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Ukraine-Krieg: Drohende Kessel und wachsendes Haushaltsloch

Im Ukraine-Krieg wächst der Druck an der Donbas-Front, während russische Angriffe die ukrainische Wirtschaft systematisch zerstören und das Haushaltsdefizit explodiert.

Redaktion · 25. September 2026, 18:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 25.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im Ukraine-Krieg spitzen sich gleich mehrere Entwicklungen parallel zu: An der Front im Donbas wächst der russische Druck auf strategisch wichtige Städte, während Russland mit massiven Angriffen auf die ukrainische Infrastruktur systematisch versucht, die Wirtschaftskraft des Landes zu zerstören. Die Ukraine steht vor einem wachsenden Haushaltsdefizit, das ohne massive internationale Unterstützung kaum zu schließen sein wird. Gleichzeitig trägt Kiew den Kampf tief ins russische Hinterland — mit Drohnenangriffen auf Raffinerien weit jenseits der Frontlinie.

Drohende Kesselbildung im Donbas — Experten streiten

Russische Kriegsblogger behaupten, rund um die Stadt Prawdyne (Donezk-Oblast) entstehe ein neuer Kessel, der ukrainische Verbände einschließen könnte. Dieser Einschätzung widerspricht jedoch der kremlkritische russische Militärexperte Dimitri Kusnetz vom unabhängigen Nachrichtenmedium Medusa entschieden: Eine tatsächliche Kesselbildung sei derzeit nicht erkennbar.

Was Kusnetz aber bestätigt: Der russische Druck auf die ukrainischen Stellungen in dieser Region ist erheblich. Dasselbe gilt für den Ballungsraum Slowjansk-Kramatorsk, ebenfalls in der Donezk-Oblast. Der Experte empfiehlt den ukrainischen Streitkräften dringend, weitere Truppenverbände in diese neuralgischen Frontabschnitte zu verlegen — um eine Überrollung durch russische Kräfte zu verhindern.

Gegenseitige Angriffe auf das Hinterland

Abseits der eigentlichen Front intensivieren beide Seiten ihre Angriffe auf das jeweilige Hinterland. Die Ukraine hat erneut russische Energieinfrastruktur attackiert: Ziel war diesmal eine Ölraffinerie in Perm, rund 1.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt — einer der weitreichendsten Angriffe seit Kriegsbeginn. Zusätzlich wurde in Uljanowsk eine Fabrik für Elektronikbauteile beschossen.

Russland seinerseits griff erneut die Hauptstadt Kiew an. Diesmal blieben die Schäden auf Brände und Sachschäden begrenzt; bei Angriffen am Vortag waren zwei Menschen ums Leben gekommen.

Besonders besorgniserregend ist die Systematik der russischen Angriffe auf ukrainisches Gebiet: Seit Juni und Juli dieses Jahres hat Russland das Tempo seiner Attacken auf die ukrainische Wirtschaftsinfrastruktur deutlich erhöht. Im Fokus stehen:

  • Logistikzentren und Lagerhallen
  • Rechenzentren und Telekommunikationsinfrastruktur
  • Energieversorgung und Bahninfrastruktur
  • Hafenanlagen und Exportwege
  • Stahlwerke und Industrieanlagen

Das erklärte Ziel Moskaus: die Fähigkeit der Ukraine, Steuereinnahmen zu generieren, systematisch zu untergraben und damit die Kriegswirtschaft des Landes zu schwächen.

Haushaltskrise: Ukraine braucht Milliarden

Die Strategie zeigt Wirkung. Das Haushaltsdefizit der Ukraine wächst stetig — unmittelbar verbunden mit den zerstörten Produktionskapazitäten und dem einbrechenden Steueraufkommen. Aus Kiew verlautet, dass das Land in diesem Jahr zusätzlich rund 23 Milliarden Euro benötigt, im kommenden Jahr sollen es sogar ungefähr 28 Milliarden Euro sein.

Diese Summen übersteigen bei weitem das, was die Ukraine aus eigenen Mitteln aufbringen kann. Als einziger realistischer Geldgeber gilt die Europäische Union — und innerhalb der EU ist Deutschland der größte bilaterale Unterstützer der Ukraine. Damit rückt die Frage der europäischen Finanzierungsbereitschaft zunehmend ins Zentrum der geopolitischen Debatte.

Einordnung: Wirtschaftskrieg als zweite Front

Der Ukraine-Krieg hat längst eine zweite, wirtschaftliche Dimension angenommen. Russland verfolgt eine langfristige Strategie der systematischen Deindustrialisierung der Ukraine — Werk für Werk, Hafen für Hafen. Gelingt es Moskau, Kievs Staatsfinanzen dauerhaft zu destabilisieren, wächst der Druck auf die westlichen Partner erheblich. Für die Europäische Union bedeutet das: Die finanzielle Unterstützung der Ukraine ist kein rein humanitäres, sondern ein zentrales sicherheitspolitisches Thema. Wie nachhaltig diese Unterstützung politisch tragfähig bleibt, dürfte eine der entscheidenden Fragen der kommenden Monate sein.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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