Erster Schnee in Bayern: Winter startet in den Alpen
Der erste Schnee in Bayern ist gefallen: In den Alpen liegen bis zu 20 cm Neuschnee. Was der Deutsche Wetterdienst für das Wochenende erwartet.
Dieses Video wurde am 23.10.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der erste Schnee der Saison hat in der Nacht zum 23. Oktober die bayerischen Alpen erfasst. Oberhalb von 1000 Metern Höhe bedeckt eine weiße Schneedecke von bis zu 20 Zentimetern Bäume, Almen und Gipfelkreuze – darunter am Sudelfeld im Mangfallgebirge. Der Wintereinbruch trifft die Region mit voller Wucht und kündigt eine stürmische Wetterlage für das gesamte Wochenende an.
Erster Schnee in Bayern: Bilder vom Sudelfeld
Am Sudelfeld im Mangfallgebirge präsentiert sich die Berglandschaft bereits in vollem Winterkleid. Wer oberhalb der 1000-Meter-Grenze unterwegs ist, findet frischen Pulverschnee vor, der Äste und Wanderwege bedeckt.
Im Tal hingegen fällt der Wintergruß deutlich kürzer aus. Tieflagen bleiben weitgehend schneefrei – der Niederschlag kommt dort als Regen an. Die markante Höhengrenze macht den Unterschied zwischen herbstlichem Regen und echtem Schneetreiben aus.
Auf der Zugspitze, dem höchsten Gipfel Deutschlands, meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) Temperaturen von minus sieben Grad Celsius. Dort bleibt der Schnee zuverlässig liegen und läutet die Wintersaison auf den Hochgipfeln offiziell ein.
Was der Deutsche Wetterdienst für das Wochenende vorhersagt
Das Wetter bleibt auch in den kommenden Tagen unruhig. Der DWD hat für Samstag und Sonntag teils kräftige Wetterphänomene angekündigt:
- Samstag: Eine stürmische Strömung bringt kräftigen Regen in den Norden Deutschlands.
- Samstag, Süden: Ab etwa 1200 Metern Höhe fällt weiterer Schnee; auf dem Brocken im Harz toben Orkanböen.
- Sonntag, Mittelgebirge: In Eifel und Schwarzwald droht ergiebiger Dauerregen.
- Sonntag, Küsten und Berge: Schwere Sturmböen gefährden exponierte Lagen an Nord- und Ostsee sowie auf den Gipfeln.
Insgesamt zeigt sich Deutschland damit an diesem Wochenende zweigeteilt: Während der Süden mit Schnee und winterlichen Temperaturen kämpft, dominieren im Norden Sturm und Regen.
Alpen-Winter: Was Wanderer und Autofahrer jetzt beachten sollten
Der plötzliche Wintereinbruch in den bayerischen Alpen hat unmittelbare Folgen für Verkehr und Outdoor-Aktivitäten. Auf Bergstraßen und Pässen oberhalb von 1000 Metern kann es zu glatten Fahrbahnen kommen. Wintersportler und Wanderer sollten ihre Ausrüstung entsprechend anpassen und Wetterberichte vor dem Aufbruch genau prüfen.
Besonders Almwege und Forstwege können durch den Schneefall rutschig und schwer passierbar sein. Der DWD empfiehlt, in exponierten Lagen besondere Vorsicht walten zu lassen und Sturmwarnungen ernst zu nehmen.
Für Skigebiete ist der frühe Schneefall hingegen eine gute Nachricht: Je nach weiterer Wetterentwicklung könnten erste Pisten früher als üblich präpariert werden.
Ausblick: Wie geht der Herbst weiter?
Der Wintereinbruch in den Alpen ist meteorologisch kein Ausreißer – in höheren Lagen ist Schnee im Oktober durchaus üblich. Entscheidend wird sein, ob die Kältephase anhält oder ob wärmere Luftmassen aus dem Westen wieder die Oberhand gewinnen.
Für die kommende Woche zeichnet sich laut DWD noch keine nachhaltige Stabilisierung ab. Wandel zwischen milden und winterlichen Phasen prägt den Herbst in den Alpen typischerweise bis weit in den November hinein. Wer die ersten Schneelandschaften erleben möchte, sollte die Wetterlage täglich im Blick behalten.
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