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Berliner Linke

Woidke: Berliner Linke ist nicht koalitionsfähig

Brandenburgs SPD-Ministerpräsident Woidke warnt die Berliner SPD eindringlich davor, mit der Berliner Linken eine Regierungskoalition einzugehen – und nennt drei konkrete Gründe.

Redaktion · 25. September 2026, 16:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 25.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Berliner Linke in ihrer derzeitigen Form als nicht regierungsfähig bezeichnet und die Berliner SPD eindringlich gewarnt, eine Koalition mit ihr einzugehen. Obwohl der Berliner SPD-Landesverband grünes Licht für Sondierungsgespräche gegeben hat, besteht Woidke auf klaren Bedingungen: Erst müsse eine vollständige politische Aufarbeitung erfolgen, bevor überhaupt über eine Regierungsbeteiligung der Linken gesprochen werden könne. Drei zentrale Argumente trägt er dabei vor.

Antisemitismus und organisierte Kriminalität auf Wahlpartys

Woidke schildert, was ihn am Wahlabend in Berlin besonders beunruhigt habe: Auf den Wahlpartys der Berliner Linken seien Personen aufgetreten, die er der organisierten Kriminalität zurechnet, sowie offen auftretende Antisemiten. Diese hätten den Wahlerfolg der Partei sichtbar als ihren eigenen Triumph gefeiert.

Für Woidke war dieses Auftreten keine Kleinigkeit, sondern eine klare „Machtansage” und „Drohgebärde” gegenüber dem Rechtsstaat, der Berliner Justiz und der Berliner Polizei. Eine Partei, der solche Verbindungen zuzuschreiben seien, dürfe allein aus diesem Grund nicht in eine Landesregierung eintreten.

Brandenburger Erfahrungen als Warnung

Als zweites Argument verweist Woidke auf eigene Erfahrungen: Brandenburg regierte ab 2009 in einer Koalition mit der Linken – und das Bündnis stand bereits nach drei Monaten vor dem Scheitern. Der Grund: eine Serie von Enthüllungen über Stasi-Verbindungen von Abgeordneten im Brandenburger Landtag, die zuvor ausdrücklich bestritten worden waren.

Die Parallele zu Berlin sei offenkundig. Woidke warnt daher, eine Regierung, die mitten in einer Aufarbeitung belastender Vergangenheit stecke, sei strukturell instabil. Die Aufarbeitung müsse abgeschlossen sein, bevor eine Koalition stehe – nicht umgekehrt.

Unvereinbare Ziele: Rechtsstaat versus Schwächung von Polizei und Justiz

Als dritten Grund nennt Woidke inhaltliche Unvereinbarkeit: Die SPD sei seit jeher eine Rechtsstaatspartei, die für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger einstehe. Die Berliner Linke hingegen verfolge aus seiner Sicht das Ziel, Verfassungsschutz, Polizei und Justiz zu schwächen.

Diese unterschiedlichen Zielvorstellungen machten eine gemeinsame Regierungsarbeit nahezu unmöglich. Woidke fasst zusammen:

  • Verbindungen zu kriminellen Milieus und Antisemitismus im Umfeld der Partei
  • Ungeklärte Vergangenheit, die eine Koalition rasch destabilisieren kann
  • Grundlegend verschiedene Vorstellungen von Rechtsstaat und innerer Sicherheit

Weitere Themen: Rente, Energiepreise und SPD-Kurs

Neben der Berliner Koalitionsfrage äußerte sich Woidke auch zu anderen drängenden politischen Fragen. Bei der Rentenreform spricht er sich gegen bloße Leistungskürzungen aus. Stattdessen plädiert er für eine Verbreiterung der Beitragsbasis: Auch Beamte, Abgeordnete und Ministerpräsidenten sollten in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Zudem solle die Mütterrente aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert werden, statt die Rentenversicherung damit zu belasten.

Beim Thema Energiepreise begrüßt Woidke die von der Bundesregierung geplante Preisobergrenze für Kraftstoffe. Er warnt jedoch, dass eine ähnliche Debatte bald auch beim Gaspreis anstehe. Beide Preise seien wesentliche Treiber der Inflation und müssten entschlossen begrenzt werden.

Zur Lage der SPD auf Bundesebene betont Woidke: Das Problem der Partei sei kein personelles, sondern ein inhaltliches. Die SPD müsse sich stärker auf Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik konzentrieren, um den Verlust von Industriearbeitsplätzen in Deutschland zu stoppen. Dieser Trend gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt und müsse dringend umgekehrt werden.

Woidkes Appell macht deutlich, dass in der SPD die Debatte über den richtigen politischen Kurs – sowohl in Berlin als auch im Bund – längst nicht abgeschlossen ist. Wie die Berliner SPD auf seine Warnungen reagiert und ob die Sondierungsgespräche mit der Linken zu einer Koalition führen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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