Dieses Video wurde am 06.05.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Atlas-Statue auf dem Dach des Königlichen Palastes in Amsterdam erstrahlt nach einer aufwändigen Restaurierung in neuem Glanz. Zum ersten Mal seit rund 300 Jahren wurde die monumentale Figur vom Dach geholt und umfassend saniert. Die Arbeiten fanden in Antwerpen statt – der Stadt, aus der auch der ursprüngliche Schöpfer der Skulptur stammte. Nach Abschluss der Restaurierung ist das weithin bekannte Werk nun wieder an seinem angestammten Platz.
Erste Abnahme vom Dach seit 300 Jahren
Im Sommer vor rund zwei Jahren wurde die Atlas-Statue für den Transport nach Antwerpen vorbereitet. Der Schritt war historisch: Zuvor war die Figur zuletzt in den 1930er-Jahren restauriert worden – damals allerdings direkt vor Ort, wie historische Fotografien belegen. Eine vollständige Abnahme vom Königlichen Palast hatte es seit drei Jahrhunderten nicht mehr gegeben.
Für den beauftragten Restaurator war die Aufgabe eine besondere Ehre. Die enge Verbindung zu Antwerpen spielte dabei eine symbolische Rolle: Der Entwurf der Skulptur stammt ursprünglich von einem Antwerpener Bildhauer, sodass die Figur gewissermaßen in ihre Ursprungsstadt zurückkehrte.
Das Problem: Feuchtigkeit und Frostschäden im Inneren
Bei der Untersuchung der Statue zeigte sich das Ausmaß der Schäden deutlich. Im Inneren der Figur hatte sich über Jahrzehnte ein Gemisch aus Schutt, Backsteinen und Mörtel angesammelt – eine Art historischer Stahlbeton, der ursprünglich der Stabilisierung dienen sollte.
Dieses Material erwies sich jedoch als folgenschwer:
- Das Gemisch speicherte Feuchtigkeit im Inneren der Statue.
- Bei Frost kam es zu Spreng- und Rissschäden am Material.
- Über Jahrzehnte fraß sich die Nässe tief in die Substanz der Skulptur.
- Die strukturelle Integrität der Figur war dadurch zunehmend gefährdet.
Die Frostsprengung durch eingedrungenes Wasser gilt als eine der häufigsten Schadensursachen bei historischen Außenskulpturen und erforderte hier eine grundlegende Intervention.
Restaurierung: Hohler Kern und moderner Stahl
Die zentrale Maßnahme der Sanierung war die vollständige Entfernung des alten Füllmaterials. Das Innere der Statue wurde gezielt ausgeräumt, sodass die Figur nun hohl ist. Dieser Ansatz ermöglicht eine natürliche Belüftung: Luft kann im Inneren zirkulieren und eindringende Feuchtigkeit rasch abfließen, ohne Schaden anzurichten.
Für die notwendige Stabilität sorgen stattdessen moderne Edelstahlstangen, die das tragende Gerüst im Inneren der Skulptur bilden. Edelstahl korrodiert nicht und reagiert auf Temperaturschwankungen deutlich verträglicher als der frühere Beton-Schutt-Verbund.
Das Ergebnis ist eine Verbindung aus historischer Substanz und zeitgemäßer Konservierungstechnik – ein in der Denkmalpflege zunehmend verbreiteter Ansatz, der die Originalmaterialien schützt, ohne auf moderne Werkstoffe zu verzichten.
Rückkehr ans Dach des Königlichen Palastes
Nach Abschluss aller Arbeiten wurde die restaurierte Atlas-Statue wieder an ihrem angestammten Platz auf dem Dach des Königlichen Palastes in Amsterdam montiert. Die Skulptur ist ein prägendes Wahrzeichen des Bauwerks und für Einheimische wie Touristen gleichermaßen ein vertrauter Anblick über den Dächern der Stadt.
Die Restaurierung zeigt, wie komplex und aufwändig die Denkmalpflege bei historischen Außenplastiken sein kann. Mit der modernen Hohlkern-Lösung und dem Edelstahlgerüst dürfte die Atlas-Statue nun für weitere Jahrhunderte standhaft über Amsterdam wachen – ohne erneute Frostschäden befürchten zu müssen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

