Dieses Video wurde am 08.05.2026 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ali Al-Hamwi ist Pferdeflüsterer – und das mitten im Bayerischen Wald. Vor acht Jahren floh der Syrer nach Deutschland und landete in Poshitzried, einem kleinen Ort in Niederbayern. Was folgte, ist eine Geschichte über Mut, Vertrauen und eine ungewöhnliche Freundschaft, die aus einer Notunterkunft und einem Pferdehof entstand. Heute spricht Ali kein Hochdeutsch, sondern Bayerisch – und das aus vollem Herzen.
Flucht aus Syrien, Ankommen in Bayern
Als Ali Al-Hamwi nach Deutschland kam, wusste er nicht, was ihn erwarten würde. Er fand Unterkunft in einem Geflüchtetenheim in Poshitzried im Bayerischen Wald. Sprachlich entschied er sich früh für einen ungewöhnlichen Weg: Statt zunächst Hochdeutsch zu lernen, eignete er sich den bayerischen Dialekt an – die Sprache seiner neuen Heimat und seiner Nachbarn.
„Ich bin Bayern vom Herzen”, sagt Ali heute. Die Einheimischen bestätigen ihm das gerne. Was ihn an Bayern begeistert, ist der menschliche Umgang miteinander: „Die Leute unterhalten sich alle zusammen und keiner hält sich von dem anderen fern. Das ist einfach schön.”
Der Pferdehof als Wendepunkt
Direkt gegenüber seiner ersten Unterkunft lag der Pferdehof von Baptiste Falter. Ali fragte kurzerhand, ob er dort arbeiten dürfe. Falter sagte zu – und erklärt warum: „Der Ali ist ein Mann, der lange lebt. Der hat keine Angst vor Pferden und der weiß, was Arbeit ist.”
Die Liebe zu den Pferden schweißte die beiden zusammen. Was als Arbeitsverhältnis begann, wurde rasch zu einer tiefen Freundschaft. Gemeinsam kümmerten sie sich um die Tiere, verbrachten Zeit auf dem Hof und lernten voneinander.
Freundschaft, die Grenzen überbrückt
Die Verbindung zwischen Ali und Baptiste Falter steht stellvertretend für eine gelingende Integration abseits großer Schlagzeilen. Keine Behörden, keine Programme – sondern ein Pferdehof, geteilte Arbeit und gegenseitiger Respekt.
- Ali lernte durch die Arbeit auf dem Hof den bayerischen Alltag kennen
- Baptiste Falter erkannte in Ali einen verlässlichen und mutigen Mitarbeiter
- Aus Kollegen wurden enge Freunde, die „alles miteinander getan” haben
- Die gemeinsame Leidenschaft für Pferde überwand kulturelle und sprachliche Hürden
„Dann haben wir alles miteinander getan – und da sind wir langsam beste Freunde geworden”, erinnert sich Ali.
Bayerisch statt Hochdeutsch – eine bewusste Wahl
Alis Verhältnis zur deutschen Sprache ist so charmant wie konsequent. Hochdeutsch lernte er zwar anfangs ein wenig – doch der Bayerische Wald hat seine Spuren hinterlassen. „Jetzt weiß ich, dass ich nicht mehr Hochdeutsch lernen kann, weil ich nur noch Bayerisch kann”, sagt er mit einem Schmunzeln.
Dass ein syrischer Geflüchteter heute als syrisch-bayerischer Pferdeflüsterer bekannt ist, zeigt: Heimat entsteht nicht durch Herkunft, sondern durch Menschen, gemeinsame Erfahrungen und – in Alis Fall – durch die ruhige Gesellschaft von Pferden im Bayerischen Wald. Seine Geschichte macht Mut und zeigt, wie nachhaltig persönliche Begegnungen wirken können, wo offizielle Strukturen oft an ihre Grenzen stoßen.
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