Dieses Video wurde am 07.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Mehr als fünf Millionen Babyboomer werden laut IG-BAU-Chef Robert Feiger im Rentenalter weniger als 800 Euro monatlich aus der gesetzlichen Rente erhalten. Die Folge: Für viele dieser Menschen droht Wohnarmut im Alter – ein Zustand, in dem nach Abzug der Wohnkosten kaum noch ausreichend Geld für das tägliche Leben bleibt. Das geht aus Aussagen Feigers gegenüber der Rheinischen Post sowie einer Untersuchung des Pestel-Instituts hervor. Besonders gravierend ist die Lage demnach in Nordrhein-Westfalen.
Was Wohnarmut bedeutet – und wen sie trifft
Der Begriff Wohnarmut beschreibt eine finanzielle Notlage, die entsteht, wenn die Wohnkosten einen so großen Teil des Einkommens verschlingen, dass für sonstige Lebenshaltungskosten kaum noch Mittel übrig bleiben. Betroffen sind vor allem Menschen, die trotz jahrzehntelanger Berufstätigkeit nur geringe Rentenansprüche erworben haben – etwa wegen niedriger Löhne, langer Teilzeitphasen oder unterbrochener Erwerbsbiografien.
Für die Generation der Babyboomer – Menschen, die in den geburtenstarken Jahren zwischen etwa 1955 und 1969 geboren wurden – wird dieses Problem in den kommenden Jahren besonders drängend. Viele von ihnen erreichen in absehbarer Zeit das Rentenalter und müssen dann mit dem auskommen, was sie über Jahrzehnte in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben.
Eine Rente unterhalb von 800 Euro gilt dabei vielerorts als kaum existenzsichernd – zumal die Mietpreise in deutschen Städten und Ballungsräumen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind.
Pestel-Institut: Nordrhein-Westfalen besonders betroffen
Laut der Untersuchung des Pestel-Instituts ist Nordrhein-Westfalen das am stärksten betroffene Bundesland. Das ist insofern wenig überraschend, als NRW das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands ist und traditionell einen hohen Anteil an Industriearbeitern und Geringverdienern aufweist – Gruppen, die besonders häufig von niedrigen Rentenansprüchen betroffen sind.
Das Pestel-Institut, ein unabhängiges Forschungsinstitut mit Sitz in Hannover, analysiert regelmäßig soziale und wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland. Seine Studien zu Wohnen und Altersarmut gelten als einflussreich in der sozialpolitischen Debatte.
- Über 5 Millionen Babyboomer erhalten voraussichtlich weniger als 800 Euro Rente monatlich
- Nordrhein-Westfalen ist laut Pestel-Institut das am stärksten betroffene Bundesland
- Nach Abzug der Wohnkosten bleibt Betroffenen kaum Geld für Lebensmittel, Gesundheit oder Mobilität
- Besonders gefährdet: Menschen mit lückenhaften Erwerbsbiografien oder langjähriger Niedriglohnbeschäftigung
IG-BAU-Chef Feiger fordert politisches Handeln
Robert Feiger, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), schlägt Alarm. In seinem Statement gegenüber der Rheinischen Post macht er deutlich, dass jahrzehntelange Arbeit für viele Menschen keine ausreichende Alterssicherung garantiert. Das sei ein strukturelles Versagen, dem die Politik dringend begegnen müsse.
Die IG BAU vertritt unter anderem Beschäftigte im Baugewerbe, der Gebäudereinigung und der Forstwirtschaft – Branchen, in denen Niedriglöhne und körperlich belastende Tätigkeiten verbreitet sind. Gerade diese Berufsgruppen sind überproportional häufig von Altersarmut und Wohnarmut bedroht.
Feiger plädiert implizit für eine Stärkung der gesetzlichen Rente sowie für Maßnahmen, die bezahlbaren Wohnraum für Rentnerinnen und Rentner sicherstellen – zwei Felder, auf denen der politische Handlungsdruck in Deutschland seit Jahren wächst.
Ausblick: Eine soziale Herausforderung für die kommenden Jahre
Die Debatte um Altersarmut und Wohnarmut dürfte in den kommenden Jahren an Intensität gewinnen. Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer-Generation verlassen zunehmend den Arbeitsmarkt – und damit wächst auch die Zahl derjenigen, die mit geringen Rentenbezügen konfrontiert sind. Gleichzeitig bleiben die Mieten in vielen Regionen Deutschlands auf hohem Niveau.
Ohne strukturelle Reformen beim Rentenniveau, beim sozialen Wohnungsbau oder bei ergänzenden Unterstützungsleistungen droht ein wachsender Teil der älteren Bevölkerung in finanzielle Engpässe zu geraten – trotz eines langen Arbeitslebens. Die Erkenntnisse des Pestel-Instituts und die Warnungen der IG BAU verstärken den Ruf nach konkreten politischen Antworten auf diese soziale Herausforderung.
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