Midterm-Schlappe für Trump: Teheran feiert
Nach Trumps Midterm-Schlappe jubeln Regierungsanhänger in Teheran: Tausende verbrennen Flaggen und feiern den Demokraten-Sieg im US-Kongress.
Dieses Video wurde am 05.11.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Midterm-Schlappe von Donald Trump bei den US-Kongresswahlen hat in der iranischen Hauptstadt Teheran lautstarke Jubelszenen ausgelöst. Tausende Regierungsanhänger zogen am Jahrestag der legendären US-Botschaftsbesetzung von 1979 durch die Straßen, verbrannten amerikanische und israelische Flaggen und feierten den Wahlausgang als Triumph über Washington. Der Urnengang endete mit einem klaren Sieg der Demokraten, die die Kontrolle über beide Kammern des US-Kongresses zurückgewannen.
Demokraten übernehmen Kontrolle über den Kongress
Bei den US-Zwischenwahlen haben die Demokraten einen deutlichen Erfolg errungen. Sie sicherten sich die Mehrheit sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat – ein empfindlicher Rückschlag für den republikanischen Präsidenten Trump. Als Hauptgründe für das schlechte Abschneiden der Republikaner gelten:
- Steigende Lebenshaltungskosten und wachsender Frust in der Bevölkerung über die Preisentwicklung
- Verbreitete Furcht vor neuen Kriegseinsätzen und militärischen Abenteuern im Ausland
- Allgemeine Unzufriedenheit mit der republikanischen Regierungsarbeit
Die Verluste der Republikaner gelten als historisch bedeutsam. Für Trump ist das Ergebnis ein schwerer Dämpfer, der seine innenpolitische Handlungsfähigkeit in der verbleibenden Amtszeit erheblich einschränkt.
Teheran feiert am Jahrestag der Botschaftsbesetzung
Kein Zufall, dass die Freudenfeiern in Teheran ausgerechnet am Jahrestag der Besetzung der US-Botschaft von 1979 stattfanden. Jedes Jahr begehen Regierungsanhänger dieses Datum mit Kundgebungen und Anti-Amerika-Demonstrationen. In diesem Jahr gaben die Midterm-Ergebnisse den Feiern eine zusätzliche politische Dimension.
Unter riesigen Portraits iranischer Führungspersönlichkeiten loderten die Flammen brennender amerikanischer und israelischer Fahnen. Transparente mit Parolen gegen Washington und Tel Aviv wurden durch die Menge getragen. Die Stimmung unter den Demonstranten war von Genugtuung geprägt – der Wahlausgang wird von der iranischen Führung als Schwächung des politischen Gegners gewertet.
Trumps Drohungen gegen Iran und die Reaktion Teherans
Der Hintergrund der iranischen Schadenfreude ist die angespannte Beziehung zwischen Washington und Teheran. Donald Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt mit neuen Militärschlägen gegen den Iran gedroht. Auch der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu soll Berichten zufolge schärfere Militäroperationen gefordert haben.
Die iranische Führung reagierte auf diese Drohungen mit demonstrativer Härte: Sollte Washington erneut militärisch aktiv werden, werde Teheran mit noch größerer Entschlossenheit antworten. Diese unnachgiebige Haltung bestimmte auch die Rhetorik auf den Straßen der Hauptstadt.
Ausblick: Veränderte Kräfteverhältnisse in Washington
Mit dem Verlust beider Kongresskammern steht Trump innenpolitisch deutlich geschwächt da. Für die US-Außenpolitik könnte das Ergebnis eine Zäsur bedeuten: Aggressive Rhetorik gegenüber Iran und anderen Staaten dürfte im neu zusammengesetzten Kongress auf stärkeren Widerstand stoßen. Ob die veränderten Machtverhältnisse in Washington auch zu einer Entspannung im amerikanisch-iranischen Verhältnis führen, bleibt abzuwarten. Teheran jedenfalls verfolgt die Entwicklungen mit wachsamer Aufmerksamkeit – und vorerst mit unverhohlenem Triumph.
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