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Ukrainekrieg: Russland zerstört Energieinfrastruktur

Militärexperte Ralf Tiele warnt: Russland zerstört gezielt die Energieinfrastruktur der Ukraine. Was das für den fünften Kriegswinter bedeutet.

Redaktion · 6. November 2026, 14:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 06.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Russland intensiviert seine gezielten Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine – mit dramatischen Folgen für die Zivilbevölkerung. Militärexperte und Ex-Oberst Ralf Tiele warnt, dass die Lage vor allem rund um Kiew bereits kritisch ist: Ganze Regionen liegen stundenweise oder gar tagelang ohne Strom. Es ist der fünfte Kriegswinter in Folge, und die Aussichten sind düster. Gleichzeitig ringen diplomatische Akteure – allen voran die USA unter Donald Trump – um einen möglichen Waffenstillstand.

Energieversorgung am Limit: Tiefrotzone unterhalb von Kiew

Die Lage bei der Stromversorgung in der Ukraine hat sich nach über 1.700 Kriegstagen dramatisch verschlechtert. Allein die Region Kiew war zuletzt fast 17 Stunden am Stück ohne Strom. Auf aktuellen Versorgungskarten zeigt sich südlich der Hauptstadt eine sogenannte Tiefrotzone – Gebiete, in denen nahezu keine Energie mehr ankommt.

In anderen Landesteilen wechseln sich stundenweise Stromversorgung und mehrstündige Ausfälle ab. Die Menschen hätten sich teils damit arrangiert, so Tiele – doch die psychische und materielle Belastung sei enorm.

  • Kiew-Region: bis zu 17 Stunden Stromausfall am Stück
  • Südlich von Kiew: flächendeckende Tiefrotzone bei der Energieversorgung
  • Weitere Regionen: wechselnde Versorgung mit stundenlangen Ausfällen
  • Betroffen: Privathaushalte, Industrie, Wirtschaft und Streitkräfte

Tiele betont: Putin setzt die Energieinfrastruktur strategisch als Waffe ein, um Versorgungsnetze strukturell zu zerstören – nicht nur kurzfristig zu stören. Die Ukraine versuche im Gegenzug, auf der Krim ähnliche Schäden anzurichten, allerdings in deutlich kleinerem Maßstab.

Fünfter Kriegswinter: Keine Entlastung in Sicht

Für den bevorstehenden Winter rechnet Tiele mit einer weiteren Eskalation der russischen Angriffe auf die Energieversorgung. „Putin wird versuchen, so viel wie möglich zu zerstören”, lautet seine Einschätzung – einschließlich Anlagen, die für Industrie, Wirtschaft und die ukrainischen Streitkräfte unentbehrlich sind.

Hoffnungen auf schnelle westliche Hilfe dämpft der Experte ebenfalls: Die von US-Präsident Trump angekündigten Patriot-Raketen müssten erst noch produziert werden und stünden in den kommenden Wochen und Monaten nicht zur Verfügung. Für die ukrainische Bevölkerung bedeutet das: Der fünfte Kriegswinter wird hart.

Gleichzeitig gehe es nicht nur um das Frontgeschehen. Auch wenn die ukrainischen Streitkräfte an einzelnen Frontabschnitten Erfolge verbuchen, verliere die Bevölkerung im Hinterland zunehmend die Ausdauer – eine Entwicklung, die langfristig auch militärisch relevant ist.

Trumps Diplomatie und die Dreiergespräche in Abu Dhabi

Parallel zur militärischen Lage laufen diplomatische Bemühungen. In der kommenden Woche treffen sich Vertreter der USA, Russlands und der Ukraine zu Dreiergesprächen in Abu Dhabi – auf Arbeitsebene, aber mit strategischer Bedeutung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein Waffenstillstand ohne einseitige Konzessionen an Russland aussehen könnte.

Trump setzt dabei auf wirtschaftliche Anreize statt auf Sanktionsdruck. Tiele sieht darin den einzig realistischen Ansatz: Ein Frieden lasse sich nicht erzwingen, wenn nur eine Seite bestraft werde. Der rein europäische Sanktionskurs habe den Krieg eher verlängert als verkürzt.

Europa braucht eine Verhandlungsstimme

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni drängt darauf, noch im November auf einem informellen EU-Gipfel zu klären, wer für Europa in Verhandlungen über den Ukrainekrieg sprechen soll. Eine offizielle Entscheidung soll spätestens im Dezember fallen.

Tiele hält den Vorstoß für richtig, zeigt sich jedoch skeptisch gegenüber Meloni selbst: Europa spreche derzeit mit zu vielen Zungen. Zwischen dem harten Nordostflügel und moderateren südlichen Positionen fehle ein geeinter Kurs. Eine glaubwürdige europäische Verhandlungspersönlichkeit – ausgestattet mit dem Mandat aller Mitgliedstaaten – sei dringend nötig, bisher aber nicht in Sicht.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Abu Dhabi ein erster kleiner Schritt Richtung Deeskalation werden kann. Für die ukrainische Zivilbevölkerung bleibt der Winter 2025/26 die unmittelbarste und härteste Herausforderung seit Kriegsbeginn.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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