Hantavirus: Virologe erklärt die aktuelle Gefahr

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Dieses Video wurde am 08.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Das Hantavirus sorgt derzeit für erhöhte Aufmerksamkeit – doch wie gefährlich ist der Erreger wirklich? Virologe Professor Klaus Stöhr hat die aktuelle Lage eingeordnet und kommt zu einem beruhigenden Befund: Das Virus hat sich nicht verändert, das Risiko für die öffentliche Gesundheit bleibt gering. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie zahlreiche nationale Gesundheitsbehörden teilen diese Einschätzung. Dennoch sei konsequente Überwachung der Kontaktpersonen unerlässlich, um die Situation vollständig unter Kontrolle zu bringen.

Warum das Hantavirus kein Pandemierisiko darstellt

Laut Stöhr ist das entscheidende Merkmal des Hantavirus seine eingeschränkte Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch. Ein anschauliches Beispiel dafür lieferte ein Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff: Passagiere und Besatzung lebten über einen längeren Zeitraum auf engstem Raum zusammen – in Bars, Restaurants und kleinen Kabinen. Trotz dieser idealen Bedingungen für eine Ausbreitung kam es nur zu sehr wenigen Weitergaben des Virus.

„Das Virus hat sich nicht verändert”, betont Stöhr. Dieses Ergebnis belege, dass das Hantavirus unter normalen Umständen nur schwer von Mensch zu Mensch übertragen wird. Die WHO hat daraufhin klargestellt, dass eine Pandemie nicht zu erwarten sei.

Tröpfcheninfektion statt Aerosole

Ein zentraler Unterschied zum Coronavirus liegt im Übertragungsweg. Während SARS-CoV-2 vor allem über feinste Aerosole in der Luft verbreitet wurde, erfolgt eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung beim Hantavirus höchstwahrscheinlich über große Tröpfchen – also nur bei sehr engem, direktem Kontakt mit einer infizierten Person.

Wäre das Virus über Aerosole übertragbar, hätte die Situation auf dem Kreuzfahrtschiff deutlich anders ausgesehen. Die geringe Ausbreitung trotz beengter Verhältnisse spricht klar gegen eine luftgetragene Übertragung.

Überwachung und Isolation der Betroffenen

Nach dem Ausbruch auf dem Schiff gilt es nun, alle Kontaktpersonen konsequent zu überwachen. Das konkrete Vorgehen sieht laut Stöhr wie folgt aus:

  • Passagiere werden nach der Ankunft im Zielhafen isoliert und auf separaten Flügen in ihre Heimatländer gebracht.
  • Zu Hause werden sie gebeten, sich für 40 bis 45 Tage zu isolieren – entsprechend der maximalen Inkubationszeit.
  • Während dieser Zeit findet eine klinische Überwachung statt.
  • Erkrankte Personen werden medizinisch versorgt und engmaschig betreut.

Stöhr geht davon aus, dass die gesamte Situation innerhalb von etwa vier Wochen zu einem Ende kommt, sobald die Inkubationszeit abgelaufen ist und keine neuen Fälle auftreten.

Hantavirus in Deutschland: Was Bürger wissen sollten

Auch in Deutschland und Europa kommen Hantaviren vor – allerdings in einer anderen Variante, die in der Regel sehr mild verläuft. Viele Infektionen werden gar nicht erkannt. In den vergangenen mehr als 20 Jahren wurde in Europa lediglich ein Todesfall im Zusammenhang mit der hiesigen Hantavirus-Variante verzeichnet.

Die häufigste Infektionsquelle ist das Einatmen von Staub, der mit Kot, Urin oder anderen Ausscheidungen von Nagetieren kontaminiert ist. Das passiert typischerweise in:

  • Gartenhäuschen und Schuppen
  • Kellerräumen oder Dachböden
  • Räumen, in denen Mäuse nisten und Staub aufgewirbelt wird

Die wichtigste Schutzmaßnahme ist daher, Mäuse aus dem Wohnbereich fernzuhalten und beim Fegen oder Reinigen potenziell befallener Räume eine Atemschutzmaske zu tragen.

Der aktuelle Ausbruch bietet nach Ansicht von Stöhr eine wichtige Gelegenheit, das Bewusstsein für Zoonosen zu schärfen – also für Krankheitserreger, die von Tieren auf Menschen übertragen werden können. Beim Hantavirus ist der Mensch in der Infektkette eine sogenannte Sackgasse: Er infiziert sich zwar, gibt das Virus aber kaum weiter. Solange die betroffenen Personen konsequent überwacht werden, besteht nach heutigem Stand kein Grund zur Beunruhigung für die Allgemeinbevölkerung.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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