriffe vorerst untersagt hat.

Das Weiße Haus bezeichnete die Maßnahmen als bloße Instandhaltungsarbeiten. Anwohner, die gegen den Umbau klagen, befürchten neben dem Verlust des alten Baumbestands auch deutlich höhere Nutzungsgebühren für den bislang öffentlich zugänglichen Platz. Das Muster dahinter ist dasselbe wie in anderen Fällen: Die Regierung schafft vollendete Tatsachen und ignoriert gerichtliche Auflagen.

Mit Blick auf die Zwischenwahlen stellt sich die entscheidende Frage, ob Trumps Mobilisierungsstrategie aufgeht. Seine Kernwählerschaft ist loyal, doch moderate Wähler und unabhängige Kandidaten halten Distanz. Ob das reicht, um den Republikanern den Kongress zu sichern, wird sich in weniger als zwei Wochen zeigen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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