Dieses Video wurde am 21.08.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Starkregen, Hagel und schwere Gewitter: Ein massives Mittelmeer-Unwetter zieht zum Wochenende über Südeuropa hinweg und trifft dabei beliebte Urlaubsregionen in Frankreich, Italien und Spanien besonders hart. Wetterexperte Karsten Brandt von Donnerwetter.de warnt eindringlich: Die Lage ist gefährlich, und Urlauber sollten die Warnhinweise der örtlichen Behörden unbedingt verfolgen.
Warum das Unwetter so heftig ausfällt
Der Hauptgrund für die außergewöhnliche Intensität der Gewitter liegt in den ungewöhnlich hohen Wassertemperaturen im Mittelmeer. Mit bis zu 34 Grad ist das Meerwasser deutlich wärmer als in vergleichbaren Vorjahren – und damit eine gewaltige Energiequelle für aufziehende Unwetter.
Das physikalische Prinzip dahinter ist einfach: Warm-feuchte Luft direkt über der Wasseroberfläche trifft auf kältere Luftmassen in der Höhe. Dieses Temperaturgefälle sorgt für starke vertikale Luftbewegungen, aus denen sich großräumig organisierte Gewitterzellen entwickeln. Hinzu kommt der Einfluss von El Niño, der die Atmosphäre im Mittelmeerraum grundsätzlich aufgeheizt hat und die Unwettergefahr weiter erhöht.
Diese Regionen sind besonders betroffen
Der Schwerpunkt der Unwetter liegt laut Wetterexperte Brandt auf Frankreich und Italien. Auch die Balearen – darunter Mallorca, Ibiza und Menorca – sowie Korsika und Südtirol müssen mit extremen Regenmengen rechnen.
- Frankreich und Norditalien: Schwerpunkt der Unwetterlage mit organisierter Gewitterbildung
- Mallorca, Ibiza, Menorca: Heftige Regenfälle und Sturmgefahr
- Korsika und Südtirol: Starke Regenmassen und Überflutungsrisiko
- Balkan (Kroatien, Slowenien): Zu Beginn der nächsten Woche ebenfalls gefährdet
- Griechenland, Türkei, Zypern: Vorerst unter Hochdruckeinfluss, weniger betroffen
Besonders für Campingurlauber besteht erhöhte Gefahr: Plötzliche Wasserfluten können schnell und ohne große Vorwarnung auftreten.
Tipps für Urlauber im Unwettergebiet
Wer sich aktuell in den betroffenen Regionen aufhält, sollte lokale Wetterberichte und amtliche Unwetterwarnungen engmaschig beobachten. Brandt empfiehlt ausdrücklich, nicht nur auf deutsche Medien zu vertrauen, sondern auch die Behörden und Wetterservices vor Ort einzubeziehen, da diese die lokale Situation besser einschätzen können.
Die schlechte Wetterlage dürfte sich im Laufe der nächsten Woche langsam entspannen. Das aktuelle Unwetterereignis wird als Vorbote weiterer turbulenter Wetterphasen im Mittelmeerraum gewertet – das warme Meerwasser bleibt auf absehbare Zeit ein Risikofaktor.
Wetter in Deutschland: Angenehmes Wochenende in Sicht
Während Südeuropa unter Unwettern leidet, erwartet Deutschland ein vergleichsweise ruhiges Wochenende. Für Sonntag prognostiziert Brandt Temperaturen zwischen 27 und 30 Grad bei viel Sonnenschein und nur vereinzelten Schauern – ein klassischer Spätsommertag.
Auch der Samstag zeigt sich vielerorts schon freundlicher. Der Sommer ist demnach noch nicht vorbei, auch wenn viele angesichts des jüngsten Wetterwechsels bereits an Herbst dachten. Allerdings kündigt sich bereits der typische Frühherbst-Rhythmus an: Temperaturen pendeln künftig zwischen 15 und 30 Grad, und das Hin und Her zwischen warm und kühl dürfte den September prägen.
Wer unter dem Wetterwechsel leidet – etwa durch Schlafprobleme oder Kopfschmerzen infolge schwankenden Luftdrucks –, dem rät der Experte zu ausreichend Flüssigkeitszufuhr sowie geregelten Schlaf- und Tageszeiten. Beides helfe dabei, den Körper in der Übergangsphase zu stabilisieren.
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