Großtierärztemangel in Bayern: Wer versorgt die Kühe?

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Dieses Video wurde am 07.05.2026 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In Bayern wird der Großtierarzt Mangel zunehmend zum Problem für die Landwirtschaft. Vor zehn Jahren praktizierten im Freistaat noch rund 1.200 niedergelassene Tierärztinnen und Tierärzte für Nutztiere – heute sind es knapp 740. Besonders betroffen sind weite Teile Nordbayerns, die offiziell als unterversorgt gelten. Für Landwirte bedeutet das: Im Notfall kann nicht mehr immer schnell geholfen werden. Ein Zustand, den viele als beängstigend empfinden.

Alltag einer Großtierärztin: Vom Hof zum Hof

Christin Bernhard ist Großtierärztin und liebt ihren Beruf. Ihr Arbeitstag beginnt um 7 Uhr – mit einem groben Plan, der sich aber jederzeit ändern kann. Notfälle, Umwege, zusätzliche Anrufe: Der Tagesablauf ist kaum vorhersehbar.

Zu ihren täglichen Aufgaben zählen Trächtigkeitsuntersuchungen, bei denen sie mithilfe eines Ultraschallgeräts prüft, ob eine Kuh ein Kalb trägt. Dabei muss sie rektal in das Tier eingreifen, den Darm befreien und anschließend den Ultraschallkopf einführen. Ein körperlich anspruchsvoller Eingriff, der Konzentration und Erfahrung erfordert. Weitere Stationen an diesem Vormittag: die Untersuchung eines zwei Wochen alten Lamms sowie das Enthornen eines Kalbs – ein chirurgischer Eingriff unter lokaler Betäubung und Schmerzmittelgabe, um zu verhindern, dass das Tier sich selbst oder andere Kühe verletzt.

Christin arbeitet nie allein. Die Zusammenarbeit im Team ist ihr wichtig – auch weil sie und ihre Kollegin eng befreundet sind. Doch das Team ist zu klein: Seit eine Kollegin schwanger wurde, suchen sie Verstärkung – bisher ohne Erfolg.

Warum fehlen Großtierärzte auf dem Land?

Der Rückgang hat mehrere Ursachen. Tiermedizin ist längst ein Frauenberuf: An der LMU München sind knapp 88 Prozent der Tiermedizinstudierenden weiblich. Doch der Großtierbereich, der traditionell von Männern dominiert wurde, wird von Absolventinnen seltener gewählt. Viele ziehen den Kleintierbereich oder eine Stelle in Behörden vor – Bereiche, die oft bessere Arbeitszeiten und weniger körperliche Belastung bieten.

Die Gründe, die gegen eine Tätigkeit als Nutztierärztin sprechen, sind vielfältig:

  • Unregelmäßige Arbeitszeiten und häufige Notfalleinsätze
  • Körperlich anstrengende Arbeit unter oft schwierigen Bedingungen
  • Weite Fahrtstrecken in ländlichen Regionen
  • Geringere Bewerberzahlen trotz offener Stellen
  • Mangelnde Work-Life-Balance im Vergleich zu anderen Fachrichtungen

Landtierarztquote als staatliche Gegenmaßnahme

Der Freistaat Bayern hat reagiert und die sogenannte Landtierarztquote eingeführt. Damit können Bewerberinnen und Bewerber auch ohne Einserabitur Tiermedizin studieren – vorausgesetzt, sie verpflichten sich, nach dem Abschluss für mindestens zehn Jahre in einem unterversorgten Gebiet zu praktizieren. Das Programm soll den Nachwuchs gezielt in die Regionen lenken, wo er am dringendsten gebraucht wird.

Ob die Maßnahme ausreicht, bleibt abzuwarten. Betroffene Landwirte wie Elke Prova aus dem oberfränkischen Hirschberglein bereiten sich unterdessen selbst vor. Sie hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Weiterbildungen absolviert, um kleinere Probleme im Stall selbst erkennen zu können. Bei akuten Erkrankungen – wie einer schweren Fußentzündung bei einer ihrer besten Kühe, die fast zur Amputation geführt hätte – ist die schnelle Verfügbarkeit eines Tierarztes jedoch unersetzlich.

Ausblick: Ein Beruf sucht Nachwuchs

Christin Bernhard hofft, dass sich wieder mehr junge Menschen für die Arbeit als Nutztierärztin oder Nutztierarzt begeistern lassen. Für sie selbst steht fest: Der Beruf vereint Leidenschaft für Tiere, körperliche Aktivität und sinnvolle Arbeit im Freien. Doch strukturelle Veränderungen – bessere Arbeitsbedingungen, attraktivere Vergütung und gezielte Nachwuchsförderung – werden nötig sein, um den Großtierarzt Mangel in Bayern langfristig zu beheben. Ohne Gegenmaßnahmen droht sich die Versorgungslücke in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren weiter zu verschärfen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BR24). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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