Dieses Video wurde am 13.08.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die US-Unternehmensgewinne befinden sich auf einem historischen Höhenflug: Rund 90 Prozent der im S&P 500 notierten Konzerne haben ihre Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt – und die Ergebnisse sind bemerkenswert. Laut Daten des Analysehauses FAZ sind die Gewinne zwischen April und Ende Juni um 47 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Damit wuchsen die Gewinne bereits sieben Quartale in Folge zweistellig – ein in dieser Ausdauer selbst an der Wall Street ungewöhnliches Phänomen. Kapitalmarktexperten sprechen inzwischen von FEMO – Fabulous Earnings Momentum – als treibender Kraft hinter der aktuellen Börsenrally.
FEMO: Was hinter der Gewinndynamik steckt
Wesentliche Treiber der außergewöhnlichen Gewinnentwicklung sind Alphabet und Amazon. Die Gewinne beider Technologiekonzerne wurden durch einmalige Beteiligungsgewinne – unter anderem aus Anteilen an Firmen wie Anthropic und SpaceX – stark nach oben gezogen.
Doch selbst ohne diese Sondereffekte ist das Bild positiv: Daten der Bank of America zufolge steuern die S&P-500-Gewinne auf ein Wachstum von rund 30 Prozent zu. Experten gehen davon aus, dass der Trend vorerst anhält – es sei denn, externe Schocks unterbrechen ihn.
- Eskalation des Konflikts im Nahen Osten
- Eine neue russische Mobilmachung, vor der die Ukraine seit Tagen warnt
- Wiederanstieg der Inflation über die Erwartungen hinaus
Die US-Inflation lag im Juli bei 3,4 Prozent – exakt im Rahmen der Prognosen, was von Märkten als stabilisierendes Signal gewertet wurde.
Goldpreis auf Zwei-Monats-Hoch – Dollar unter Druck
Während Aktien glänzen, setzt auch Gold zu einem ungewöhnlichen Lauf an. Trotz steigender Energiepreise und der damit verbundenen Erwartung von Zinserhöhungen – die normalerweise den Goldpreis drücken – kletterte das Edelmetall zeitweise auf über 4.400 US-Dollar je Feinunze, den höchsten Stand seit zwei Monaten. Allein in den vergangenen zwei Wochen legte der Preis um fast zehn Prozent zu.
Als Auslöser gilt ein wachsendes Misstrauen gegenüber dem US-Dollar. Nachdem die USA und Japan gemeinsam am Devisenmarkt intervenierten, um den Wertverlust des Yen zu bremsen, keimten Zweifel auf, ob der Dollar und US-Staatsanleihen noch als zuverlässiger sicherer Hafen gelten können. So analysiert es Commerzbank-Analystin Trang Nguyen.
Thyssenkrupp: Umbau per Asset-based Lending
Thyssenkrupp-Chef Miguel Lopez steht vor einer komplexen Finanzierungsaufgabe: Der Konzernumbau soll über sogenanntes Asset-based Lending finanziert werden. Dabei sollen die künftig eigenständigen Töchter eigene Kreditlinien aufbauen, besichert mit Lagerbeständen oder offenen Kundenforderungen – statt auf den gemeinsamen Konzern-Cashpool zurückzugreifen.
Als erste Einheit soll die Werkstoffsparte TK Steel eine Kreditlinie von 1,7 Milliarden Euro auf dieser Basis erhalten. Der Börsengang der Sparte ist noch für dieses Jahr geplant. Das Modell birgt jedoch Risiken: In wirtschaftlich schwachen Phasen kann die verfügbare Kreditlinie schrumpfen, wenn Bestände oder Forderungen an Wert verlieren – genau dann, wenn Liquidität am dringendsten gebraucht wird. Erschwerend kommt die schwache Bonität des Konzerns hinzu, die die Finanzierung verteuert. Insider bezeichnen den Ansatz dennoch als eine der wenigen wirtschaftlich sinnvollen Optionen: nicht perfekt, aber pragmatisch.
Steuerstreit in der Koalition und Reform der Geheimdienste
In der deutschen Innenpolitik sorgt ein eigentlich unscheinbarer Gesetzentwurf aus dem Haus von Finanzminister Lars Klingbeil für Aufruhr. Der Entwurf setzt Steuerentlastungen um, die Union und SPD gemeinsam im Juli beschlossen hatten. Doch nun dämmert der Union, wie gering die tatsächlichen Entlastungen ausfallen. Anders als in den vergangenen zehn Jahren gleicht die Koalition nicht einmal mehr die sogenannte kalte Progression aus – also die inflationsbedingte schleichende Steuermehrbelastung. Berechnungen des Steuerzahlerbundes zeigen: Unterm Strich gibt es 2027 kaum eine spürbare Entlastung für Bürgerinnen und Bürger.
Gleichzeitig hat das Bundeskabinett einen Reformgesetzentwurf für Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst beschlossen. Innenminister Alexander Dobrindt sprach von einer Weiterentwicklung hin zu echten Geheimdiensten. Hintergrund sind zunehmende Fälle von Spionage, Sabotage und Anschlagsrisiken – zuletzt sorgte ein Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin sowie ein Vorfall mit einer sprengstoffbestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle für Aufsehen.
Die Gemengelage aus starken Unternehmensgewinnen, geopolitischen Risiken und innenpolitischen Spannungen zeichnet ein vielschichtiges Bild. Ob die Börsenrally anhält, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine weiterentwickeln – und ob die Inflation auf beiden Seiten des Atlantiks beherrschbar bleibt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


