AfD-Wahlkampf: Ulrich Siegmund als Popstar gefeiert

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Dieses Video wurde am 18.08.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im AfD-Wahlkampf in Sachsen-Anhalt dreht sich derzeit nahezu alles um eine einzige Person: Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Statt inhaltlicher Debatten über Landespolitik dominiert die Personenkult-Atmosphäre rund um den AfD-Frontmann die Veranstaltungen. Auf Wahlkampfständen in Magdeburg und dem ländlichen Weferlingen berichten Beobachter von Menschenmengen, die Siegmund feiern wie einen Popstar – mit Selfies, Autogrammen und enthusiastischem Jubel. Gleichzeitig sorgen Beobachtungen am Rande der Veranstaltungen für Diskussionen über das Milieu, das die AfD in Sachsen-Anhalt anzieht.

Ulrich Siegmund: Mehr Rockstar als Politiker

An den Infoständen der AfD versammeln sich jeweils zwischen 100 und 200 Menschen. Viele warten, um ein Foto mit Siegmund zu machen. Der Kandidat geht aktiv auf die Menge zu, stellt sich mit „Hi, ich bin der Ulli” vor und sorgt für ausgelassene Stimmung.

Besonderer Running Gag: Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel bezeichnete Siegmund auf seinem Titelbild als „gefährlichsten Mann Deutschlands”. Viele Anhänger bringen dieses Heft mit – und lassen es sich von ihm unterschreiben. Siegmund greift den Titel selbst auf und begrüßt Besucher mit der scherzenden Frage, ob sie keine Angst vor ihm hätten.

Die Atmosphäre erinnert Beobachter weniger an klassische Wahlkampfveranstaltungen als an Auftritte eines Musikstars. Gegrillt wird, Softdrinks werden gereicht – gute Laune ist das erklärte Ziel.

Rechtsextreme Symbolik am Rande der Veranstaltungen

Neben der ausgelassenen Stimmung fallen bei den Veranstaltungen auch andere Details auf. Bei einem Auftritt in Weferlingen trugen mehrere Teilnehmer Kleidung der Marke Thorsteiner, die in rechten Szenekreisen verbreitet ist. Außerdem trugen einige Besucher T-Shirts der Organisation Heimattreue Altmark, die im Verfassungsschutzbericht des Landes Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft wird.

Darüber hinaus wurde an einem Teilnehmer ein Tattoo gesichtet, das einer sogenannten Schwarzen Sonne ähnelte – einem Symbol, das seinen Ursprung in der NS-Zeit hat.

Trotz dieser Beobachtungen nahm das übrige Publikum – darunter Familien mit Kindern und Handwerker – offenbar keinen Anstoß daran. Siegmund selbst betonte in seiner Rede:

  • Die AfD sei die Partei aller Bürger Sachsen-Anhalts.
  • Es gebe bei seinen Veranstaltungen keine Rechtsextremen.
  • Die Partei wolle ein freundliches, offenes Gesicht zeigen.

Beobachter vor Ort kommen jedoch zu einem anderen Schluss: Die Präsenz von Personen aus dem rechtsextremen Milieu werde zumindest stillschweigend toleriert.

Hoffnungsträger für eine bundespolitische Wende

Was die Anhänger antreibt, geht weit über Landespolitik hinaus. In Gesprächen mit Besuchern der Wahlkampfstände zeigt sich ein klares Muster: Siegmund wird nicht primär als zukünftiger Ministerpräsident wahrgenommen, sondern als Symbol für einen politischen Wandel auf Bundesebene.

Ein pensionierter Handwerker schildert exemplarisch die Stimmungslage: Er kämpfe seit Langem mit seiner Krankenkasse um die Erstattung von Belegen und fühle sich trotz 45 Arbeitsjahren wie ein „Sozialschmarotzer”. Er erwarte nicht, dass Siegmund seine Probleme sofort löse – aber ein Wahlsieg der AfD könnte seiner Ansicht nach ein Signal setzen, dass sich etwas ändert.

Zum Vergleich: Bei einem Wahlkampfstand der Grünen gaben Besucher an, die Partei vor allem taktisch zu wählen – um sie in den Landtag zu bringen –, weniger aus Überzeugung für Programm oder Kandidaten.

Schicksalswahl für Sachsen-Anhalt und darüber hinaus

Die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird von vielen Beobachtern als Schicksalswahl bezeichnet – mit Signalwirkung für die gesamte Bundesrepublik. Die AfD konzentriert ihren Wahlkampf nahezu vollständig auf die Person Siegmund, während inhaltliche Themen in den Hintergrund treten.

Gegenproteste bleiben bislang marginal: An den besuchten Veranstaltungen versammeln sich meist nur eine Handvoll Gegendemonstranten, die Lage ist friedlich. Wie sich die letzten Wahlkampftage entwickeln, bleibt abzuwarten – klar ist jedoch, dass der Fokus auf Siegmund als Einzelperson den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt von anderen Landtagswahlkämpfen deutlich unterscheidet und das Ergebnis weit über die Landesgrenzen hinaus beobachtet wird.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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