Thursday, 24. September 2026
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Antisemitismus

Nouripour warnt: Bekenntnis gegen Antisemitismus reicht nicht

Grünen-Politiker Nouripour erhebt schwere Vorwürfe gegen die Linke in Berlin: Ein verbales Bekenntnis gegen Antisemitismus sei wertlos, solange Konsequenzen fehlen.

Redaktion · 24. September 2026, 20:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 24.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Grünen-Politiker Omid Nouripour hat im Deutschen Bundestag klare Worte zur Diskussion um eine mögliche Koalition mit der Linken in Berlin gefunden. Ein bloßes Bekenntnis gegen Antisemitismus sei „erst mal gar nichts wert”, solange die Partei nicht konkret erkläre, wie sie mit extremistischen Strömungen in den eigenen Reihen umzugehen gedenke. Die Aussagen fallen in eine Phase intensiver bundespolitischer Debatten über Koalitionsoptionen nach den jüngsten Wahlergebnissen auf kommunaler und Landesebene.

Nouripour: Linke muss Konsequenzen ziehen

Nouripour richtete seine Kritik ausdrücklich an die Berliner Linke. Er verwies darauf, dass Teile der Partei anscheinend enge Verbindungen zur organisierten Kriminalität sowie zu Gruppen unterhielten, die der EU seit über zwanzig Jahren als Terrororganisationen gelten — darunter die Volksbefreiungsfront Palästinas.

Besonders schwer wiegt für Nouripour, dass Bundestagsabgeordnete auf Wahlpartys Seite an Seite mit Vertretern solcher Gruppen aufgetreten seien. Auch das Mitlaufen bei Demonstrationen, auf denen Rufe wie „Yalla, Intifada” ertönten, sei kein Ausdruck von Widerstand, sondern von Terror.

„Die Linke muss erklären, was sie mit diesen Leuten eigentlich vorhat”, forderte Nouripour. „Wollen sie diese Leute loswerden — und wenn ja, wie? Diese Frage muss erst beantwortet werden.”

Verbal-Bekenntnis reicht nicht aus

Die Berliner Spitzenkandidatin der Linken hatte sich wiederholt öffentlich gegen Antisemitismus positioniert. Nouripour ließ diese Erklärungen jedoch nicht als ausreichend gelten. Entscheidend seien nicht Worte, sondern konkrete Handlungen gegenüber den betreffenden Akteuren innerhalb der Partei.

Diese Haltung stößt im politischen Berlin auf breite Resonanz. Auch aus anderen Lagern sind bereits kritische Töne gegenüber einer möglichen Zusammenarbeit mit der Linken zu vernehmen. Die Debatte spiegelt eine grundsätzliche Spannung wider: Wie weit können demokratische Parteien bei der Koalitionsbildung gehen, wenn extremistische Strömungen im potenziellen Partner verankert sind?

Koalitionsfrage und die Logik der Brandmauern

Parallel zur inhaltlichen Debatte verdichtet sich die Frage nach den realistischen Koalitionsoptionen in Berlin und im Bund. Nach den jüngsten Wahlergebnissen auf Landes- und Kommunalebene stehen die Parteien unter Druck, handlungsfähige Mehrheiten zu organisieren.

Die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Eine Koalition aus Linken, Grünen und SPD gilt wegen der Vorwürfe gegen die Linke als höchst umstritten.
  • Eine Zusammenarbeit von CDU und AfD wird von großen Teilen des bürgerlichen Lagers abgelehnt.
  • Eine schwarz-rote Koalition aus CDU und SPD steht unter dem Druck, versprochene Reformen tatsächlich umzusetzen.
  • Die sogenannte Brandmauerstrategie gegenüber der AfD wirkt direkt auf die Debatte über den Umgang mit der Linken zurück.

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte noch am Wahlabend betont, dass zentrale Reformen — etwa bei Rente, Pflege und Gesundheit — unbedingt kommen müssten. Doch eine mehrstündige Krisensitzung der Koalitionspartner brachte zuletzt kein greifbares Ergebnis.

Rente nach 45 Beitragsjahren: Kompromiss in Sicht?

Im Hintergrund der koalitionspolitischen Turbulenzen verhandeln CDU und SPD weiter über die Reform der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. Im Gespräch ist ein Kompromiss, der eine Erhöhung der erforderlichen Beitragsjahre um ein bis zwei Jahre sowie eine Härtefallregelung vorsieht.

Ob dieser Kompromiss den Weg für den angekündigten großen Reformaufschlag bei Rente, Pflege und Gesundheit ebnen kann, bleibt offen. In der SPD hat man registriert, dass Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Norden punkten konnte, indem sie sich gegen Reformpolitik des Bundes stellte — ein Warnsignal für die Bundespartei.

Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die Koalition die inneren Spannungen überbrücken und ihre programmatischen Versprechen einlösen kann — oder ob der Streit um Brandmauern, Koalitionsoptionen und Reformkompromisse die Handlungsfähigkeit der Berliner wie der Bundespolitik weiter lähmt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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