Friday, 23. October 2026
Japan

Ziegen als Landschaftspfleger am Bahnhof Tokio

Am Bahnhof Yotsuya in Tokio mähen zwei Ziegen die steilen Böschungen – wie das Projekt von JR East funktioniert und warum es so gut ankommt.

Redaktion · 23. October 2026, 11:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 23.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Am Bahnhof Yotsuya im Herzen von Tokio sorgen zwei Ziegen für Aufsehen – und für gepflegte Böschungen. Nagi und Pocke, zwei weiße Ziegen, fressen sich seit Kurzem durch das dichte Grün der steilen Hänge entlang der Gleise. Das japanische Bahnunternehmen JR East setzt damit auf eine ebenso ungewöhnliche wie nachhaltige Form der Landschaftspflege – ganz ohne Spezialmaschinen, Abgase oder riskante Klettertouren.

Tierische Mitarbeiter mit besonderem Auftrag

Die Idee für das Projekt stammt von einem Mitarbeiter von JR East, der die schwer zugänglichen Böschungen am Bahnhof Yotsuya als ideales Einsatzgebiet für Ziegen erkannte. Die Hänge sind so steil, dass herkömmliche Mähgeräte dort kaum eingesetzt werden können. Kletterarbeiten wären teuer und mit erheblichen Sicherheitsrisiken verbunden.

Nagi und Pocke übernehmen diese Aufgabe mit stoischer Gelassenheit. Bissen für Bissen arbeiten sie sich durch das dichte Dickicht – leise, effizient und vollständig abgasfrei. Das Bahnhofsteam kümmert sich täglich um die Versorgung der beiden Tiere.

Nachhaltig und kostengünstig zugleich

Der Einsatz der Ziegen als Landschaftspfleger bietet JR East gleich mehrere Vorteile:

  • Wegfall teurer Spezialgeräte für schwer zugängliche Hänge
  • Kein Kraftstoffverbrauch – die Methode ist vollständig emissionsfrei
  • Keine riskanten Kletterarbeiten für menschliche Mitarbeiter
  • Geringe laufende Kosten im Vergleich zur maschinellen Pflege
  • Positiver Imagegewinn durch ein ungewöhnliches, sympathisches Projekt

Der Einsatz der Tiere fügt sich damit nahtlos in den weltweiten Trend ein, ökologische Landschaftspflege als Alternative zu konventionellen, ressourcenintensiven Methoden zu etablieren.

Attraktion mitten im Großstadtgetriebe

Mitten im geschäftigen Tokioter Berufsverkehr ist der Anblick der grasenden Ziegen für viele Fahrgäste eine echte Überraschung. An der Brüstung des Bahnhofs bleiben Passantinnen und Passanten stehen, beobachten das Treiben und greifen zum Smartphone. Nagi und Pocke sind dabei völlig unbeeindruckt vom Großstadtlärm.

Das Projekt hat sich damit nicht nur als praktische Lösung eines logistischen Problems erwiesen, sondern auch als willkommene Abwechslung im urbanen Alltag. Die tierischen Mitarbeiter bringen ein Stück Natur in eine der dichtbevölkertsten Metropolen der Welt.

Einsatz bis Dezember geplant

JR East hat den Einsatz der beiden Ziegen vorerst bis Dezember 2026 geplant – oder bis der Hang vollständig abgegrast ist. Sollte das Grün früher verschwunden sein, endet die Schicht der tierischen Landschaftspfleger entsprechend früher.

Das Projekt zeigt, wie kreative und naturnahe Lösungen auch in urbanen Großräumen funktionieren können. Ob JR East das Modell nach Abschluss des Pilotversuchs auf weitere Bahnhöfe ausweiten wird, ist noch offen. Angesichts des großen Interesses und der praktischen Vorteile scheint eine Fortsetzung jedoch gut vorstellbar.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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