Dieses Video wurde am 06.05.2026 von phoenix auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus zieht weitreichende wirtschaftliche und geopolitische Konsequenzen nach sich – auch für China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Rund 40 bis 50 Prozent der chinesischen Ölimporte passieren die Meerenge im Persischen Golf. Während der iranische Außenminister zu Gesprächen in Peking weilt, versucht China eine heikle Doppelrolle zu spielen: als Verbündeter des Irans und zugleich als Wirtschaftspartner der Golfstaaten.
Wie stark trifft die Blockade China wirtschaftlich?
China ist zwar vergleichsweise besser auf Versorgungsengpässe vorbereitet als viele andere Staaten – dank strategischer Ölreserven, eines stark ausgebauten Sektors für erneuerbare Energien und einer weiterhin hohen Abhängigkeit von Kohle. Dennoch ist der Druck spürbar.
Besonders im exportorientierten Süden des Landes berichten Fabriken von deutlich gestiegenen Produktionskosten. In einer Phase, in der die chinesische Wirtschaft ohnehin schwächelt, gefährdet die Blockade auch die Exportrouten, die über die Straße von Hormus verlaufen.
- Rund 80 Prozent der iranischen Ölausfuhren gehen nach China
- Der Iran macht jedoch nur etwa 13 Prozent der chinesischen Ölimporte aus
- 40 bis 50 Prozent aller chinesischen Ölimporte passieren die Straße von Hormus
- Saudi-Arabien, Irak und Oman liefern zusammen deutlich mehr Öl nach China als der Iran
Die Energiesicherheit Chinas ist also zwar robuster als die vieler anderer Länder, doch die Abhängigkeit vom freien Seehandel bleibt erheblich.
Chinas politisches Doppelspiel in der Golfregion
Peking verfolgt in der gesamten Golfregion primär wirtschaftliche Interessen: milliardenschwere Investitionen in Saudi-Arabien, Technologieexporte und enge Handelsbeziehungen mit den Golfstaaten auf der einen Seite – eine strategische Partnerschaft mit dem Iran auf der anderen. Der Iran dient China als Gegengewicht zum US-amerikanischen Einfluss in der Region.
Viele Experten beschreiben Pekings Kurs als ein doppeltes Spiel: China gibt sich als pro-neutraler Unterstützer des Irans, hält gleichzeitig aber die Kommunikationskanäle zu den Golfmonarchien offen. Dieses Vorgehen hat Tradition – bereits 2023 vermittelte China erfolgreich bei der Annäherung zwischen Iran und Saudi-Arabien.
Irans Außenminister in Peking: Symbolik und Strategie
Das Treffen des iranischen Außenministers mit seinem chinesischen Amtskollegen brachte keine konkreten neuen Ergebnisse. Der chinesische Außenminister bekräftigte jedoch das Interesse an einem langfristigen Frieden und die Bereitschaft, sich dafür einzusetzen.
Für den Iran hat der Besuch vor allem Signalwirkung gegenüber Washington: Er demonstriert, dass Teheran auf starke Verbündete zählen kann. Peking wiederum sieht das Treffen als eine Art Vorbereitung für den angekündigten Besuch von Donald Trump in China. Je mehr Verhandlungsspielraum Peking im Nahen Osten demonstriert, desto besser die Ausgangsposition gegenüber möglichen weiteren US-Zöllen.
Chinas wachsender geopolitischer Einfluss
Das Bild von China als rein wirtschaftlich orientierter Akteur, der sich aus der Weltpolitik heraushält, gilt längst als überholt. Mit dem gezielten Einsatz von seltenen Erden – bei denen China ein Quasi-Monopol besitzt – hat Peking gezeigt, dass es wirtschaftliche Macht auch als geopolitisches Druckmittel einsetzt.
Darüber hinaus arbeitet China systematisch daran, den US-amerikanischen Einfluss auf der Weltbühne zurückzudrängen. In losen Bündnissen wie BRICS oder der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit versucht Peking, alternative Normen internationaler Politik zu etablieren – Normen, die etwa keine Einmischung bei Menschenrechtsverletzungen vorsehen und Sanktionen unterlaufen. Die chinesische Haltung zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, den Peking nicht als völkerrechtswidrig verurteilt hat, gilt dabei als besonders deutliches Beispiel.
Wie China seine Rolle im Iran-USA-Konflikt letztlich ausgestaltet, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie sich die eigene Wirtschaftslage entwickelt und welche Zugeständnisse Washington im Handelsstreit bereit ist zu machen.
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