Tuesday, 6. October 2026
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Jemen-Konflikt: Huthis greifen Saudi-Arabien an

Die Huthis im Jemen melden neue Angriffe auf Saudi-Arabien, bestreiten Geländeverluste und gefährden wichtige Öl-Transportrouten. Was bisher bekannt ist.

Redaktion · 6. October 2026, 11:28 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 06.10.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Huthis im Jemen haben erneut Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien gemeldet und gleichzeitig Berichte über Geländegewinne der jemenitischen Regierungstruppen scharf zurückgewiesen. Der Konflikt um die strategisch bedeutsame Meerenge Bab al-Mandab spitzt sich damit weiter zu — mit spürbaren Folgen für den globalen Ölhandel und die internationale Schifffahrt.

Huthis melden Angriffe auf Riad und Aramco-Raffinerie

Ein Sprecher der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz erklärte am Montag in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa, man habe erneut mehrere Ziele in Saudi-Arabien angegriffen. Darunter sollen der internationale Flughafen Riad sowie eine Aramco-Raffinerie in Rabigh gewesen sein.

Eine offizielle Bestätigung aus Saudi-Arabien stand zunächst aus. Satellitenaufnahmen vom Samstag zeigten jedoch eine dichte Rauchsäule über einer Aramco-Raffinerie in der Nähe der saudischen Hauptstadt — ein Hinweis, der die Angaben der Huthis zumindest teilweise stützt.

Die Angriffe auf die saudische Öl-Infrastruktur sind kein Einzelfall. Seit Beginn des Jemen-Krieges haben die Huthis wiederholt Drohnen und Raketen auf saudisches Territorium abgefeuert, um Druck auf die von Riad geführte Militärkoalition auszuüben.

Regierungstruppen behaupten Kontrolle über Bab al-Mandab

Die vom saudi-arabischen Militärbündnis unterstützten jemenitischen Regierungstruppen meldeten unterdessen einen bedeutenden Geländegewinn: Die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die im vergangenen Monat von den Huthis eingenommen worden war, soll wieder unter Kontrolle der Regierung stehen.

Der jemenitische Informationsminister erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, die Einheiten seien entlang der Küste rasch vorgerückt und hätten Schlüsselpositionen im Gebiet um Duhab eingenommen. Die Huthi-Rebellen bestritten diese Darstellung am Montag jedoch als „völlig unwahr”.

Die gegensätzlichen Lageberichte machen eine unabhängige Verifikation der Frontlinie derzeit kaum möglich — ein in diesem Konflikt wiederkehrendes Problem.

Strategische Bedeutung der Meerengen für den Welthandel

Die Meerenge Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist damit eine der wichtigsten Seerouten der Welt. Über sie wird ein erheblicher Teil des globalen Öltransports abgewickelt, bevor die Tanker weiter durch den Suezkanal in Richtung Europa fahren.

Neben Bab al-Mandab gilt auch die Straße von Hormus als kritischer Engpass — diese wird vom Iran kontrolliert und ist ebenfalls ein potenzieller Hebel in regionalen Machtauseinandersetzungen. Die wichtigsten Fakten zur geopolitischen Lage im Überblick:

  • Bab al-Mandab: Verbindung zwischen Rotem Meer und Golf von Aden, zentral für den Öltransport nach Europa
  • Straße von Hormus: Vom Iran kontrollierter Engpass für Öltanker aus dem Persischen Golf
  • Suezkanal: Wichtige Weiterführung der Route für Güter- und Energielieferungen
  • Huthi-Angriffe auf Aramco: Wiederholte Attacken auf saudische Öl-Infrastruktur seit Kriegsbeginn

Merz mahnt zur Vorsicht beim Optimismus

Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich zurückhaltend zu der Entwicklung. Die jüngsten Meldungen seien „vielleicht ein Grund zu vorsichtigem Optimismus, aber mehr ist es auch nicht”, so Merz. Entscheidend sei vor allem, dass die Straße von Hormus dauerhaft wieder geöffnet werde — ohne Erhebung von Zöllen.

Merz machte deutlich, dass man von einer nachhaltigen Lösung des Konflikts noch weit entfernt sei, es jedoch „immer wieder auch Anlass zur Hoffnung” gebe. Eine Einschätzung, die die Unsicherheit der Lage treffend zusammenfasst.

Solange keine unabhängig verifizierten Informationen über die tatsächliche Kontrolle der Meerenge Bab al-Mandab vorliegen, bleibt die militärische und handelspolitische Lage am Horn von Afrika angespannt. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen genau — zu groß sind die wirtschaftlichen Konsequenzen einer dauerhaften Blockade dieser Schlüsselrouten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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