Ölpreis nach Iran-Krieg: Was das für Ihr Depot bedeutet

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Dieses Video wurde am 06.05.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar 2026 erlebt der globale Ölmarkt eine historische Ausnahmesituation: Der Ölpreis schoss innerhalb weniger Wochen um 70 Prozent in die Höhe – ein Ausschlag, den die Märkte selten zu verarbeiten haben. Anleger weltweit fragen sich, was dieser Schock für ihr Depot, die Börsen und die Weltwirtschaft bedeutet. Thomas Soltau, CEO von Smartbroker und Finanzexperte mit über 20 Jahren Erfahrung, ordnet die Lage ein.

Ölpreisschock durch Iran-Krieg: Was steckt dahinter?

Der drastische Anstieg des Ölpreises ist nicht allein ein Preisproblem – er ist vor allem ein Mengenproblem. Rund 20 Prozent der weltweiten Ölexporte fließen durch die Straße von Hormus. Durch die militärischen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg ist dieser Korridor blockiert oder stark eingeschränkt, was das globale Angebot empfindlich trifft.

Die Folge: Öl ist nicht nur teurer, sondern schlicht knapper. Das trifft Verbraucher an der Zapfsäule – und hat weitreichende Konsequenzen für die gesamte Weltwirtschaft, die in hohem Maße von reibungslosen Energielieferketten abhängt.

Globale Auswirkungen: Airlines, Wirtschaft, Börsen

Der Ölmangel macht sich bereits in mehreren Branchen und Regionen bemerkbar. Besonders die Luftfahrtbranche leidet: Flüge wurden weltweit gestrichen – nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, China und Indien. Das verdeutlicht, wie tief der Schock in die globalen Lieferketten eingreift.

Die wichtigsten Auswirkungen im Überblick:

  • Airlines kürzen ihr Streckennetz wegen zu hoher Treibstoffkosten
  • Hohe Spritpreise belasten Haushalte in Europa, den USA und Asien
  • Die Weltwirtschaft gerät ins Stocken, was Unternehmensgewinne drückt
  • Finanzmärkte reagieren mit erhöhter Volatilität
  • Deglobalisierungstendenzen verstärken die Unsicherheit zusätzlich

Hinzu kommen geopolitische Risiken: US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Handelsschiffe durch die Straße von Hormus militärisch zu begleiten. Bereits soll es einen ersten Zwischenfall zwischen iranischen Kräften und einem amerikanischen Kriegsschiff gegeben haben – die US-Seite dementiert jedoch.

Wie reagieren die Börsen auf den Ölpreisanstieg?

Die Börsen haben den Ölpreisschock zunächst stark gespürt: Nach einem starken Jahresstart im Januar folgten Ende Februar heftige Kursverluste. Bemerkenswert ist jedoch die Erholung – ein Großteil der Verluste wurde bereits wieder aufgeholt. Das zeigt, wie schnell die Märkte einpreisen und sich anpassen.

Laut Soltau gilt dabei ein wichtiger Grundsatz: Der Markt hat die aktuelle Lage bereits in den Kursen berücksichtigt. Die heutigen hohen Ölpreise gehen nicht davon aus, dass die Straße von Hormus morgen wieder frei ist – sie spiegeln die anhaltende Unsicherheit wider. Eine weitere, dramatische Verschlechterung ist daher aus aktueller Sicht weniger wahrscheinlich, als viele befürchten.

Was sollten Anleger jetzt tun?

Für Privatanleger lautet die klare Empfehlung: Ruhe bewahren. Wer sein Depot breit gestreut hält, sollte die aktuelle Volatilität aussitzen. Auf keinen Fall sei jetzt der richtige Zeitpunkt zum Verkaufen. Im Gegenteil: Wer liquide ist, könnte Kursrücksetzer als Einstiegsgelegenheit nutzen.

Historische Vergleiche stützen diesen Ansatz. Ähnliche Ölpreis- und Kriegsschocks – etwa während des Irakkriegs oder des Ukraine-Kriegs – hatten an den Märkten jeweils nur eine begrenzte Halbwertzeit. Die Aufmerksamkeit der Märkte verlagert sich, neue Meldungen dominieren, und das Geschehen normalisiert sich.

Mittelfristig stehen sich zwei große Kräfte gegenüber: Die Deglobalisierung belastet die Wirtschaft strukturell, während die aufkommende KI-Revolution neue Wachstumsperspektiven eröffnet. Für langfristig orientierte Anleger überwiegen laut Einschätzung des Experten die Chancen – trotz aller aktuellen Turbulenzen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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