Volksbühne Berlin: Streit um exklusives Schwarzen-Bad

Date:

Dieses Video wurde am 14.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ein temporäres Freibad auf dem Gelände der Berliner Volksbühne sorgt für politischen Zündstoff: Das als öffentlich und kostenlos beworbene „Volksbad” sollte an einem Freitagnachmittag mehrere Stunden lang ausschließlich für schwarze Communities zugänglich sein. Die Ankündigung löste in den sozialen Netzwerken heftige Empörung aus. Nutzer warfen den Verantwortlichen Rassismus und staatlich finanzierte Rassentrennung vor. Publizist und Kolumnist Henryk M. Broder nimmt den Vorfall zum Anlass für eine grundsätzliche Kritik – an der Volksbühne, an ihrer Finanzierung und an einem gesellschaftlichen Denkmuster, das er für gefährlich hält.

Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz?

Broder sieht in dem Vorfall einen klaren Rechtsverstoß. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist es unzulässig, bestimmten Personengruppen die Nutzung öffentlicher Einrichtungen zu verwehren. Die Volksbühne ist eine solche öffentliche Einrichtung – und zwar eine, die mit rund 300.000 Euro aus dem Theaterprogramm für das Schwimmbadprojekt ausgestattet wurde. Broder wertet das als Zweckentfremdung öffentlicher Mittel, die seiner Einschätzung nach anzeigepflichtig sei.

Dass der Intendant des Hauses dies offenbar nicht als Problem bewertet, findet Broder bezeichnend. Ohnehin werde die Volksbühne massiv von der Stadt Berlin subventioniert – Berechnungen zufolge mit rund 200 Euro pro Sitzplatz und Abend. Ohne diese Fördergelder wäre der Theaterbetrieb kaum aufrechtzuerhalten.

„Umgekehrter Rassismus” und historische Parallelen

Broder bezeichnet den Vorfall als „umgekehrten Rassismus” und verweist auf eine historisch aufgeladene Parallele: die Nürnberger Rassegesetze. Die Frage, wie schwarz jemand sein müsse, um zum exklusiven Badetag zugelassen zu werden, erinnere ihn an die bürokratische Kategorisierung von Voll-, Halb- und Vierteljuden im Nationalsozialismus.

Die Kritik klingt provokant, zielt aber auf ein strukturelles Argument: Sobald eine Gesellschaft beginnt, Menschen nach Gruppenmerkmalen in Über- und Unterprivilegierte einzuteilen, betritt sie gefährliches Terrain – unabhängig von der politischen Intention dahinter. Broder fasst dies in pointierte Fragen:

  • Reicht ein schwarzer Großelternteil für die Zulassung?
  • Was gilt für Menschen mit gemischter Herkunft?
  • Wie wird mit dem Selbstbestimmungsgesetz umgegangen, wenn sich jemand als schwarz identifiziert, ohne es äußerlich zu sein?

Diese Fragen seien nicht absurd, sondern logische Konsequenz des zugrundeliegenden Denkmusters.

Verein „Each One Teach One” und die Förderkulisse

Nach der öffentlichen Kritik ruderte die Volksbühne zurück. Nun heißt es, nicht das Theater selbst, sondern der Verein Each One Teach One habe lediglich einen Zeitraum reserviert. Der Verein organisiert regelmäßig Angebote speziell für schwarze Menschen und erhält Fördergelder aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben”.

Broder hält diese Erklärung für wenig überzeugend. Das ändere nichts an der faktischen Ausgrenzung anderer Bevölkerungsgruppen. Zudem wirft er dem neuen Intendanten der Volksbühne vor, noch kein einziges Stück inszeniert zu haben, aber bereits mit einer derartigen Kontroverse aufzufallen.

Medienspektakel und gesellschaftliche Einordnung

Broder prognostizierte, dass sich rund um das Volksbad zahlreiche Fernsehteams einfinden würden – um schwarze Badegäste beim Planschen zu filmen. Dieses mediale Interesse selbst sei, so seine ironisch zugespitzte These, bereits eine Form von Othering: die besondere Markierung einer Gruppe durch öffentliche Aufmerksamkeit.

Der Vorfall an der Berliner Volksbühne steht beispielhaft für eine breitere gesellschaftliche Debatte: Wie weit darf positive Diskriminierung gehen, bevor sie selbst diskriminierend wirkt? Und wer trägt die Verantwortung, wenn öffentlich finanzierte Institutionen solche Formate ermöglichen? Die Diskussion dürfte noch lange nicht abgeschlossen sein.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

xxx

Popular

Ähnliche Beiträge
Related

Berliner Mietendeckel: Weniger Neubau und Investoren

Eine IFO-Studie belegt: Der Berliner Mietendeckel hat dauerhaft Investitionen, Neubau und Sanierungen ausgebremst – mit Folgen für den Wohnungsmarkt.

Landtagswahl Sachsen-Anhalt: AfD vor Mehrheit?

Vor der Landtagswahl Sachsen-Anhalt zeigen INSA-Umfragen die AfD bei 42 % – mit Potenzial für eine parlamentarische Mehrheit. Was das für CDU und Berlin bedeutet.

Berliner Abgeordnetenhaus: „Heul nicht. Geh wählen.”

Mit provokanten Slogans wirbt die Berliner Abgeordnetenhaus Wahlkampagne für die Wahl am 20. September – auf Plakaten, Dönertüten und Stromkästen.

Volksbühne Berlin: Badetag für Schwarze abgesagt

Die Berliner Volksbühne hat ihren geplanten exklusiven Badetag für Schwarze kurzfristig abgesagt – aus Sicherheitsgründen. Was steckt hinter der Entscheidung?