Tuesday, 3. November 2026
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Apple Quartalszahlen: Rekord, aber schwacher Ausblick

Apples Apple Quartalszahlen zeigen Rekorde bei Umsatz und Gewinn – doch der verhaltene Ausblick und schwächelnde Service-Einnahmen drücken die Aktie ins Minus.

Redaktion · 3. November 2026, 17:55 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 03.11.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Apple Quartalszahlen für das vierte Geschäftsquartal 2026 überraschten auf den ersten Blick mit Rekordergebnissen: Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 114,5 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie kletterte um 14 Prozent auf 2,10 Dollar – beides über den Analystenerwartungen. Doch der verhaltene Ausblick und Sondereffekte durch Zollrückerstattungen trübten die Stimmung der Anleger. Die Aktie verlor nach Handelsstart in New York rund 1,7 Prozent.

iPhone und Sondereffekte treiben die Rekordzahlen

Das Wachstum im Septemberquartal war in erster Linie dem iPhone-Geschäft zu verdanken. Analysten vermuten, dass viele Käufer noch vor angekündigten Preiserhöhungen im kommenden Jahr zugriffen. Zusätzlich profitierte Apple von der Rückerstattung von Zöllen, die der Oberste Gerichtshof der USA nach einer ursprünglichen Erhebung durch die Trump-Administration wieder kassiert hatte.

Diese Effekte hoben die Bruttomarge auf 47,9 Prozent – ein Wert, der ohne die Zollrückerstattungen kaum erreicht worden wäre. Für das laufende Weihnachtsquartal erwartet Apple selbst eine niedrigere Marge, da diese Einmaleffekte wegfallen.

Positiv stach auch das Mac-Geschäft hervor, das vom wachsenden Apple-Ökosystem profitiert. Dagegen gingen die iPad-Verkäufe zurück – ein Trend, der mit der Einführung des neuen iPhone Duo zusammenhängt, das als aufklappbares Gerät Funktionen von Smartphone und Tablet vereint und für bis zu 2.000 Dollar erhältlich ist.

Schwächelnde Service-Einnahmen bereiten Sorgen

Besonderes Augenmerk legten Investoren auf das Services-Segment, zu dem der App Store, Apple Music und iCloud zählen. Dieser Bereich erzielt mit rund 76 Prozent die mit Abstand höchste Marge im Konzern und generierte im Quartal etwa 32 bis 33 Milliarden Dollar Umsatz.

Allerdings wuchs das Segment schwächer als in den Vorquartalen und blieb hinter den Analystenerwartungen zurück. Als Gründe nannte Apple unter anderem:

  • Regulatorischer Druck in der EU, Japan und Indien, der Apple zur Öffnung des App Stores für Drittanbieter zwingt
  • Wechselkursschwankungen, die die Einnahmen aus internationalen Märkten belasteten
  • Stärkerer Wettbewerb durch Apps wie ChatGPT von OpenAI, die zunehmend auch außerhalb des App Stores vertrieben werden

Genau dieses Service-Wachstum ist entscheidend für Apples Gesamtmarge – sein Rückgang erklärt wesentlich den verhaltenen Ausblick und die Kursreaktion der Aktie.

China erholt sich, aber unter den Erwartungen

Das China-Geschäft war lange ein Sorgenkind für Apple. Mit gezielten Preissenkungen und der Integration lokaler KI-Anbieter gelang unter dem früheren CEO Tim Cook eine Trendwende. Im abgeschlossenen Quartal lagen die China-Umsätze bei 17,2 Milliarden Dollar – Analysten hatten allerdings rund 18,1 Milliarden erwartet.

Dieser Rückstand zeigt, dass die Erholung zwar auf Kurs ist, aber noch nicht die volle Dynamik entfaltet hat, die sich der Markt erhofft.

KI-Strategie und Ausblick unter dem neuen CEO Turnness

Für den neuen Apple-Chef John Turnness, der seinen ersten Quartalsbericht vorlegte, wartet eine anspruchsvolle Aufgabe: Die Kosten für Speicherchips steigen massiv – Tim Cook bezeichnete den Preisanstieg als „Jahrhundert-Hausse”. Da Apple bislang auf Lagerbestände zurückgreifen konnte, schlägt sich dieser Anstieg erst ab dem kommenden Jahr voll in den Margen nieder und dürfte Preiserhöhungen bei iPhones nötig machen.

Apples KI-Strategie setzt bewusst auf Partnerschaften statt auf milliardenschwere Eigenentwicklungen. So wird der Sprachassistent Siri künftig durch Google-KI unterstützt. In der EU ist diese Funktion bislang aufgrund des Digital Markets Act nicht verfügbar. Das Versprechen: ein datenschutzkonformer, lokal verarbeitender KI-Agent, dem Nutzer vertrauen können.

Das Jahr 2027 gilt als entscheidende Bewährungsprobe. Dann sollen die neuen KI-Funktionen vollständig verfügbar sein, das iPhone Duo seinen ersten vollen Verkaufszyklus absolviert haben und sich zeigen, ob Apple sein lukratives Service-Geschäft trotz regulatorischen Gegenwinds stabilisieren kann. Gelingt dies, könnte das von Analysten beschriebene „Flywheel” – steigende Gerätezahlen, die das Servicegeschäft beflügeln – wieder an Fahrt gewinnen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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