Friday, 23. October 2026
BER

BER Flughafen: Vom Bauprojekt zum Betriebsflop

Der BER Flughafen kämpft mit hohen Gebühren, dem Rückzug von Ryanair und sinkenden Passagierzahlen. Droht dem Hauptstadtflughafen ein dauerhafter Betriebsflop?

Redaktion · 23. October 2026, 15:39 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 23.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Berliner Flughafen BER galt bereits als einer der größten Bauflops in der Geschichte Deutschlands – jetzt droht dem Hauptstadtflughafen auch im laufenden Betrieb ein nachhaltiges Scheitern. Explodierende Baukosten, überdurchschnittlich hohe Flughafengebühren und der Abzug wichtiger Fluggesellschaften setzen den BER zunehmend unter Druck. Mit nur noch rund 25 Millionen Passagieren im kommenden Jahr liegt der Flughafen weit hinter vergleichbaren europäischen Drehkreuzen – und das könnte erst der Anfang einer strukturellen Krise sein.

Milliarden-Kostenexplosion als Ursprung aller Probleme

Die Wurzel der heutigen Betriebsprobleme liegt in der desaströsen Baugeschichte des BER. Statt der ursprünglich veranschlagten zweieinhalb bis drei Milliarden Euro kostete der Flughafenbau am Ende rund sechs Milliarden Euro – eine Verdopplung der geplanten Investitionssumme.

Diese Kapitalkosten müssen durch den laufenden Betrieb des Flughafens bedient werden. Die Folge ist ein strukturelles Dilemma: Um die Schulden zu finanzieren, müssen die Flughafengebühren vergleichsweise hoch angesetzt werden. Das macht den BER für Fluggesellschaften – insbesondere für Billigairlines mit engen Kostenkalkulationen – zunehmend unattraktiv.

Früher litt die Berliner Luftfahrt unter veralteten und überlasteten Kapazitäten in Tegel und Schönefeld. Heute kämpft der neu gebaute Flughafen mit dem gegenteiligen Problem: einer erheblichen Unterauslastung. Ein klassischer Schwenk von einem Übel ins nächste.

Ryanair zieht ab – Millionen Sitzplätze verloren

Das bislang deutlichste Signal für die Standortschwäche des BER ist der Rückzug von Ryanair. Europas größte Billigfluggesellschaft schließt ihre Basis am Berliner Flughafen – mit gravierenden Folgen für das Streckennetz.

Durch den Abzug der Iren verliert der BER rund zweieinhalb Millionen Sitzplätze pro Jahr. Damit schrumpft das Angebot für Reisende erheblich, was wiederum die Attraktivität des Standorts weiter mindert.

Besonders anschaulich macht die Kostenlücke ein konkreter Vergleich, den der Flughafenverband ADV vorrechnet:

  • Ein Ryanair-Start auf der Route Berlin–Palma de Mallorca kostet am BER rund 7.600 Euro.
  • Derselbe Flug ab Warschau ist für die Airline mehr als 3.000 Euro günstiger.
  • Warschau wird Berlin voraussichtlich noch Ende des Jahres bei den Passagierzahlen überholen.

Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark der BER im europäischen Wettbewerb der Flughäfen ins Hintertreffen geraten ist.

Passagierzahlen weit unter europäischem Niveau

Der Rückgang der Fluggastzahlen ist in absoluten Zahlen alarmierend. Mit 25 Millionen erwarteten Passagieren im kommenden Jahr erreicht der BER nicht einmal die Hälfte der Passagierzahlen des Frankfurter Flughafens. Im europäischen Vergleich rangiert Berlin damit außerhalb der Top 20 – eine blamable Bilanz für den Flughafen der deutschen Hauptstadt.

Die Schwäche hat strukturelle Ursachen: Hohe Standortkosten schrecken Fluggesellschaften ab, ein schmaleres Streckennetz macht den Flughafen für Reisende weniger attraktiv, und sinkende Passagierzahlen führen zu weiteren Einnahmeverlusten – ein sich selbst verstärkender Negativkreislauf.

Mögliches Platzen des Emirates-Deals als nächster Rückschlag

Als wäre die Lage nicht schon angespannt genug, droht dem BER ein weiterer empfindlicher Rückschlag: Ein seit Langem angestrebter Kooperationsdeal mit der arabischen Premiumairline Emirates könnte scheitern. Eine direkte Langstreckenverbindung des Golfflugers hätte dem Flughafen internationale Strahlkraft und dringend benötigte Passagiere gebracht.

Sollte auch diese Vereinbarung nicht zustande kommen, verliert der BER eine weitere Chance, sich als ernstzunehmender Luftfahrtstandort in Europa zu positionieren.

Ob der Berliner Flughafen seinen Kurs korrigieren kann, hängt maßgeblich davon ab, ob Betreiber und Politik Wege finden, die Gebührenstruktur zu reformieren und neue Fluggesellschaften anzulocken. Ohne substanzielle Veränderungen droht dem BER der dauerhafte Abstieg vom Pannenprojekt zum Flop-Flughafen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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