Wednesday, 14. October 2026
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Alexander Schweizer

Koalitionskrise: SPD kritisiert Umgang mit Bas

SPD-Abgeordneter Mahmut Özdemir wirft der Union vor, die Koalitionskrise durch Angriffe auf Bärbel Bas verschärft zu haben – und fordert endlich Reformen.

Redaktion · 13. October 2026, 07:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 13.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Koalitionskrise in der Bundesregierung hat sich nach dem Rücktritt von Arbeitsministerin und SPD-Parteivorsitzender Bärbel Bas weiter zugespitzt. SPD-Bundestagsabgeordneter Mahmut Özdemir aus Duisburg übte scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz und der Unionsfraktion. Özdemir wirft ihnen vor, durch monatelange persönliche Angriffe auf Bas das Koalitionsklima vergiftet und dringend nötige Reformen verschleppt zu haben. Gleichzeitig fordert er, dass die neue Regierungskoalition nun endlich liefern müsse.

Respekt für Bärbel Bas – Kritik an Kanzler Merz

Özdemir zollte Bärbel Bas ausdrücklich Anerkennung für ihre Arbeit unter schwierigen persönlichen Umständen. Sie habe sowohl als Arbeitsministerin als auch als Parteivorsitzende Verantwortung übernommen und „den Rücken breit gemacht”, während der Sozialstaat und gesellschaftliche Solidarität unter Druck gerieten.

Den Kanzler hingegen kritisierte Özdemir scharf: Merz habe es versäumt, Führungsstärke zu zeigen und die innerkoalitionären Angriffe auf Bas zu unterbinden. Im Gegenteil – durch sein Verhalten habe er „die letzten Hinterbänkler ermuntert”, sich an der Arbeitsministerin abzuarbeiten. Özdemir zog einen plastischen Vergleich: Ein Unternehmenschef, der eine Abteilungsleitung in einer persönlichen Krisensituation öffentlich bloßstelle, würde das im Betrieb nicht toleriert werden – in der Politik dürfe das ebenfalls nicht akzeptiert werden.

Koalitionsklima und die Frage der Verlässlichkeit

Özdemir äußerte grundsätzliche Zweifel an der Verlässlichkeit des Koalitionspartners Union. Abmachungen, die im Koalitionsvertrag festgehalten seien, würden seitens der Unionsfraktion schon kurz nach ihrer Vereinbarung in Frage gestellt.

  • Der Koalitionsvertrag wurde von SPD-Mitgliedern demokratisch mitentschieden.
  • Die Umsetzung des Vertrags durch die Union bleibt nach Einschätzung der SPD hinter den Vereinbarungen zurück.
  • Innerhalb der Union herrsche Unklarheit darüber, wer verbindlich für die Koalition spricht.
  • Das öffentliche „Gestenkere” aus Unionskreisen schade dem Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Regierung.

Die SPD sehe sich als Stabilitätsanker in der Koalition, so Özdemir. Doch solange die Union sich mehr mit Personaldebatten als mit Sachfragen beschäftige, sei eine konstruktive Zusammenarbeit kaum möglich.

Nachfolger Schweizer soll Reformtempo erhöhen

Als Nachfolger von Bärbel Bas im Amt des Arbeitsministers ist Alexander Schweizer vorgesehen. Özdemir verknüpft mit dem Wechsel die Hoffnung, dass nun inhaltliche Debatten wieder in den Vordergrund rücken. Aus seiner Sicht müssen Reformen spürbar im Alltag der Menschen ankommen – etwa bei Spritpreisen, Wohnkosten, Kranken- und Rentenversicherung sowie dem Wocheneinkauf.

Özdemir betonte, dass die SPD nicht länger damit zufrieden sein dürfe, bestehende Regelungen nur marginal zu verbessern. Es brauche klare Weichenstellungen, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern das Gefühl geben, dass sich Leistung lohnt. Wer arbeite, müsse spürbar mehr haben als jemand, der auf staatliche Unterstützung angewiesen sei – dieses Prinzip der Leistungsgerechtigkeit sei ein Kernversprechen der SPD.

SPD-Parteiführung vor personellen Fragen

Parallel zur Regierungsarbeit steht die SPD intern vor einer Neuaufstellung. Parteichef Lars Klingbeil hatte angekündigt, die Parteiführung neu wählen zu lassen – ein Schritt, der innerhalb der SPD nicht unumstritten ist. Özdemir verteidigte das Vorhaben: Was alle SPD-Mitglieder betreffe, müsse auch von allen gemeinsam besprochen werden. Wenn vereinbarte Reformen ausblieben, hätten die Mitglieder auf einem Parteitag das Recht, von der Führung Rechenschaft einzufordern – „notwendigerweise auch mit personellen Konsequenzen”.

Die Koalitionskrise dürfte damit vorerst nicht überwunden sein. Ob der Personalwechsel im Arbeitsministerium und eine mögliche Erneuerung der SPD-Spitze tatsächlich neuen Schwung in die Regierungsarbeit bringen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Der Druck aus der Bevölkerung, endlich sichtbare Ergebnisse zu liefern, wächst – auf beide Koalitionspartner.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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