Tuesday, 13. October 2026
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DAX-Analyse: Adidas, Nordex und VW im Check

Wie entwickeln sich Adidas, Nordex, Volkswagen und Deutsche Börse? Eine DAX-Analyse zeigt Chancen und Risiken der wichtigsten Einzelwerte im Überblick.

Redaktion · 12. October 2026, 08:33 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 12.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der deutsche Aktienmarkt startet die neue Handelswoche mit Rückenwind: Nach einem versöhnlichen Freitag notiert der DAX am Montag, dem 12. Oktober, bei rund 25.220 Punktern – ein Plus von gut 0,5 Prozent. Die DAX-Analyse der wichtigsten Einzelwerte zeigt dabei ein gemischtes Bild: Während Deutsche Börse und Nordex glänzen, kämpfen Aroundtown und Volkswagen weiter mit strukturellen Problemen.

DAX erholt sich – Widerstandszonen im Blick

Der DAX hat in der vergangenen Woche erfolgreich die 200-Tage-Linie getestet und sich anschließend wieder über die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke geschoben. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt intakt. Auf der Oberseite wartet nun eine erste nennenswerte Widerstandszone im Bereich von 25.500 Punkten, gefolgt von weiteren Hürden bei rund 25.800 Zählern.

Rückenwind liefern leicht gesunkene Anleiherenditen sowie zurückgehende Ölpreise. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen liegt aktuell bei 3,46 Prozent, in den USA bei 5,24 Prozent – jeweils rund zehn Basispunkte unter den jüngsten Hochs. Unterstützung nach unten bieten die 25.000-Punkte-Marke sowie die 200-Tage-Linie; darunter folgt eine weitere Auffangzone bei rund 24.650 Punkten.

Adidas und Deutsche Börse mit positiven Signalen

Unter den Einzelwerten sticht Adidas positiv hervor. Der Sportartikelkonzern hat ein kurzfristiges Kurshoch überwunden und nimmt nun die 50-Tage-Linie in Angriff. Hält die Aktie das aktuelle Niveau auf Schlusskursbasis, ist ein Anstieg in Richtung 160 bis 162 Euro in den nächsten Tagen realistisch. Nach den zuletzt schwachen Quartalszahlen, die zunächst für einen kräftigen Kursrückgang gesorgt hatten, scheint die Aktie einen tragfähigen Boden ausgebildet zu haben.

Noch stärker präsentiert sich die Deutsche Börse: Das Papier markierte zuletzt auf Schlusskursbasis ein neues Allzeithoch bei knapp 298 Euro. Gleich mehrere Faktoren spielen dem Börsenbetreiber in die Karten:

  • Steigende Marktvolatilität erhöht das Handelsvolumen
  • Fusionsfantasie rund um eine mögliche Annäherung mit der Euronext
  • Steigende Zinsen beflügeln das Zinsgeschäft
  • Analysten haben ihre Kursziele zuletzt angehoben

Als nächstes Kursziel gelten die Regionen zwischen 320 und 330 Euro. Bestehende Positionen sollten Anleger nach Einschätzung der Experten einfach halten.

Nordex und Verbio: Windenergie und Biokraftstoffe mit Aufholpotenzial

Der Windturbinenhersteller Nordex sorgt mit starken Quartalszahlen für Aufsehen. Der Auftragseingang im dritten Quartal belief sich auf 2.810 Megawatt – das entspricht einem Auftragsvolumen von rund 2,5 Milliarden Euro und einem Zuwachs von fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Nach neun Monaten summiert sich der Auftragseingang auf 7.733 MW. Die Börse quittiert die Zahlen mit einem Plus von 2,4 Prozent.

Für einen nachhaltigen Kursanstieg muss Nordex allerdings beweisen, dass die Aufträge auch profitabel abgearbeitet werden. Ein technischer Befreiungsschlag wäre ein Anstieg über den Bereich zwischen 40 und 42 Euro.

Beim Biokraftstoffhersteller Verbio sorgte der jüngste Kapitalmarkttag für Kursaufschläge. Die Deutsche Bank bestätigte ihre Kaufempfehlung, senkte das Kursziel leicht, sieht aber weiterhin ein Aufwärtspotenzial von rund 40 bis 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau. Als starker Treiber gilt die Biodieselspanne. Ein erstes kurzfristiges Kursziel liegt im Bereich von 26 bis 27 Euro, der nächste Widerstand bei 30 Euro.

Volkswagen und Aroundtown unter Druck

Deutlich trüber ist das Bild bei Volkswagen. Die neuesten Absatzzahlen verdeutlichen die strukturellen Schwierigkeiten des Konzerns: Im dritten Quartal brachen die Auslieferungen in China um 38,5 Prozent ein – weltweit lag das Minus bei 14,3 Prozent. Nach neun Monaten wurden knapp 6 Millionen Fahrzeuge abgesetzt, ein Rückgang von 9 Prozent. Lediglich bei Elektroautos in Europa gibt es Lichtblicke: Hier legte VW um 20 Prozent zu, der Elektroanteil am Gesamtauftragsbestand stieg auf rund 40 Prozent. Die Aktie notiert dennoch nahe mehrjähriger Tiefststände bei rund 69 bis 70 Euro; der Abwärtstrend bleibt intakt.

Noch schwieriger ist die Lage bei Aroundtown. Der Immobilienkonzern, der Büro-, Hotel-, Gewerbe- und Wohnimmobilien im Portfolio hält, hat seit dem Herbst 2022 rund die Hälfte seines Börsenwerts verloren – von über 3,50 Euro auf zuletzt unter 1,70 Euro. Steigende Zinsen und höhere Anleiherenditen belasten das Geschäftsmodell massiv. Ein Test der historischen Tiefststände unterhalb von 1 Euro ist technisch nicht auszuschließen.

Die aktuelle Marktlage bleibt damit zweigeteilt: Qualitätsunternehmen mit starkem Auftragseingang und stabilen Erträgen wie Deutsche Börse oder Nordex profitieren vom Umfeld, während zins- und konjunktursensible Werte wie Aroundtown und Volkswagen weiter unter Druck stehen. Für Anleger gilt es, genau zu differenzieren und auf Sektoren mit strukturellem Rückenwind zu setzen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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