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Energiepolitik

Gasspeicher: Reiche sieht keine Mangellage im Winter

Bundeswirtschaftsministerin Reiche gibt Entwarnung: Die deutschen Gasspeicher reichen trotz eines Füllstands von 59 % für den Winter – eine strategische Reserve ist geplant.

Redaktion · 7. October 2026, 11:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 07.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die deutschen Gasspeicher sind in diesem Herbst vergleichsweise niedrig gefüllt – doch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht darin keine unmittelbare Gefahr. Der aktuelle Füllstand von rund 59 Prozent sei ausreichend, um den Winter ohne eine Gasmangellage zu überstehen. Das erklärte die Ministerin gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Dennoch plant das Ministerium zusätzliche Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken.

Füllstand niedriger als in Vorjahren – aber kein Grund zur Panik

Mit einem Füllstand von rund 59 Prozent liegen die deutschen Gasspeicher deutlich unter dem Niveau vergangener Jahre. Zur Einordnung: In den Wintern nach dem russischen Angriff auf die Ukraine waren die Speicher zeitweise auf über 90 Prozent gefüllt worden, um mögliche Lieferausfälle abzufedern.

Trotz des aktuell niedrigeren Standes betont Reiche, dass die eingelagerte Menge den Bedarf auch in einem besonders kalten Winter decken würde. In den Speichern liege mehr Gas, als selbst im kältesten bisher verzeichneten Jahr verbraucht worden sei. Damit widerspricht sie Befürchtungen, Deutschland könnte in eine ernste Versorgungskrise geraten.

Strategische Reserve als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme

Obwohl die Ministerin die aktuelle Lage als beherrschbar einstuft, will die Bundesregierung auf Nummer sicher gehen. Geplant ist die Einrichtung einer strategischen Gasreserve, die als zusätzlicher Puffer für außergewöhnliche Belastungssituationen dienen soll.

Eine solche Reserve würde über den normalen Speicherbetrieb hinausgehen und gezielt für Krisenszenarien vorgehalten werden. Details zu Umfang und Finanzierung des Vorhabens nannte Reiche bislang nicht. Das Konzept orientiert sich an ähnlichen Modellen, die in anderen europäischen Ländern bereits etabliert sind.

Die wichtigsten Eckpunkte der aktuellen Lage im Überblick:

  • Aktueller Füllstand der deutschen Gasspeicher: rund 59 Prozent
  • Eingelagertes Volumen übersteigt den Verbrauch des bislang kältesten Winters
  • Keine Gasmangellage für den Winter 2026/2027 erwartet
  • Geplante Einführung einer strategischen Reserve als zusätzliche Absicherung

Versorgungssicherheit bleibt politisches Dauerthema

Die Gasversorgung in Deutschland ist seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges im Jahr 2022 ein zentrales energiepolitisches Thema. Der Wegfall russischer Lieferungen zwang Deutschland zu einer raschen Diversifizierung seiner Bezugsquellen – unter anderem durch den Ausbau von LNG-Importkapazitäten und neue Lieferverträge mit Norwegen, den Niederlanden und anderen Partnern.

Seither schwanken die Speicherstände stärker als zuvor, weil die Beschaffung aufwendiger und teurer geworden ist. Kritiker warnen, dass ein milder Herbst die Lage zwar entspannt habe, ein ungewöhnlich kalter Winter die Reserven aber schneller abschmelzen lassen könnte als erwartet.

Reiche setzt dem entgegen, dass die Infrastruktur und die Beschaffungsmechanismen heute robuster seien als noch vor wenigen Jahren. Die Bundesregierung beobachte die Entwicklung der Speicherstände kontinuierlich und sei bereit, bei Bedarf steuernd einzugreifen.

Ausblick: Europa wappnet sich gemeinsam

Neben nationalen Maßnahmen setzt Deutschland weiterhin auf europäische Koordination bei der Gasversorgung. Im Rahmen der EU-Energiepolitik bestehen gemeinsame Mechanismen zur Lastenteilung, falls ein Mitgliedstaat in eine ernste Versorgungsnotlage gerät.

Die kommenden Wintermonate werden zeigen, ob die eingelagerten Mengen und die geplante strategische Reserve ausreichen, um Verbrauchern und Industrie stabile Preise und eine gesicherte Versorgung zu garantieren. Experten beobachten neben den Füllständen auch die Temperaturprognosen und die Entwicklung der internationalen Gaspreise als entscheidende Faktoren für die Versorgungssicherheit in der kalten Jahreszeit.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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