Dieses Video wurde am 08.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Bundesrat hat am 8. Mai 2026 die geplante steuerfreie Energieprämie von bis zu 1000 Euro gestoppt. Die schwarz-rote Koalition hatte die Zahlung erst vier Wochen zuvor beschlossen, um Beschäftigte angesichts der durch den Irankrieg gestiegenen Energiekosten zu entlasten. Das Veto der Länder ist ein empfindlicher Rückschlag für die Bundesregierung – und stellt die Zukunft des Vorhabens grundsätzlich infrage.
Wie die Energieprämie entstanden ist
Die Idee für die 1000-Euro-Prämie wurde bei einem Krisentreffen der Koalition in der Villa Borsig geboren. Angesichts steigender Energiepreise wollte die schwarz-rote Bundesregierung mit einem konkreten Entlastungsangebot vor die Wählerinnen und Wähler treten. Arbeitgeber hätten ihren Beschäftigten die Prämie freiwillig und steuerfrei auszahlen können.
Doch von Anfang an gab es Widerstand – sowohl aus den Bundesländern als auch aus der Wirtschaft. Vor allem der Klein- und Mittelstand sah sich nicht in der Lage, die Zahlung zu leisten. Die Kritik wuchs in den Wochen nach dem Beschluss stetig an.
Bundesrat legt Veto ein – Wirtschaft erleichtert
Mit einem kurzen Handzeichen stimmten die Ländervertreter im Bundesrat gegen die Pläne. Das Veto der Länder richtet sich auch gegen die finanzielle Lastenverteilung: Ein Großteil der fast 3 Milliarden Euro an entgangenen Steuereinnahmen wäre an den Bundesländern hängen geblieben.
Die Wirtschaft reagierte erleichtert. Kritiker hatten bemängelt, dass die Prämie Verantwortung für die Entlastung der Bürgerinnen und Bürger von der Politik auf mittelständische Unternehmen verlagere. Verbände begrüßten das Veto als notwendige Notbremse.
- Fast 3 Milliarden Euro Steuerausfälle wären auf Bund und Länder entfallen
- Klein- und Mittelstandsbetriebe sahen sich außerstande, die Prämie zu zahlen
- Die Prämie war erst vier Wochen vor dem Veto beschlossen worden
- Widerstand kam sowohl aus unionsregierten als auch aus SPD-geführten Ländern
Koalition unter Druck: Wie geht es weiter?
Das Scheitern der Energieprämie im Bundesrat gilt in Berliner Regierungskreisen offen als „echter Rohrkrepierer”. Ob der Vermittlungsausschuss angerufen wird, ist noch offen. Finanzminister Klingbeil signalisierte, dass ihm die konkrete Form der Entlastung weniger wichtig sei als das Ergebnis: Hauptsache, die Bürgerinnen und Bürger werden spürbar entlastet.
Beim Koalitionsausschuss am kommenden Dienstag wollen Bund und Länder über mögliche Alternativen beraten. Aus unionsregierten Bundesländern kam hinter vorgehaltener Hand die Warnung, mit einem ähnlich schlecht abgestimmten Vorschlag nicht erneut anzutreten.
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Das Scheitern der Energieprämie zeigt, wie schwierig es für die Bundesregierung ist, in Krisenzeiten schnell handlungsfähige Lösungen zu liefern. Die kommenden Koalitionsberatungen werden zeigen, ob Bund und Länder zu einem tragfähigen Kompromiss bei der Entlastung der Bevölkerung finden können.
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