Zuckersteuer in Deutschland: Kommt die Abgabe 2028?

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Dieses Video wurde am 08.05.2026 von DW auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Deutschland plant die Einführung einer Zuckersteuer auf gesüßte Getränke ab dem Jahr 2028. Pro Liter sollen Softdrinks bis zu 32 Cent teurer werden. Ziel der Maßnahme ist es, der steigenden Fettleibigkeit entgegenzuwirken, das Gesundheitssystem zu entlasten und mit den erwarteten Einnahmen von rund 527 Millionen US-Dollar Präventionsprogramme zu finanzieren. Die Ankündigung hat eine breite Debatte ausgelöst – zwischen Public-Health-Experten, der Zuckerlobby und internationalen Vorbildern.

Was die Zuckersteuer bewirken soll

Die Bundesregierung begründet die geplante Abgabe auf zuckerhaltige Getränke vor allem mit dem anhaltenden Anstieg von Übergewicht und Adipositas in der deutschen Bevölkerung. Süßgetränke gelten als eine der Hauptquellen für versteckten Zucker in der Ernährung – besonders bei Kindern und Jugendlichen.

Die erwarteten Steuereinnahmen sollen nicht in den allgemeinen Haushalt fließen, sondern gezielt für Präventions- und Aufklärungsprogramme eingesetzt werden. Damit verbindet die Politik zwei Ziele: weniger Konsum auf der einen, mehr Gesundheitsförderung auf der anderen Seite.

Kritiker hingegen sehen in der Maßnahme vor allem eine Belastung für einkommensschwache Haushalte, die einen größeren Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben.

Die Zuckerlobby widerspricht

Die deutsche Zuckerlobby reagierte prompt und skeptisch. In einer Stellungnahme erklärten Branchenvertreter, dass höhere Preise für zuckerhaltige Produkte in keinem Land nachweislich den Anteil übergewichtiger Menschen gesenkt hätten. Sie bezweifeln damit den direkten Wirkungszusammenhang zwischen Preis und Konsumverhalten.

Diese Position steht im Widerspruch zu mehreren wissenschaftlichen Studien. Untersuchungen aus Großbritannien und Mexiko zeigen, dass entsprechende Abgaben den Zuckerkonsum messbar reduzieren und das Risiko für Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes senken können.

Großbritannien als Vorbild: Hersteller reagierten mit Rezepturänderungen

Besonders aufschlussreich ist das Beispiel des Vereinigten Königreichs. Nach der Einführung der sogenannten Soft Drinks Industry Levy im Jahr 2018 reduzierten viele Hersteller den Zuckergehalt ihrer Getränke um durchschnittlich 35 Prozent – anstatt die Steuer einfach an die Verbraucher weiterzugeben.

Das Ergebnis war ein doppelter Gewinn:

  • Verbraucher zahlten nicht mehr für ihre gewohnten Produkte.
  • Der tatsächliche Zuckergehalt in den Getränken sank spürbar.
  • Die öffentliche Gesundheit profitierte ohne direkten Konsumverzicht.
  • Hersteller passten ihre Rezepturen langfristig an.

Dieses Modell gilt heute als eines der erfolgreichsten Beispiele für eine lenkende Verbrauchssteuer im Lebensmittelbereich.

Weltweiter Trend: WHO fordert noch höhere Steuern

Deutschland wäre mit einer solchen Maßnahme keineswegs ein Pionier. Bereits über 100 Länder weltweit erheben eine Form von Steuer auf zuckergesüßte Getränke – darunter Mexiko, Frankreich, Portugal und zahlreiche afrikanische Staaten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht sogar noch weiter: Sie fordert ihre Mitgliedsstaaten auf, die Steuern auf Softdrinks, Alkohol und Tabak innerhalb des nächsten Jahrzehnts um jeweils 50 Prozent zu erhöhen. Ziel ist eine globale Reduktion von sogenannten nicht übertragbaren Krankheiten wie Diabetes, Herzerkrankungen und Krebs.

Ob Deutschland die geplante Abgabe tatsächlich wie vorgesehen 2028 einführt, bleibt abzuwarten. Die politische Diskussion über den richtigen Weg zwischen staatlicher Lenkung und persönlicher Ernährungsfreiheit dürfte bis dahin noch intensiver werden. International zeigt die Erfahrung jedoch: gut konzipierte Zuckersteuern können die Industrie zu echten Reformulierungen bewegen – und damit die öffentliche Gesundheit nachhaltig verbessern.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DW). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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