Saudi Aramco: Größter Dividendenzahler der Welt
Saudi Aramco übertrifft Microsoft und ExxonMobil bei der Dividende. Welche Konzerne 2026 die größten Ausschüttungen liefern – und was das für Anleger bedeutet.
Dieses Video wurde am 05.11.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Welches Unternehmen schüttet mehr Dividende aus als Microsoft und ExxonMobil zusammen? Die Antwort lautet: Saudi Aramco. Der staatliche Ölkonzern aus Saudi-Arabien zahlte allein im Gesamtjahr 2025 rund 85,5 Milliarden US-Dollar an Dividenden – eine Summe, die selbst die größten westlichen Technologie- und Energiekonzerne deutlich in den Schatten stellt. Ein Blick auf die zehn größten Dividendenzahler im zweiten Quartal 2026 zeigt, wie sich die globale Ausschüttungslandschaft verschoben hat.
Die Top 10 der größten Dividendenzahler im Überblick
Im zweiten Quartal 2026 dominierten vor allem Finanz-, Energie- und Technologieriesen das Ranking der größten globalen Dividendenzahler. Die Plätze 7 bis 10 belegten dabei weniger bekannte, aber kapitalkräftige Konzerne:
- Platz 10: Syrish Insurance
- Platz 9: PetroChina
- Platz 8: Agricultural Bank of China
- Platz 7: Tencent
Bemerkenswert ist der Aufstieg von Nvidia auf Platz 6. Ein Jahr zuvor war der Chipkonzern im gleichen Quartal noch nicht einmal unter den Top 20 der weltweiten Dividendenzahler zu finden – ein Zeichen für die explosionsartig gewachsene Marktkapitalisierung des KI-Chipherstellers.
Microsoft, Allianz und die europäischen Vertreter
Microsoft belegt im Ranking Platz 5 und zählt damit weiterhin zu den zuverlässigsten Dividendenzahlern weltweit. Der Softwareriese aus Redmond kombiniert seit Jahren solides Gewinnwachstum mit einer stetig steigenden Ausschüttung.
Platz 4 geht an die Allianz – und damit an einen der wenigen europäischen Vertreter im globalen Spitzenfeld. Der Münchner Versicherungskonzern gilt traditionell als einer der attraktivsten Dividendentitel im deutschen und europäischen Markt.
Auf dem Treppchen finden sich mit HSBC auf Platz 3 und Nestlé auf Platz 2 zwei weitere europäische Schwergewichte. Beide Konzerne zeichnen sich durch langjährige Ausschüttungskontinuität und eine breite internationale Aktionärsbasis aus.
Saudi Aramco: Unangefochtener Champion der Dividende
Platz 1 gehört unangefochten Saudi Aramco. Der Ölkonzern, der mehrheitlich vom saudi-arabischen Staat kontrolliert wird, schüttete im Jahr 2025 insgesamt rund 85,5 Milliarden Dollar aus – mehr als Microsoft und ExxonMobil gemeinsam. Diese gigantische Summe speist sich vor allem aus den enormen Fördermengen und den nach wie vor profitablen Ölpreisen, die dem Konzern stabile Cashflows sichern.
Für internationale Privatanleger ist Saudi Aramco über die Börse Riad handelbar, allerdings mit einigen Besonderheiten hinsichtlich Zugänglichkeit und Währungsrisiko.
Was bedeutet das für das eigene Depot?
Absolute Ausschüttungssummen großer Konzerne sind für Privatanleger nur bedingt aussagekräftig. Entscheidend ist die Dividendenrendite – also das Verhältnis der Ausschüttung zum investierten Kapital. Als Faustregel gilt:
- Bei einer Dividendenrendite von 4 % ergibt ein Investment von 10.000 Euro rund 400 Euro pro Jahr vor Steuern.
- Die tatsächliche Rendite hängt vom Kaufkurs der Aktie ab – nicht vom aktuellen Börsenwert.
- Thesaurierende und ausschüttende Strategien sollten je nach persönlicher Zielsetzung abgewogen werden.
Das Ranking der größten globalen Dividendenzahler verdeutlicht einen klaren Trend: Neben klassischen Energie- und Finanzwerten drängen zunehmend Technologiekonzerne wie Nvidia in die Spitzengruppe. Für Dividendeninvestoren lohnt es sich daher, das eigene Portfolio regelmäßig zu überprüfen und nicht nur auf bekannte Ausschüttungsklassiker zu setzen.
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