Monday, 21. September 2026
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CDU-Krise: Rufe nach Merz-Ablösung nach Wahldesaster

Nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wächst der Druck auf Friedrich Merz. Kolumnist Jörges sieht die CDU in einer tiefen Krise.

Redaktion · 21. September 2026, 09:45 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 21.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin steht die CDU vor einem politischen Scherbenhaufen: Der Rauswurf aus dem Schweriner Landtag und der Triumph der Linken über die Union in Berlin nähren die Rufe nach einem personellen Neuanfang an der Parteispitze. Politikkolumnist Hans-Ulrich Jörges sieht in den Ergebnissen ein historisches Warnsignal – nicht nur für die CDU, sondern für die gesamte politische Mitte Deutschlands.

CDU-Krise erreicht neuen Tiefpunkt

Dass die CDU in Mecklenburg-Vorpommern erstmals in ihrer Geschichte unter die Fünf-Prozent-Hürde fällt und damit aus einem Landtag fliegt, ist nach Einschätzung von Beobachtern ein beispielloser Vorgang. Gleichzeitig gelingt es der Linkspartei in Berlin, die Christdemokraten klar hinter sich zu lassen – ein Ergebnis, das in der Partei Fassungslosigkeit ausgelöst hat.

Jörges fasst die Lage in drastische Worte: „Die Demokratie hat ihre letzte Patrone verschossen.” Damit meint er, dass CDU und SPD – einst als Bollwerk gegen den Aufstieg der AfD verstanden – ihren prägenden politischen Einfluss weitgehend verloren haben und nur noch ums eigene Überleben kämpfen.

Noch in der Wahlnacht versammelten sich Ministerpräsidenten und CDU-Landesvorsitzende in der Landesvertretung – ohne Kanzler Friedrich Merz. Was dort besprochen wurde, ist nicht bekannt. Doch der Subtext ist deutlich: Die Partei sucht intern nach Antworten, die Merz offenbar nicht mehr zu geben vermag.

Merz klammert sich ans Amt

Bereits kurz nach 18 Uhr – noch vor der ersten Hochrechnung – trat Friedrich Merz mit einer Erklärung vor die Öffentlichkeit. Seine Botschaft: Er bleibt. Politische Beobachter zeigten sich irritiert über den frühen Zeitpunkt und den Inhalt der Erklärung.

Jörges vergleicht das Verhalten des Kanzlers mit einem Kapitän auf einem Segelschiff im Sturm, der sich an den Mast bindet, um nicht über Bord gespült zu werden. Die Botschaft an seine Partei sei gewesen: „Entweder das Schiff geht unter mit mir – oder ich bleibe an Bord.”

Nun stehen entscheidende Sitzungen an:

  • Eine Präsidiumssitzung der CDU mit anschließender Vorstandssitzung
  • Eine Fraktionssitzung im Bundestag am Folgetag in Berlin
  • Eine mögliche Vertrauensfrage innerhalb der Parteiführung

In diesen Runden muss nach Ansicht von Parteiinsidern die zentrale Frage beantwortet werden: Hat Friedrich Merz noch das Vertrauen seiner Partei – oder wird man ihm nahelegen, den Weg freizumachen?

AfD siegt, regiert aber nicht

Die AfD triumphierte bei beiden Landtagswahlen – sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Mecklenburg-Vorpommern. Doch trotz der Wahlerfolge bleibt die Partei ohne Koalitionspartner und damit ohne Regierungsmacht.

Das Grundproblem: Solange die AfD an Positionen wie einem Austritt aus der EU oder der NATO festhält, wird keine andere Partei mit ihr koalieren. Laut Jörges verhindert die AfD damit selbst den Weg an die Macht:

  • Fehlende Koalitionsfähigkeit trotz starker Wahlergebnisse
  • Programmatische Extrempositionen schrecken potenzielle Partner ab
  • Ohne absolute Mehrheit keine Regierungsbeteiligung möglich

Jörges fordert, die AfD müsse sich programmatisch bewegen, wenn sie ernsthaft regieren wolle. Andernfalls werde sie sich dauerhaft selbst von der Macht fernhalten – und das sei kein Verdienst der politischen Gegner, sondern ihre eigene Entscheidung.

Klopp als Hoffnungsträger der Nation?

Abseits der politischen Trümmerlage gibt es für Jörges einen kleinen Lichtblick. Ex-Fußballtrainer Jürgen Klopp hatte sich öffentlich als Patriot bezeichnet und die Hoffnung geäußert, dass Deutsche wieder stolz auf ihr Land sein könnten. Jörges sieht in Klopp das Potenzial für eine Art moralische Instanz – einen „Bundespräsidenten der Herzen”, der gelegentlich gesellschaftlich Stellung bezieht.

Es bleibt abzuwarten, ob sich die CDU in den kommenden Tagen zu einem personellen Neustart durchringen kann. Die anstehenden Parteigremien werden zeigen, ob Friedrich Merz die parteiinterne Unterstützung besitzt, um die nächsten fünf Landtagswahlen im Westen als Kanzler zu bestreiten – oder ob die Union einen anderen Weg einschlägt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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