Thursday, 24. September 2026
2G Energy

DAX unter Druck: Renditen, MTU und Secunet im Fokus

Steigende US-Renditen belasten den DAX, während MTU eine Kaufempfehlung erhält und Secunet mit einem Milliardenauftrag der Bundeswehr glänzt. Alle Highlights im Überblick.

Redaktion · 24. September 2026, 08:39 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 24.09.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die DAX Analyse zum Donnerstag, 24. September, steht unter keinem guten Stern: Stark steigende US-Anleiherenditen und ein deutlicher Ölpreisanstieg haben den deutschen Leitindex auf rund 25.265 Zähler gedrückt. Der Late-and-Early-DAX deutete bereits vorbörslich weitere Verluste von rund 140 Punkten an. Einzelne Aktien wie MTU Aero Engines, Secunet und 2G Energy setzten sich jedoch positiv ab und sorgten für Lichtblicke in einem ansonsten belasteten Marktumfeld.

US-Renditen auf 19-Jahres-Hoch – Zinsangst kehrt zurück

Der entscheidende Belastungsfaktor für den deutschen Aktienmarkt kam aus den USA: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sprang um rund 19 Basispunkte auf zeitweise 5,135 Prozent – der höchste Stand seit 19 Jahren. Am Vortag hatte die Rendite noch bei 4,95 Prozent gelegen.

Ausgelöst wurde der Anstieg durch eine Kombination aus starken US-Konjunkturdaten und einem kräftigen Ölpreisanstieg von zeitweise rund fünf Prozent. Auch diplomatische Bemühungen rund um den Iran konnten den Preisauftrieb nicht stoppen. Das Ergebnis: Zinsangst und Inflationssorgen kehrten prompt an die Märkte zurück.

Charttechnisch hält der DAX vorerst Kurs auf die wichtige Unterstützungszone um 25.000 Punkte, wo die 200-Tage-Linie sowie eine offene Gap-Kante bei rund 25.100 Punkten zusammentreffen. Eine Auflösung der bestehenden Handelsspanne nach unten bleibt kurzfristig möglich.

MTU und Secunet als Tagesgewinner

Trotz des schwierigen Umfelds gab es klare Outperformer. MTU Aero Engines führte die DAX-Gewinnerliste an, nachdem die Citigroup die Aktie von „Sell” auf „Buy” hochgestuft und ein neues Kursziel von 445 Euro ausgegeben hatte. Die Analysten erwarten eine deutliche Verbesserung des Cashflows sowie ein durchschnittliches Wachstum des operativen Ergebnisses von 8,5 Prozent pro Jahr bis 2031. Nach einem Rückfall auf die 330-Euro-Marke gewinnt die Aktie damit wieder an Momentum.

Secunet Security Networks war das zweite Highlight: Reuters berichtete über einen möglichen Bundeswehr-Auftrag zur Erneuerung des Sicherheitsnetzwerks im Volumen von rund 1,7 Milliarden Euro. Die Aktie reagierte mit einem Tagesplus von zeitweise 15 Prozent und markierte ein neues Jahreshoch. Gewinnmitnahmen am Folgetag sind angesichts des Kursanstiegs als normal einzustufen.

2G Energy, Allianz, MLP und Verbio – weitere Einzelwerte

Mehrere weitere Aktien standen im Mittelpunkt der Marktbeobachtung:

  • 2G Energy profitierte von einem Großauftrag für Stromerzeugungsanlagen für KI-Rechenzentren in den USA mit einem Volumen von rund fünf Megawatt – bei einem Ansatz von rund einer Million Euro pro Megawatt ein bedeutender Abschluss. Die Auslieferung ist von Q4 2027 bis Q3 2028 geplant, inklusive langfristiger Serviceleistungen.
  • Allianz litt unter Sorgen, dass Künstliche Intelligenz Teile des Versicherungsvermittlungsgeschäfts disruptieren könnte. Die Aktie fiel auf rund 412 Euro. Als wichtige Unterstützungszone gilt der Bereich um 395 bis 400 Euro.
  • MLP bewegte sich hingegen in die entgegengesetzte Richtung und generierte auf Schlusskursbasis ein neues Kaufsignal. Die jahrelange Bodenbildungsformation scheint sich nach oben aufzulösen. Treiber: die geplante Rentenreform, die zusätzlichen Beratungsbedarf und damit Cross-Selling-Potenzial schafft.
  • Verbio meldete deutlich verbesserte Zahlen – Umsatz plus 19 Prozent, massiv gesteigertes EBITDA, operativer Cashflow im Plus – und gab eine Prognose von 210 bis 250 Millionen Euro EBITDA aus. Dennoch verlor die Aktie rund 5,6 Prozent, da die Erwartungen des Marktes offenbar noch höher lagen.

Siemens Energy und Ausblick auf Markttermine

Siemens Energy startete die dritte Tranche seines Aktienrückkaufprogramms. Nach bereits vier Milliarden Euro sollen weitere zwei Milliarden Euro in eigene Aktien investiert werden – ein positives Signal für Aktionäre, da die Bewertungskennziffern dadurch sinken. Der Abwärtstrend seit April ist technisch zwar noch intakt, eine Gegenbewegung ist jedoch möglich, zumal Siemens Energy stark von der Nachfrage nach Energie für KI-Rechenzentren profitiert.

Auf der Terminseite richtet sich der Blick zunächst auf den ifo-Geschäftsklimaindex um 10 Uhr, gefolgt von den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe am Nachmittag. Letztere könnten Einfluss auf den Dollar und damit die Geldpolitik der Fed haben. Angesichts des starken Renditeanstiegs gilt: Der Beginn des Oktober könnte an den Märkten ungemütlich bleiben. Investoren, die noch nicht positioniert sind, sollten vorerst Geduld walten lassen und günstigere Einstiegsniveaus abwarten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Wirtschaft & Finanzen

Alle Beiträge →